In den Leserbriefen der WZ finde ich in letzter Zeit gelegentlich Äußerungen, die nach wie vor den menschengemachten Klimawandel anzweifeln, obwohl alle wissenschaftlichen Erkenntnisse nur einen Schluss zulassen.
Der aktuelle Klimagipfel verstärkt diese eindeutige Erkenntnis. Der Spiegel schreibt dazu: "Es gibt beim Klimawandel - bei allen verbleibenden wissenschaftlichen
Unsicherheiten - kein allzu großes Erkenntnisproblem. Was es gibt, ist
ein Handlungsproblem".
Woher kommen diese Zweifel und Unsicherheiten?
Kürzlich las ich, dass es allein aus den letzten 20 Jahren um die 4.000 wissenschaftliche Studien gibt, in denen die Frage nach der Ursache des Klimawandels eindeutig mit "menschlicher Ursache" beantwortet wird. Im Ergebnis sind fast 98% der Wissenschaftler, die zum Thema forschen und sich kompetent äußern können, aufgrund der vorliegenden Fakten zum Ergebnis gekommen, dass der Klimawandel tatsächlich vorhanden ist und mindestens seit Beginn der Industrialisierung von Menschen verursacht wird. Sicherlich lassen sich auch frühere Anzeichen finden; allein durch die Zunahme der Bevölkerung, z.B. durch bessere medizinische Versorgung, aber die industrielle Revolution und die großmaßstäbliche Verwendung von fossilen Brennstoffen waren sicherlich der Wendepunkt.
Um genau zu sein: es gab ein Forschungsprojekt, in dem andere Studien geprüft wurden (eine sogenannte "Meta-Studie", also eine Studie über Studien). Insgesamt wurden über 12.000 Forschungsarbeiten ausgewertet, ob darin eine eindeutige Aussage für oder gegen den Menschen als Verursacher des Klimawandels. Die Forscher stellten in 8.000 Studien keine Aussage fest. Das bedeutet, dass insbesondere in diesen 8.000 Studien auch nicht ausgesagt wurde, dass der Mensch nicht der Verursacher ist. Diese Studien sagen darüber gar nichts aus. In 98% der verbleibenden 4.000 Studien gab es eine eindeutige Aussage: Ja, der Mensch ist der Verursacher des Klimawandels.
Wie kann es möglich sein, dass die Kritiker dieser These in der Öffentlichkeit immer noch so laut und selbstbewusst auftreten? Fast alle Wissenschaftler geben eine deutliche Antwort, aber Journalisten, die Medien und die Öffentlichkeit geben sich allergrößte Mühe, diese Fakten nicht anzuerkennen.
Wem wollen diese Kritiker imponieren? Ist es modern, gegen etwas zu sein, auch wenn es sachlich vollkommen daneben ist? Oder sind das wirtschaftliche Interessen und die Auto-Lobby führt Gehirnwäschen durch?
* Android * Linux * Terry Pratchett * Science Fiction * Fantasy * Bücher * Politik * Die Wetterau * Berstadt
27.09.2013
21.09.2013
Leserbrief an die Nichtwähler
Am Mittwoch, 18.09.2013, waren ein paar Leserbriefe in der WZ, in denen pro und kontra Wählengehen diskutiert wurde, nachdem die WZ-Kinderseite ebenfalls über das Wählen berichtet hatte.
Einen der Leserbriefe fand ich so bedrückend, dass ich antworten wollte. Darin ging es darum, nicht zu wählen und damit den Parteien (genau: allen!) einen "Denkzettel" zu verpassen.
Natürlich ist Nichtwählen keine Antwort, deshalb habe ich ebenfalls einen Beitrag mit dem Aufruf, unbedingt wählen zu gehen, geschickt.
Dummerweise veröffentlicht die WZ nach eigener Aussage keine politischen Beiträge mehr vor der Wahl, trotzdem hier mein (diesmal sehr kurzer) Leserbrief:
Einen der Leserbriefe fand ich so bedrückend, dass ich antworten wollte. Darin ging es darum, nicht zu wählen und damit den Parteien (genau: allen!) einen "Denkzettel" zu verpassen.
Natürlich ist Nichtwählen keine Antwort, deshalb habe ich ebenfalls einen Beitrag mit dem Aufruf, unbedingt wählen zu gehen, geschickt.
Dummerweise veröffentlicht die WZ nach eigener Aussage keine politischen Beiträge mehr vor der Wahl, trotzdem hier mein (diesmal sehr kurzer) Leserbrief:
Leserbrief zum Leserbrief "Nicht wählen" WZ 18.09.2013
Lieber Herr K., "Nichtwählen" ist das Schlechteste, was man bei den anstehenden Wahlen tun kann.
Sie behaupten, dass man durch "Nichtwählen" ausdrückt, mit wem man nicht zufrieden ist.
Das mag sogar sein. Sie haben dann das warme Gefühl, zur riesigen Partei der Nichtwähler zu gehören.
Da Sie Ihre Abneigung aber sehr diffus ausdrücken, bedeutet Ihre Nichtteilnahme etwas viel Schlimmeres:
je geringer die Wahlbeteiligung, desto stärker werden die abgegebenen, gültigen Stimmen gewichtet.
Insbesondere bekommen dadurch die kleinen Parteien mehr Stimmengewicht, und wir wissen doch alle, welche kleine Partei ganz bestimmt kein Stimmengewicht bekommen darf, oder?
Bitte gehen Sie wählen!
15.09.2013
Portabler Apache-Webserver selbst gebaut
Heute hab ich mal wieder eine kleine Anleitung vorbereitet. Sozusagen aus aktuellem Anlass ;)
Ich habe mich vor kurzem bereit erklärt, als Aushilfe beim Förderverein der Wölfersheimer Schulen einzusteigen und den Webserver ein wenig zu betreuen, weil der edle Spender, der das aufgebaut und bisher betreut hat, beruflich viel um die Ohren hat.
Es geht aber natürlich nicht an, dass jemand direkt am produktiven System Änderungen durchführt, es muss also eine Testumgebung her, in der ich Dinge ausprobieren und auch sonst "herumspielen" kann. Idealerweise sollte es möglich sein, die Änderungen an den Vorstand des Vereins zu schicken, dort begutachten zu lassen, und dann die freigegebenen Änderungen auf den "Live"-Webserver zu überspielen.
Normalerweise ist es kein großes Problem, ein paar Webseiten zusammenzubauen und den Kollegen die Änderungen als Email zuzuschicken.
Das scheitert aber in dem Moment, wenn der Webserver aktive Inhalte ausliefert, wie z.B. Datenbankabfragen durchführt oder einfach nur aktive Seiten in Form von Python-Skripten oder JSP ausliefert. Soweit geht es zum Glück beim Förderverein nicht, es handelt sich "nur" um PHP-Skripte, die vom Apache ausgeführt werden und in HTML-Seiten resultieren, die beim Browser aufschlagen.
Also besteht die Testumgebung minimal aus einem Apache Webserver und dem PHP-Skriptinterpreter. Zusammen mit ein bißchen weiterem Kleinkram besteht der "PortableApache" aus knapp 40 MB Material. Das passt bequem auf den allerkleinsten USB-Stick, in ein Eckchen auf dem Smartphone oder MP3-Player zum bequemen Herumtragen.
Was braucht man nun? Das hängt vom Betriebssystem ab. Für Windows (weil die Vorstandskollegen Windows einsetzen) benötigt man die Installationsdateien von Apache httpd und ein PHP-Paket. Ein paar Bemerkungen zu den Windows-Paketen: es gibt verschiedene vorgefertigte Pakete, unter den Kategorien "VC9", "VC10", "VC11". Das sind Grundpakete von Microsoft (die sogenannte C-Runtime). Die Versionen 9 und 10 laufen mit Windows XP, Version 11 setzt mindestens Windows 7 voraus. Deshalb habe ich hier die Variante mit VC9 verlinkt.
Jetzt werden aus den ZIP-Dateien ein paar Dateien ausgepackt, man braucht gar nicht so viel ;)
Im Internet findet man viele Anleitungen, wie man einen portablen Apache Webserver zusammenbaut. Allen gemeinsam ist, dass sie die Verzeichnisstruktur für Apache beibehalten, es gibt also Verzeichnisse für Logfiles, Module, Konfigurationsdateien usw. Braucht man auf einem USB-Stick eigentlich nicht. Ich habe deshalb alles zusammengeworfen und ein Verzeichnis für Apache und ein Verzeichnis für PHP festgelegt. Das reicht ;)
Man beginnt mit einem Verzeichnis "PortableApache" und legt dort Unterverzeichnisse für "apache" und "php" an. Außerdem benötigt man noch ein Unterverzeichnis, in dem die Dokumente liegen, die ausgeliefert werden sollen. Im Beispiel unten ist dies das Verzeichnis "html", das parallel zu "apache" und "php" liegt. In der Konfigurationsdatei wird es dann als "../html" angesprochen. Auf diese Weise sind die Dokumente unabhängig vom Standort des Apache immer erreichbar.
In das Verzeichnis "apache" gehört nun folgendes:
Im Verzeichnis "php" braucht man ein bißchen mehr Kram, je nachdem, welche PHP-Funktionen den Skripten zur Verfügung stehen sollen. Wer sich mit PHP auskennt, kann hier natürlich brutal ausmisten, für Grundbedürfnisse kann man meinen Vorschlag noch deutlich verschlanken.
H:\PortableApache\php>.\php -v
PHP 5.4.19 (cli) (built: Aug 21 2013 01:12:03)
Copyright (c) 1997-2013 The PHP Group
Zend Engine v2.4.0, Copyright (c) 1998-2013 Zend Technologies
Für diese veränderte Umgebung muss man dann natürlich auf die Konfigurationsdateien beträchtlich anpassen, damit das Apache-httpd-Programm weiß, wo alle weiteren Module und Dateien zu finden sind.
Man braucht also eine httpd.conf, in der die Verzeichnisse alle aufgeführt sind. Wichtig ist, dass in dieser Konfigurationsdatei keine absoluten Verzeichnisnamen enthalten sind, sondern nur solche, die relativ zum Arbeitsverzeichnis des Webservers (des Prozesses httpd.exe) formuliert sind. Zur Verdeutlichung habe ich diese Stellen unten fett markiert.
Vom Standpunkt der Sicherheit aus gesehen ist diese Webserver-Datei natürlich absolut unvollständig, da fehlen noch einige Anweisungen, um Einbrüche von außen zu verhindern. Das ist aber nicht der Zweck eines "PortableApache". Diese Konfigurationsdatei da unten also bitte nicht als Vorlage für einen "echten" Webserver im Internet verwenden!
Listen 80
LoadModule alias_module mod_alias.so
LoadModule logio_module mod_logio.so
LoadModule log_config_module mod_log_config.so
LoadModule dir_module mod_dir.so
LoadModule mime_module mod_mime.so
LoadModule authn_core_module mod_authn_core.so
LoadModule authz_core_module mod_authz_core.so
LoadModule cgi_module mod_cgi.so
LoadModule env_module mod_env.so
LoadModule rewrite_module mod_rewrite.so
LoadModule setenvif_module mod_setenvif.so
LoadModule ssl_module mod_ssl.so
LoadModule php5_module php5apache2_4.dll
ServerName localhost:80
DocumentRoot "../html"
ServerAdmin you@yourdomain.de
# Include httpd-ssl.conf
ScriptAlias /cgi-bin/ "../cgi-bin/"
LogFormat "%h %l %u %t \"%r\" %>s %b" common
CustomLog access.log common
ErrorLog error.log
PidFile httpd.pid
<IfModule php5_module>
AddHandler application/x-httpd-php .php
PHPIniDir "../php"
</IfModule>
<IfModule rewrite_module>
RewriteEngine On
</IfModule>
<IfModule php5_module>
DirectoryIndex index.php index.htm index.html
</IfModule>
<IfModule dir_module>
DirectoryIndex index.html index.htm
</IfModule>
<IfModule mime_module>
TypesConfig "mime.types"
AddType application/x-compress .Z
AddType application/x-gzip .gz .tgz
AddType application/x-bzip2 .bz2 .tz2
</IfModule>
<IfModule ssl_module>
SSLRandomSeed startup builtin
SSLRandomSeed connect builtin
</IfModule>
<Directory "../html">
AllowOverride All
</Directory>
Das Apache-Modul für "rewrite" brauche ich, damit ich solche Spielereien mit der Datei ".htaccess" in den Datenverzeichnissen machen kann:
RewriteEngine on
Options +FollowSymlinks
RewriteBase /
RewriteRule (.*)_(.*)_(.*).html$ /_start.php?cat=$1&id=$2&edit=$3
RewriteRule (.*)_(.*).html$ /_start.php?cat=$1&id=$2
RewriteRule (.*).html$ /_start.php?cat=$1
Ich habe da oben auch schon den Anfang einer SSL-Konfiguration angedeutet, aber natürlich funktioniert das nur, wenn man sich mit dem openssl-Programm ein eigenes Zertifikat baut, also einen private key. Dazu später vielleicht mal einen eigenen Artikel, wie man sich selbst zur root-CA-Instanz macht und dann für sich selbst Keys erzeugt und signiert.
Für eine erste Prüfung, ob diese httpd.conf auch wirklich funktioniert, ruft man "httpd.exe -t" auf (-t testet, ob eine Konfigurationsdatei einigermaßen funktionsfähig aussieht). Wenn man hier die Meldung "Syntax OK" erhält, kann man fast schon loslegen ;)
Für die bequeme Nutzung ist noch ein kleines Startskript vonnöten, das den Apache aufruft. Ich habe es "start.cmd" genannt und direkt in das Verzeichnis "PortableApache" gesteckt.
cd /D "%~dp0apache"
PATH %~dp0php;%PATH%
.\httpd.exe -f httpd.conf
Der Inhalt dieses kleinen Webservers wird nun angezeigt, wenn man mit einem Browser die URL "http://localhost" oder "http://127.0.0.1" aufruft.
Ich habe mich vor kurzem bereit erklärt, als Aushilfe beim Förderverein der Wölfersheimer Schulen einzusteigen und den Webserver ein wenig zu betreuen, weil der edle Spender, der das aufgebaut und bisher betreut hat, beruflich viel um die Ohren hat.
Es geht aber natürlich nicht an, dass jemand direkt am produktiven System Änderungen durchführt, es muss also eine Testumgebung her, in der ich Dinge ausprobieren und auch sonst "herumspielen" kann. Idealerweise sollte es möglich sein, die Änderungen an den Vorstand des Vereins zu schicken, dort begutachten zu lassen, und dann die freigegebenen Änderungen auf den "Live"-Webserver zu überspielen.
Normalerweise ist es kein großes Problem, ein paar Webseiten zusammenzubauen und den Kollegen die Änderungen als Email zuzuschicken.
Das scheitert aber in dem Moment, wenn der Webserver aktive Inhalte ausliefert, wie z.B. Datenbankabfragen durchführt oder einfach nur aktive Seiten in Form von Python-Skripten oder JSP ausliefert. Soweit geht es zum Glück beim Förderverein nicht, es handelt sich "nur" um PHP-Skripte, die vom Apache ausgeführt werden und in HTML-Seiten resultieren, die beim Browser aufschlagen.
Also besteht die Testumgebung minimal aus einem Apache Webserver und dem PHP-Skriptinterpreter. Zusammen mit ein bißchen weiterem Kleinkram besteht der "PortableApache" aus knapp 40 MB Material. Das passt bequem auf den allerkleinsten USB-Stick, in ein Eckchen auf dem Smartphone oder MP3-Player zum bequemen Herumtragen.
Was braucht man nun? Das hängt vom Betriebssystem ab. Für Windows (weil die Vorstandskollegen Windows einsetzen) benötigt man die Installationsdateien von Apache httpd und ein PHP-Paket. Ein paar Bemerkungen zu den Windows-Paketen: es gibt verschiedene vorgefertigte Pakete, unter den Kategorien "VC9", "VC10", "VC11". Das sind Grundpakete von Microsoft (die sogenannte C-Runtime). Die Versionen 9 und 10 laufen mit Windows XP, Version 11 setzt mindestens Windows 7 voraus. Deshalb habe ich hier die Variante mit VC9 verlinkt.
Jetzt werden aus den ZIP-Dateien ein paar Dateien ausgepackt, man braucht gar nicht so viel ;)
Im Internet findet man viele Anleitungen, wie man einen portablen Apache Webserver zusammenbaut. Allen gemeinsam ist, dass sie die Verzeichnisstruktur für Apache beibehalten, es gibt also Verzeichnisse für Logfiles, Module, Konfigurationsdateien usw. Braucht man auf einem USB-Stick eigentlich nicht. Ich habe deshalb alles zusammengeworfen und ein Verzeichnis für Apache und ein Verzeichnis für PHP festgelegt. Das reicht ;)
Man beginnt mit einem Verzeichnis "PortableApache" und legt dort Unterverzeichnisse für "apache" und "php" an. Außerdem benötigt man noch ein Unterverzeichnis, in dem die Dokumente liegen, die ausgeliefert werden sollen. Im Beispiel unten ist dies das Verzeichnis "html", das parallel zu "apache" und "php" liegt. In der Konfigurationsdatei wird es dann als "../html" angesprochen. Auf diese Weise sind die Dokumente unabhängig vom Standort des Apache immer erreichbar.
In das Verzeichnis "apache" gehört nun folgendes:
- mod_mime.so
- mod_cgi.so
- openssl.cfg.cnf
- msvcr100.dll
- openssl.exe
- pcre.dll
- ssleay32.dll
- zlib1.dll
- htpasswd.exe
- httpd.exe
- libapr-1.dll
- libapriconv-1.dll
- libaprutil-1.dll
- libeay32.dll
- libhttpd.dll
- libxml2.dll
- httpd-ssl.conf
- magic
- mime.types
- httpd.conf
- mod_mime_magic.so
- mod_rewrite.so
- mod_setenvif.so
- mod_ssl.so
- mod_status.so
- mod_substitute.so
- mod_userdir.so
- mod_version.so
- mod_vhost_alias.so
- mod_alias.so
- mod_authn_core.so
- mod_authz_core.so
- mod_deflate.so
- mod_dir.so
- mod_env.so
- mod_headers.so
- mod_imagemap.so
- mod_include.so
- mod_info.so
- mod_log_config.so
- mod_log_debug.so
- mod_log_forensic.so
- mod_logio.so
- php5apache2_4.dll
Im Verzeichnis "php" braucht man ein bißchen mehr Kram, je nachdem, welche PHP-Funktionen den Skripten zur Verfügung stehen sollen. Wer sich mit PHP auskennt, kann hier natürlich brutal ausmisten, für Grundbedürfnisse kann man meinen Vorschlag noch deutlich verschlanken.
- glib-2.dll
- gmodule-2.dll
- icudt49.dll
- icuin49.dll
- icuio49.dll
- icule49.dll
- iculx49.dll
- icutest49.dll
- icutu49.dll
- icuuc49.dll
- libeay32.dll
- libenchant.dll
- libenchant_ispell.dll
- libenchant_myspell.dll
- libpq.dll
- libsasl.dll
- php-cgi.exe
- php-win.exe
- php.exe
- php.gif
- php.ini-development
- php.ini-production
- php5apache2_4.dll
- php5nsapi.dll
- php5ts.dll
- ssleay32.dll
- php_bz2.dll
- php_curl.dll
- php_enchant.dll
- php_exif.dll
- php_fileinfo.dll
- php_gd2.dll
- php_gettext.dll
- php_gmp.dll
- php_intl.dll
- php_mbstring.dll
- php_openssl.dll
- php_shmop.dll
- php_sockets.dll
H:\PortableApache\php>.\php -v
PHP 5.4.19 (cli) (built: Aug 21 2013 01:12:03)
Copyright (c) 1997-2013 The PHP Group
Zend Engine v2.4.0, Copyright (c) 1998-2013 Zend Technologies
Für diese veränderte Umgebung muss man dann natürlich auf die Konfigurationsdateien beträchtlich anpassen, damit das Apache-httpd-Programm weiß, wo alle weiteren Module und Dateien zu finden sind.
Man braucht also eine httpd.conf, in der die Verzeichnisse alle aufgeführt sind. Wichtig ist, dass in dieser Konfigurationsdatei keine absoluten Verzeichnisnamen enthalten sind, sondern nur solche, die relativ zum Arbeitsverzeichnis des Webservers (des Prozesses httpd.exe) formuliert sind. Zur Verdeutlichung habe ich diese Stellen unten fett markiert.
Vom Standpunkt der Sicherheit aus gesehen ist diese Webserver-Datei natürlich absolut unvollständig, da fehlen noch einige Anweisungen, um Einbrüche von außen zu verhindern. Das ist aber nicht der Zweck eines "PortableApache". Diese Konfigurationsdatei da unten also bitte nicht als Vorlage für einen "echten" Webserver im Internet verwenden!
Listen 80
LoadModule alias_module mod_alias.so
LoadModule logio_module mod_logio.so
LoadModule log_config_module mod_log_config.so
LoadModule dir_module mod_dir.so
LoadModule mime_module mod_mime.so
LoadModule authn_core_module mod_authn_core.so
LoadModule authz_core_module mod_authz_core.so
LoadModule cgi_module mod_cgi.so
LoadModule env_module mod_env.so
LoadModule rewrite_module mod_rewrite.so
LoadModule setenvif_module mod_setenvif.so
LoadModule ssl_module mod_ssl.so
LoadModule php5_module php5apache2_4.dll
ServerName localhost:80
DocumentRoot "../html"
ServerAdmin you@yourdomain.de
# Include httpd-ssl.conf
ScriptAlias /cgi-bin/ "../cgi-bin/"
LogFormat "%h %l %u %t \"%r\" %>s %b" common
CustomLog access.log common
ErrorLog error.log
PidFile httpd.pid
<IfModule php5_module>
AddHandler application/x-httpd-php .php
PHPIniDir "../php"
</IfModule>
<IfModule rewrite_module>
RewriteEngine On
</IfModule>
<IfModule php5_module>
DirectoryIndex index.php index.htm index.html
</IfModule>
<IfModule dir_module>
DirectoryIndex index.html index.htm
</IfModule>
<IfModule mime_module>
TypesConfig "mime.types"
AddType application/x-compress .Z
AddType application/x-gzip .gz .tgz
AddType application/x-bzip2 .bz2 .tz2
</IfModule>
<IfModule ssl_module>
SSLRandomSeed startup builtin
SSLRandomSeed connect builtin
</IfModule>
<Directory "../html">
AllowOverride All
</Directory>
Das Apache-Modul für "rewrite" brauche ich, damit ich solche Spielereien mit der Datei ".htaccess" in den Datenverzeichnissen machen kann:
RewriteEngine on
Options +FollowSymlinks
RewriteBase /
RewriteRule (.*)_(.*)_(.*).html$ /_start.php?cat=$1&id=$2&edit=$3
RewriteRule (.*)_(.*).html$ /_start.php?cat=$1&id=$2
RewriteRule (.*).html$ /_start.php?cat=$1
Ich habe da oben auch schon den Anfang einer SSL-Konfiguration angedeutet, aber natürlich funktioniert das nur, wenn man sich mit dem openssl-Programm ein eigenes Zertifikat baut, also einen private key. Dazu später vielleicht mal einen eigenen Artikel, wie man sich selbst zur root-CA-Instanz macht und dann für sich selbst Keys erzeugt und signiert.
Für eine erste Prüfung, ob diese httpd.conf auch wirklich funktioniert, ruft man "httpd.exe -t" auf (-t testet, ob eine Konfigurationsdatei einigermaßen funktionsfähig aussieht). Wenn man hier die Meldung "Syntax OK" erhält, kann man fast schon loslegen ;)
Für die bequeme Nutzung ist noch ein kleines Startskript vonnöten, das den Apache aufruft. Ich habe es "start.cmd" genannt und direkt in das Verzeichnis "PortableApache" gesteckt.
cd /D "%~dp0apache"
PATH %~dp0php;%PATH%
.\httpd.exe -f httpd.conf
Der Inhalt dieses kleinen Webservers wird nun angezeigt, wenn man mit einem Browser die URL "http://localhost" oder "http://127.0.0.1" aufruft.
12.09.2013
Keiner versteht den Länderfinanzausgleich
Anfang August war ein Bericht in der WZ über die Einführung der U3-Kindergartenplätze, die seit einiger Zeit gesetzlich geregelt sind. Und hurra, auch in der Wetterau ist alles wunderbar. Zwar schwierig, weil wegen Länderfinanzausgleich das Geld knapp ist, und die anderen Bundesländer alle so böse, weil die unser schönes hessisches Geld ausgeben, aber trotzdem alles wunderbar, weil wir ja in Hessen die CDU haben.
Die Verbindung von U3-Kitas und Länderfinanzausgleich war mir dann doch zu abstrus, das musste ich kommentieren.
Die Verbindung von U3-Kitas und Länderfinanzausgleich war mir dann doch zu abstrus, das musste ich kommentieren.
Leserbrief zur Pressemitteilung der CDU zur U3-Kita-Finanzierung WZ 01.08.2013
Herr Kartmann junior, Sie schreiben so schön, dass der Wahlkampf schon begonnen hat. An Ihrer Pressemitteilung sieht man das sehr deutlich.
Bei der Finanzierung der U3-Plätze im Wetteraukreis den Länderfinanzausgleich heranzuziehen, ist ganz schön gewagt und nicht wirklich sachlich.
Und wie Sie so schön behaupten, dass die Landesregierung Geld fließen lässt: ja, ein bißchen Geld fließt wieder, aber vorher wurden Mittel in Höhe von mehr als 340 Millionen Euro rechtswidrig gekürzt, wie kürzlich das oberste hessische Gericht festgestellt hat.
Sie beschweren sich über den Länderfinanzausgleich und behaupten mal wieder, dass die Geberländer die Wohltaten in den Nehmerländern finanzieren.
Dabei unterschlagen Sie wie leider üblich in diesem Streit, dass der Länderfinanzausgleich nicht die Ausgaben der Länder ausgleicht, sondern ihre Einnahmen an den Durchschnitt aller Bundesländer angleichen soll.
Im Klartext bedeutet dies, dass sich der Länderfinanzausgleich nach den durchschnittlichen Einnahmen eines Bundeslands pro Einwohner berechnet. Das Ziel ist, dass alle Bundesländer ungefähr vergleichbare Lebensbedingungen für ihre Bürger bieten können. Je mehr sich ein Nehmerland von unten dem Durchschnitt annähert, desto stärker sinken die Ausgleichszahlungen! Außerdem werden Steigerungen bei Steuereinnahmen teilweise nicht angerechnet, um einen Anreiz zu schaffen, sich aus eigener Kraft zu verbessern.
Die Idee des Länderfinanzausgleich liegt vor allem darin begründet, dass große Konzerne ihre Steuerschuld am Firmensitz bezahlen und nicht länderweit nach den Filialen verteilen. Baden-Württemberg z.B. bekommt 22,5% der bundesweiten Körperschaftssteuer (mit anderen Worten: fast ein Viertel dieser Steuer fließt in ein Bundesland!), hingegen alle neuen Bundesländer zusammen nur 9%.
Es ist also durchaus angemessen, dass die Länder, die durch günstige Umstände mehr Einnahmen haben, diese Einnahmen mit den anderen Bundesländern teilen.
Der größte Schreihals im Streit um den Länderfinanzausgleich ist Bayern, das selbst jahrzehntelang gern Zahlungen entgegennahm. Inflationsbereinigt hat Bayern erst vor kurzem den Schritt zum "Nettozahler" getan. Als Nehmerland hat sich Bayern vorher nie beschwert.
Auch jetzt erhält Bayern milliardenschwere Ausgleichszahlungen für Solarförderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, die hauptsächlich von Nordrhein-Westfalen aufgebracht werden. Höre ich bei dem Thema Geschrei aus Bayern über die Ungerechtigkeit?
Der Länderfinanzausgleich steht - teilweise berechtigt - in der Kritik, aber die CDU im Bund ist nicht unschuldig daran, dass sich nichts bewegt: nur im Konsens wäre eine Reform möglich. Hier ist gefragt, dass sich beide Seiten bewegen und nicht einseitig mit dem Finger gezeigt wird.
Als Lektüre zum Einstieg empfehle ich Ihnen den Wikipedia-Artikel. Er ist zwar etwas trocken, bietet aber einen ersten Überblick und weitere Quellenangaben. Mir scheint, Sie sollten ihn lesen, bevor Sie weitere Pressemitteilungen zu diesem Thema verfassen.
Die schrecklich hohe EEG-Umlage
Und wieder mal zeigt die CDU, wer wirklich wichtig ist: die Unternehmen, nicht die Bürger. Nach einer Wahlkampftour gab es wie leider mittlerweile üblich einen Bericht in unserer örtlichen Zeitung, der im Wesentlichen die Pressemitteilung der CDU umfasste, ohne weiter kritisch nachzuhaken.
Die Herren Veith und Utter sind der Meinung, dass die Umlage zum Erneuerbare-Energien-Gesetz selbstverständlich natürlich viel zu hoch ist, was die Firmen natürlich selbstverständlich gern hören.
Aber entspricht es auch der Realität? Niemand will von seinem Geld abgeben, das ist verständlich. Aber wenn man genug hat und es nicht wehtut, wenn man doch etwas davon abgibt? Wie nennt man das?
Ich will jetzt dem im Artikel genannten Unternehmen nichts unterstellen, aber wenn ich mir anschaue, mit welchen Steuertricks Facebook, Google, Apple und die anderen großen Konzerne arbeiten, wird mir schlecht.
Und wenn man dann noch den Staat kaputtspart, indem die Steuern für Unternehmen immer mehr reduziert werden, ist das unsozial.
Hier mein Leserbrief zum Thema (wurde auch veröffentlicht).
Die Herren Veith und Utter sind der Meinung, dass die Umlage zum Erneuerbare-Energien-Gesetz selbstverständlich natürlich viel zu hoch ist, was die Firmen natürlich selbstverständlich gern hören.
Aber entspricht es auch der Realität? Niemand will von seinem Geld abgeben, das ist verständlich. Aber wenn man genug hat und es nicht wehtut, wenn man doch etwas davon abgibt? Wie nennt man das?
Ich will jetzt dem im Artikel genannten Unternehmen nichts unterstellen, aber wenn ich mir anschaue, mit welchen Steuertricks Facebook, Google, Apple und die anderen großen Konzerne arbeiten, wird mir schlecht.
Und wenn man dann noch den Staat kaputtspart, indem die Steuern für Unternehmen immer mehr reduziert werden, ist das unsozial.
Hier mein Leserbrief zum Thema (wurde auch veröffentlicht).
Leserbrief zu "Veith und Utter liegen Wetterauer Unternehmen am Herzen" vom 08.08.13
Auch in diesem Artikel merkt man sehr deutlich, wie gern die CDU sich an Firmenwünschen orientiert, und eher weniger an dem der "gemeinen Bürger". Unwidersprochen dürfen die Herren Veith und Utter greinen, wie schlimm doch 500.000 Euro Abgaben gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz für Fresenius Kabi sind und dass es auf keinen Fall mehr werden dürfe.
Schaut man hingegen auf die offiziellen Zahlen von Fresenius, merkt man, dass die 500.000 Euro der aktuellen Abgabe den Konzern recht wenig schmerzen: in der Pressemitteilung vom 30.07.13 vermeldet der Konzern stolz, trotz schwieriger Umstände 482 Millionen Euro verdient zu haben.
Und die Gesetzgebung rund um erneuerbare Energien sind nicht allein auf dem Mist von SPD und Grünen gewachsen, liebe CDU, sondern Ihr habt sie in den Jahren seit dem Regierungswechsel auch nicht großartig verändert. Ihr habt nur mehr Schlupflöcher aufgerissen, damit die großen Firmen sich aus ihrer Verantwortung stehlen können.
Nach Angaben des Bundesumweltministeriums vom März 2012 war durch diese Regelungen zu diesem Zeitpunkt etwa die Hälfte des industriellen Stromverbrauchs ganz oder teilweise von der EEG-Umlage befreit, wodurch sich die EEG-Umlage für die Letztverbraucher 2011 um etwa 0,9 ct/kWh erhöht hat. Die Zahl der befreiten Unternehmen hat nach der EEG-Novelle 2012 erheblich zugenommen. Die Bundesregierung erwartet, dass 2013 voraussichtlich etwa zweieinhalb Mal so viele Unternehmen wie bisher von der Sonderregelung profitieren können. (Zitiert aus Wikipedia, EEG-Umlage, Sonderregelungen).
Diese Befreiungen müssen dann natürlich all jene tragen, die diese Schlupflöcher nicht nutzen können. Effektiv also: die Verbraucher über gestiegene Energie- und Produktpreise. Die Firmen schlagen natürlich ihre EEG-Umlage auf den Produktpreis auf.
Damit hat dieses Gesetz eigentlich seine Lenkungswirkung verloren, nämlich alle zum maßvollen Umgang mit Energie anzuhalten und erneuerbare Energien zu fördern. Genau diejenigen, die viel Strom verbrauchen, dürfen nämlich ihre Zahlungen deckeln. Wer mehr als 1 GWh/a (Gigawattstunde pro Jahr) verbraucht, zahlt nur noch 10% der eigentlichen Abgabe, ab 10 GWh/a nur noch 1%, und darüber hinaus wird es noch mehr abgesenkt (hier noch mehr Details).
Und nebenbei habt Ihr, liebe CDU, die Vergütung, Boni und sonstige finanziellen Regelungen im EEG so kastriert, dass es sich in manchen Fällen gar nicht mehr rechnet, zu investieren. So kann man natürlich eine Zukunftstechnologie auch kaputtmachen. Und nebenbei fangt Ihr auch noch einen Handelsstreit mit China um Einfuhrzölle für Solarpanele an.
Mal ganz naiv gefragt: ist Euch das nicht langsam selbst peinlich, dem Gegner Wahlkampf vorzuwerfen und mit solchen halbgaren Pressemitteilungen, die noch dazu so leicht durchschaubar sind, zu versuchen, nur die Fakten unter's Volk zu bringen, die Euch genehm sind?
27.08.2013
Leserbrief zum Leserbrief: Einfältigkeit
Heute fiel mir bei der Lektüre der Leserbriefe mal wieder die Kinnlade 'runter
... Oder eigentlich auch nicht, von diesem Autor hatte ich nicht wirklich etwas wesentlich anderes erwartet. Die übliche Rot/Grün-Hetze und dann plötzlich ein Rundumschlag: alle Menschen, die das Abhören durch die NSA nicht gut finden, sind einfältig.
Genauer gesagt, schrieb er in einem Absatz dieses hier:
Dazu musste ich eine Antwort schreiben. Leider ist mir zu der Bemerkung mit dem "gewissen" Vorsprung erst jetzt aufgefallen, dass hier der Grundsatz "Der Zweck heiligt die Mittel" durchschimmert und die Idee, dass der Staat -- natürlich nur heimlich -- auch illegale Mittel anwenden darf, um mit den Bösewichten mitzuhalten. Das tut schon ganz schön weh zwischen den Ohren, sowas zu lesen.
... Oder eigentlich auch nicht, von diesem Autor hatte ich nicht wirklich etwas wesentlich anderes erwartet. Die übliche Rot/Grün-Hetze und dann plötzlich ein Rundumschlag: alle Menschen, die das Abhören durch die NSA nicht gut finden, sind einfältig.
Genauer gesagt, schrieb er in einem Absatz dieses hier:
"Auch die NSA-Panikmache beeindruckt nur einfältige Menschen, denn es ist logisch, dass keine Lauscher weltweit den Smalltalk von Lieschen Müller und Karlchen Mustermann verfolgen. Wäre personell gar nicht möglich. Computer durchforsten die aufgezeichneten Daten nach verdächtigen Inhalten, und das ist auch gut so. Terroristen und Kriminelle haben ohnehin immer einen gewissen Vorsprung. Herr Snowden hat diesen Individuen jedenfalls mitgeteilt, worauf sie in Zukunft achten müssen, um nicht entdeckt zu werden."
Dazu musste ich eine Antwort schreiben. Leider ist mir zu der Bemerkung mit dem "gewissen" Vorsprung erst jetzt aufgefallen, dass hier der Grundsatz "Der Zweck heiligt die Mittel" durchschimmert und die Idee, dass der Staat -- natürlich nur heimlich -- auch illegale Mittel anwenden darf, um mit den Bösewichten mitzuhalten. Das tut schon ganz schön weh zwischen den Ohren, sowas zu lesen.
Leserbrief zum Leserbrief WZ 23.08.2013
Lieber Herr von N., ich bin beeindruckt von der Schärfe und Knappheit, in der Sie den Rest der deutschen Bevölkerung als "einfältig" bezeichnen. Ich bekenne mich schuldig: ich bin einfältig und naiv.
Ich habe nämlich bislang (halbwegs) daran geglaubt, dass wir in einem Rechtsstaat leben, und dass unsere Nachbarn ebenfalls eine demokratische Grundeinstellung haben, die sich hauptsächlich an den Menschenrechten orientiert und nicht an einem vagen Sicherheitsbedürfnis des Staats.
Mittlerweile ist es ja soweit gekommen, dass in England Antiterrorgesetze zur Abschreckung von Journalisten missbraucht werden, um ausländische Staatsbürger im Transit festzuhalten, ihre Passwörter abzupressen und ihre elektronischen Geräte zu beschlagnahmen, weil dort *vielleicht* journalistische Quellen gespeichert sind.
Selbstverständlich ist es so, dass die Emails von Lieschen Müller unwichtig sind. Ist es trotzdem in Ordnung, dass sie routinemässig durchsucht werden? Sie finden also, das es nicht schlimm ist, wenn ausländische Geheimdienste, teilweise sogar auf deutschem Hoheitsgebiet (z.B. in Darmstadt-Griesheim oder in Bad Aibling), gegen das deutsche Grundgesetz verstoßen, Abhörzentralen unterhalten und alles mitlauschen, und vor allem auf Vorrat mitschneiden und aufzeichnen? Und Sie finden es ebenfalls nicht schlimm, dass Geheimdienste die UNO und EU-Diplomaten abhören? Natürlich ist das alles nur zu unserem Besten, ganz klar. Nicht, um den USA wirtschaftliche oder politische Vorteile zu verschaffen. Nein, nein.
Nicht mal unser Bundespräsident teilt Ihre Meinung. Er hat kürzlich in einer Stellungnahme gesagt, "Die Angst, unsere Telefonate oder Mails würden von ausländischen Nachrichtendiensten erfasst und gespeichert, schränkt das Freiheitsgefühl ein". Ich denke, er weiß als Ostdeutscher und vor allem als ehemaliger Chef der Stasi-Aufklärungsbehörde sehr genau, wovon er spricht.
Selbst wenn Sie denken, dass Sie nichts zu verbergen haben: Kommunikation braucht zwei Partner. Wissen Sie alles über Ihren Gesprächspartner? Wissen Sie, ob er nicht vielleicht im Fokus der Überwachung steht? Dann sind Sie automatisch auch verdächtig, allein aufgrund Ihrer Bekanntschaft. Upps.
Bitte lesen Sie diesen Artikel in Spiegel Online: "5 schlechte Argumente für mehr Überwachung".
Das Problem ist ja nicht, dass Daten von einer Quelle oder einem Gespräch gespeichert werden, sondern die Verknüpfung von Daten aus vielen Quellen, und die Gefahr von Fehlschlüssen und wildgewordenen Algorithmen - oder schlichten menschlichen Fehlern. Ich erinnere an Terry Gilliams dystopischen Film "Brazil", in dem durch eine tote Fliege im Drucker der Name "Tuttle" zu "Buttle" wird, und deswegen ein Unschuldiger von der Polizei getötet wird. Von 2008 bis 2011 wurden durch "technische Fehler" in USA verbotenerweise mehr als 50.000 inländische Emails (jährlich!) abgeschnorchelt. Hoppla. Ich dachte bislang, Geheimdienste sind unfehlbar? Hoffentlich wurde nicht durch einen weiteren technischen Fehler eine Drohne in Marsch gesetzt; Richter und Henker in einem, ohne ein rechtsstaatliches Verfahren zwischen Anklage, Verurteilung und Hinrichtung, und das alles unter der Regierung eines Friedensnobelpreisträgers.
Es geht um die flächendeckende Abschöpfung des Internetgebrauchs, nicht nur um sogenannte Metadaten, sondern um alle Daten inklusive der https-verschlüsselten: E-Mails, Chat, Suchanfragen, Videotelefonate, Käufe. Das wäre so, als ob jeder Mensch dauerhaft per Video total überwacht wird. Wer weiß, was man in ein paar Jahren mit diesen gespeicherten Daten anstellen kann?
Das eigentliche Ziel von Terrorismus ist es, Angst zu verbreiten. Viel mehr Angst, als tatsächlich Gefahr besteht. Bei Ihnen hat es schon geklappt.
Wäre ich Amerikaner, hätte ich mehr Angst vor meinen "normalen" Mitmenschen oder vor Kühen als vor Terroristen. Durch privaten Waffenbesitz sterben jedes Jahr knapp 35.000 Menschen in den USA, von Kühen werden jährlich mehr als 100 Menschen totgetrampelt.
07.08.2013
Vom Nexus 7 die Spiderman-App entfernen. Oder: Displaytausch leicht gemacht.
Ich sach ja: mit Kindern kann man was erleben. Kind 2 bekam zum Geburtstag ein Nexus-7-Tablet geschenkt und freute sich riesig.
Dummerweise hat er es schon wenige Tage später gedankenlos schräg auf einen vorhandenen Stapel voller Unordnung gelegt und bei einer Erschütterung ist es zu Boden gefallen.
Eine Ecke des Displays war gesplittert, und viel schlimmer: die untere Hälfte des Touchscreens hat nicht mehr reagiert.
Auf dem Bild sieht man das zerlegte Display nach dem Entfernen des dünnen Rahmens. Beim Zerlegen sind noch ein paar Risse dazugekommen, aber es ist deutlich zu sehen: da ist nix mehr zu wollen.
Üble Sache, zumal auch bei diesem Modell von Asus (im Auftrag von Google) der eigentliche Touchscreen, der sogenannte Digitizer, und das LCD flächig miteinander verklebt sind. Man kann zwar jedes der Bauteile einzeln bei ebay kaufen, aber die Trennung und das Zusammenbauen ohne Luftblasen dazwischen werden nur Profis gelingen.
Dank ebay ist es aber problemlos möglich, international einzukaufen, und so habe ich bei einer Firma in Hongkong ein fertig zusammengesetztes Display mitsamt Digitizer für 89 Dollar gefunden (knapp 60 Euro). Für versicherten Eiltransport hab ich nochmal 10 Dollar hingeblättert, und heute kam ein extrem gut verschnürtes Päckchen bei mir an. Wow.
Eigentlich ist ein Tablet, das neu 199 Euro kostet, mit einem defekten Display ein Totalschaden. Bei meinen früheren Recherchen (das Tablet lag einige Wochen defekt herum) hab ich nur komplette Displays für 120 bis 160 Euro gefunden. Da ist ein Display in "Erstausrüsterqualität" für 89 Dollar natürlich ein totales Schnäppchen. Ich hab ernsthafte Probleme, ein Gerät, das mir lieb geworden ist, zum Elektronikschrott zu geben, wenn es Chancen auf eine Reparatur gibt.
Freundlicherweise gibt es wie für alles im Leben praktische Lebenshilfe bei Youtube, d.h. Videos, in denen man Schritt für Schritt sehen kann, was gemacht werden muss, und worauf man achten muss.
Das Zerlegen des Nexus 7 ist ein bißchen kniffliger als die Reparatur des S2 neulich. Asus arbeitet mit deutlich mehr Klebeband, und nach dem zweiten Zerlegen wird das sicherlich nicht mehr gut halten.
Den Deckel kann man mit den Fingernägeln rundherum abheben und beiseite legen. Danach muss man als erstes sehr vorsichtig das Kabel zum Akku aus dem Sockel schieben, und zwar in die Richtung, in die die Kabel zeigen. Abwechselnd am linken und rechten Ende flach aus der Buchse schieben, z.B. mit einem feinen Schraubenzieher.
Danach das schwarze Klebeband lösen und das Folienkabel möglichst nicht aus der Fassung ziehen, es ist sehr schwierig wieder einzubauen.
Dann müssen drei Stecker zum Display gelöst werden. Ein einzelner wird nach oben abgehoben, und ein Doppelstecker mit einem Folienkabel (am Außenrand) kann herausgezogen werden, nachdem die Arretierung an den beiden Buchsen gelöst ist.
Das Mainboard ist mit 15 bis 18 Schrauben fixiert (je nach Video werden unterschiedliche Zahlen genannt). Auch unter dem Klebeband bei der Kopfhörerbuchse schauen ;). Es gibt helle und dunkle Schrauben; die dunklen sind etwas länger. Merken, wo die waren!
Jetzt kann das Mainboard abgehoben werden, auch hier ist wieder doppelseitiges Klebeband am Werk, also sehr vorsichtig auseinander ziehen. Evtl. mit dem Fön erwärmen, damit es leichter geht.
Wenn man ein Display ohne den Rahmen gekauft hat, muss man den dünnen silbernen Rahmen (die "Bezel") vom Glas trennen. Dazu habe ich das Display bei 75° ca. 10 min. in den Backofen gelegt, damit der Kleber rundherum weich wird. Danach kann man das Display heraustrennen. Nicht an den Glassplittern schneiden! Evtl. muss man das kleine flache Klebeband lösen und das mittige Folienkabel vom alten an das neue Display montieren.
Achtung auch, dass die 4 Pogo-Pins für die Dockingstation nicht verbiegen oder abbrechen.
Das Klebeband sollte am Rahmen bleiben. Sorgfältig alle Glassplitter entfernen, sonst passt das neue Display nicht bündig hinein und steht über.
Auf dem rechten Bild sieht man die abgepopelten Glassplitter. Das doppelseitige Klebeband ist extrem dünn. Ich wusste nicht, wo ich so etwas kaufen kann, also wollte ich das vorhandene Klebeband weiter benutzen. Nach dem Aufwand, den ich da treiben musste, ist meine Empfehlung: lieber ein montiertes Display mitsamt Bezel fertig geklebt kaufen. Ich habe mehr als eine Stunde gebraucht, bis ich alle Glassplitter vom Klebeband gelöst hatte.
Danach das neue Display in den Rahmen einsetzen und andrücken. Zuerst das äußere Folienkabel (mit dem Doppelstecker) vorsichtig durch die Bezel stecken, danach an einer Ecke anfangen, anzudrücken. Es sitzt recht stramm, nicht zu stark, sonst ist das neue Display auch gleich wieder kaputt.
Dann auf einer weichen Unterlage das Mainboard montieren. Das mittige Kabelchen durch den Schlitz im Mainboard stecken. Ein paar Schrauben hineindrehen, damit das Mainboard richtig sitzt, dann die Folienstecker montieren und bei dem Doppelstecker die Arretierung wieder andrücken. Vorsichtig! Wenn so ein Folienkabel zu stark gebogen oder gar geknickt wird, können die Leiterbahnen kaputt gehen, dann war alles umsonst.
Als letztes das Akkukabel andrücken, alle restlichen Schrauben einsetzen und den Deckel wieder aufdrücken. Auf die Orientierung achten, sonst gibt es kein NFC und die seitlichen Schalter sind an der falschen Stelle ;)
Danach hatte ich erstmal Stress, weil beim Anschließen des Ladekabels das Display nur kurz aufblitzte und gleich wieder ausging. Auseinanderbauen, alles kontrollieren ... beim nächsten Versuch genauso. Auch nach 15 min. Laden wurde es nicht besser. Also Tante Google fragen. Mögliche Lösung: das USB-Netzteil an meinem Bastelarbeitsplatz ist zu schwach, das Nexus-7-Ladegerät hat 2 A.
Also Tablet und Kabel zum anderen Ladegerät gebracht (nur 1 A, aber einen Versuch ist es ja wert), ein paar Minuten laden lassen, und tatsächlich: das Gerät lässt sich einschalten und funktioniert wieder.
Juhu!
Ab jetzt bekommen meine Kinder wieder Bauklötze geschenkt und Murmelbahnen, aber keine elektronischen Geräte mehr! Da muss man ja dauernd reparieren.
Dummerweise hat er es schon wenige Tage später gedankenlos schräg auf einen vorhandenen Stapel voller Unordnung gelegt und bei einer Erschütterung ist es zu Boden gefallen.
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| Nexus 7 Display kaputt |
Auf dem Bild sieht man das zerlegte Display nach dem Entfernen des dünnen Rahmens. Beim Zerlegen sind noch ein paar Risse dazugekommen, aber es ist deutlich zu sehen: da ist nix mehr zu wollen.
Üble Sache, zumal auch bei diesem Modell von Asus (im Auftrag von Google) der eigentliche Touchscreen, der sogenannte Digitizer, und das LCD flächig miteinander verklebt sind. Man kann zwar jedes der Bauteile einzeln bei ebay kaufen, aber die Trennung und das Zusammenbauen ohne Luftblasen dazwischen werden nur Profis gelingen.
Dank ebay ist es aber problemlos möglich, international einzukaufen, und so habe ich bei einer Firma in Hongkong ein fertig zusammengesetztes Display mitsamt Digitizer für 89 Dollar gefunden (knapp 60 Euro). Für versicherten Eiltransport hab ich nochmal 10 Dollar hingeblättert, und heute kam ein extrem gut verschnürtes Päckchen bei mir an. Wow.
Eigentlich ist ein Tablet, das neu 199 Euro kostet, mit einem defekten Display ein Totalschaden. Bei meinen früheren Recherchen (das Tablet lag einige Wochen defekt herum) hab ich nur komplette Displays für 120 bis 160 Euro gefunden. Da ist ein Display in "Erstausrüsterqualität" für 89 Dollar natürlich ein totales Schnäppchen. Ich hab ernsthafte Probleme, ein Gerät, das mir lieb geworden ist, zum Elektronikschrott zu geben, wenn es Chancen auf eine Reparatur gibt.
Freundlicherweise gibt es wie für alles im Leben praktische Lebenshilfe bei Youtube, d.h. Videos, in denen man Schritt für Schritt sehen kann, was gemacht werden muss, und worauf man achten muss.
Das Zerlegen des Nexus 7 ist ein bißchen kniffliger als die Reparatur des S2 neulich. Asus arbeitet mit deutlich mehr Klebeband, und nach dem zweiten Zerlegen wird das sicherlich nicht mehr gut halten.
Den Deckel kann man mit den Fingernägeln rundherum abheben und beiseite legen. Danach muss man als erstes sehr vorsichtig das Kabel zum Akku aus dem Sockel schieben, und zwar in die Richtung, in die die Kabel zeigen. Abwechselnd am linken und rechten Ende flach aus der Buchse schieben, z.B. mit einem feinen Schraubenzieher.
Danach das schwarze Klebeband lösen und das Folienkabel möglichst nicht aus der Fassung ziehen, es ist sehr schwierig wieder einzubauen.
Dann müssen drei Stecker zum Display gelöst werden. Ein einzelner wird nach oben abgehoben, und ein Doppelstecker mit einem Folienkabel (am Außenrand) kann herausgezogen werden, nachdem die Arretierung an den beiden Buchsen gelöst ist.
Das Mainboard ist mit 15 bis 18 Schrauben fixiert (je nach Video werden unterschiedliche Zahlen genannt). Auch unter dem Klebeband bei der Kopfhörerbuchse schauen ;). Es gibt helle und dunkle Schrauben; die dunklen sind etwas länger. Merken, wo die waren!
Jetzt kann das Mainboard abgehoben werden, auch hier ist wieder doppelseitiges Klebeband am Werk, also sehr vorsichtig auseinander ziehen. Evtl. mit dem Fön erwärmen, damit es leichter geht.
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| Nexus 7 Bezel ohne Display |
Achtung auch, dass die 4 Pogo-Pins für die Dockingstation nicht verbiegen oder abbrechen.
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| Displayreste |
Auf dem rechten Bild sieht man die abgepopelten Glassplitter. Das doppelseitige Klebeband ist extrem dünn. Ich wusste nicht, wo ich so etwas kaufen kann, also wollte ich das vorhandene Klebeband weiter benutzen. Nach dem Aufwand, den ich da treiben musste, ist meine Empfehlung: lieber ein montiertes Display mitsamt Bezel fertig geklebt kaufen. Ich habe mehr als eine Stunde gebraucht, bis ich alle Glassplitter vom Klebeband gelöst hatte.
Danach das neue Display in den Rahmen einsetzen und andrücken. Zuerst das äußere Folienkabel (mit dem Doppelstecker) vorsichtig durch die Bezel stecken, danach an einer Ecke anfangen, anzudrücken. Es sitzt recht stramm, nicht zu stark, sonst ist das neue Display auch gleich wieder kaputt.
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| Nexus 7 Mainboard |
Als letztes das Akkukabel andrücken, alle restlichen Schrauben einsetzen und den Deckel wieder aufdrücken. Auf die Orientierung achten, sonst gibt es kein NFC und die seitlichen Schalter sind an der falschen Stelle ;)
Danach hatte ich erstmal Stress, weil beim Anschließen des Ladekabels das Display nur kurz aufblitzte und gleich wieder ausging. Auseinanderbauen, alles kontrollieren ... beim nächsten Versuch genauso. Auch nach 15 min. Laden wurde es nicht besser. Also Tante Google fragen. Mögliche Lösung: das USB-Netzteil an meinem Bastelarbeitsplatz ist zu schwach, das Nexus-7-Ladegerät hat 2 A.
Also Tablet und Kabel zum anderen Ladegerät gebracht (nur 1 A, aber einen Versuch ist es ja wert), ein paar Minuten laden lassen, und tatsächlich: das Gerät lässt sich einschalten und funktioniert wieder.
Juhu!
Ab jetzt bekommen meine Kinder wieder Bauklötze geschenkt und Murmelbahnen, aber keine elektronischen Geräte mehr! Da muss man ja dauernd reparieren.
04.08.2013
FrankenS(2)tein - Zweiter Teil - Cyanogenmod
Da war also nun wieder ein funktionsfähiges Galaxy S2. Juhu.
Aber mit Branding von 1&1 und mit Android 2.3.5. Brrr.
Also das übliche Vorgehen: Rooten, CWM, Cyanogenmod.
Da Samsung nicht sehr freigiebig mit Informationen über den Exynos-Chip ist, funktionieren manche Dinge nicht oder schlecht. Der TV-Ausgang und das UKW-Radio sind nicht funktionsfähig und USB ist langsamer als mit dem Samsung-ROM. Diese Dinge waren mir aber nicht so wichtig, deshalb bin ich auf CM gewechselt, statt das Samsung-ROM 4.1.2 zu flashen.
Vor den Erfolg hat das fliegende Spaghetti-Monster aber den Fleiß und ein Problem gesetzt: das Handy wurde vom PC nicht erkannt, damit war also das Aufspielen von Software mit Odin oder Kies utopisch.
Genauer: am Handy wurde gemeldet: "MTP-Verbindung gestartet". Am PC aber erschien überhaupt keine Meldung.
Erster Verdacht: ein Hardware-Defekt.
Also der Versuch, den USB-Träger gegen eine andere Platine austauschen. Handy nochmals komplett demontieren, austauschen und wieder zusammen bauen.
Hilft aber nicht.
Was nun?
Nochmal Hardware tauschen? Dazu müsste ich erst ein Ersatzteil bestellen, soviel Vorrat hab ich dann doch nicht zuhause 'rumliegen ;)
Noch ein bißchen mit Google suchen ("PC erkennt Galaxy S2 an USB nicht") fördert Erstaunliches zutage: die USB-Schnittstelle am Handy kann man mit MMI-Befehlen umprogrammieren. Das ist doch vielleicht ein Hoffnungsschimmer.
Mit der Installation der Treiber von Samsung ist alles geregelt, Kies und Odin sehen das S2 korrekt. Auch das Umschalten in den Debug-Modus ("Samsung ADB device") funktioniert.
Wichtig: das funktioniert nur mit dem originalen Samsung-ROM, mit CyanogenMod nicht (mehr).
Der Rest ist schnell erzählt: mit Odin einen gerooteten Kernel mitsamt Custom Recovery geflasht (sogar einen richtig coolen mit Touch-Bedienung!), CyanogenMod 10.1 nightly heruntergeladen (für das S2 gibt es derzeit keine stable, im Gegensatz zum i9000) und zack, schon hat das S2 das fast noch aktuelle Android 4.2.2 vom Dezember 2012.
Puh, das ging zu schnell. Also nochmal im Einzelnen:
Im eigenen Telefon nachschauen, welcher Kernel verwendet wird.
Menü ->
Einstellungen ->
Über das Telefon ->
Baseband-Version
Dort steht dann so etwas ähnliches wie "i9100XXLS8". Davon sind nur die letzten drei Stellen wichtig.
Einen möglichst genau passenden Root-Kernel hier suchen. Wenn "LS8" nicht in der Liste auftaucht, kann man einen nah benachbarten verwenden, also LS7, LS9 o.ä. Ich empfehle eher, einen leicht späteren zu nehmen, wenn die Version nicht exakt passt.
Handy möglichst komplett aufladen, damit keine unangenehmen Überraschungen passieren.
Diesen Kernel runterladen, S2 in den Odin-Modus versetzen und als "PDA" flashen.
Danach S2 in den Recovery-Modus booten und CM flashen.
Upps, schon wieder zu schnell. Hier langsamer mit mehr Details:
Also:
Den Button "PDA" anklicken und die heruntergeladene Datei auswählen (Dateiname endet mit .tar oder .tar.md5).
Auf Start klicken und nix mehr anfassen, bis das Telefon erfolgreich neu gestartet wurde und in Odin in grün "PASS" angezeigt wird.
Jetzt die gewünschte CyanogenMod-Version herunterladen, die dazu passenden Google-Apps nicht vergessen (wichtig, genau die Google-Apps auswählen, die zur Android-Version passen!) und alles auf die interne SD-Karte überspielen.
Jetzt das Handy nochmals ausschalten und im Recovery-Modus starten.
Gleichzeitig Lautstärke-Hoch, Home und Einschaltknopf drücken.
[Update 20140815: Bilder plötzlich defekt]
Aber mit Branding von 1&1 und mit Android 2.3.5. Brrr.
Also das übliche Vorgehen: Rooten, CWM, Cyanogenmod.
Da Samsung nicht sehr freigiebig mit Informationen über den Exynos-Chip ist, funktionieren manche Dinge nicht oder schlecht. Der TV-Ausgang und das UKW-Radio sind nicht funktionsfähig und USB ist langsamer als mit dem Samsung-ROM. Diese Dinge waren mir aber nicht so wichtig, deshalb bin ich auf CM gewechselt, statt das Samsung-ROM 4.1.2 zu flashen.
Vor den Erfolg hat das fliegende Spaghetti-Monster aber den Fleiß und ein Problem gesetzt: das Handy wurde vom PC nicht erkannt, damit war also das Aufspielen von Software mit Odin oder Kies utopisch.
Genauer: am Handy wurde gemeldet: "MTP-Verbindung gestartet". Am PC aber erschien überhaupt keine Meldung.
Erster Verdacht: ein Hardware-Defekt.
Also der Versuch, den USB-Träger gegen eine andere Platine austauschen. Handy nochmals komplett demontieren, austauschen und wieder zusammen bauen.
Hilft aber nicht.
Was nun?
Nochmal Hardware tauschen? Dazu müsste ich erst ein Ersatzteil bestellen, soviel Vorrat hab ich dann doch nicht zuhause 'rumliegen ;)
Noch ein bißchen mit Google suchen ("PC erkennt Galaxy S2 an USB nicht") fördert Erstaunliches zutage: die USB-Schnittstelle am Handy kann man mit MMI-Befehlen umprogrammieren. Das ist doch vielleicht ein Hoffnungsschimmer.
*#9090# eingeben und Log Via UART anklicken. Danach den Home-Button drücken.Also recht mutig die beiden Befehle in die Telefon-Anwendung eingegeben, danach mit dem USB-Kabel wieder an den PC, und ... Juhu, es klappt! Das S2 wird wieder erkannt.
Dann wieder in der Telefon-App *#7284# eintippen und bei UART auf Modem, bei USB auf PDA stellen.
Dann den Home-Button drücken.
Telefon neustarten.
Dann sollte das Gerät wieder erkannt werden
Mit der Installation der Treiber von Samsung ist alles geregelt, Kies und Odin sehen das S2 korrekt. Auch das Umschalten in den Debug-Modus ("Samsung ADB device") funktioniert.
Wichtig: das funktioniert nur mit dem originalen Samsung-ROM, mit CyanogenMod nicht (mehr).
Der Rest ist schnell erzählt: mit Odin einen gerooteten Kernel mitsamt Custom Recovery geflasht (sogar einen richtig coolen mit Touch-Bedienung!), CyanogenMod 10.1 nightly heruntergeladen (für das S2 gibt es derzeit keine stable, im Gegensatz zum i9000) und zack, schon hat das S2 das fast noch aktuelle Android 4.2.2 vom Dezember 2012.
Puh, das ging zu schnell. Also nochmal im Einzelnen:
Im eigenen Telefon nachschauen, welcher Kernel verwendet wird.
Menü ->
Einstellungen ->
Über das Telefon ->
Baseband-Version
Dort steht dann so etwas ähnliches wie "i9100XXLS8". Davon sind nur die letzten drei Stellen wichtig.
Einen möglichst genau passenden Root-Kernel hier suchen. Wenn "LS8" nicht in der Liste auftaucht, kann man einen nah benachbarten verwenden, also LS7, LS9 o.ä. Ich empfehle eher, einen leicht späteren zu nehmen, wenn die Version nicht exakt passt.
Handy möglichst komplett aufladen, damit keine unangenehmen Überraschungen passieren.
Diesen Kernel runterladen, S2 in den Odin-Modus versetzen und als "PDA" flashen.
Danach S2 in den Recovery-Modus booten und CM flashen.
Upps, schon wieder zu schnell. Hier langsamer mit mehr Details:
Also:
- Handy ausschalten
- Gleichzeitig Lautstärke-Runter, Home und Einschaltknopf drücken.
- Erst loslassen, wenn das gelbe Dreieck erscheint.
- Mit "Lautstärke hoch" bestätigen, dass ein Download gewünscht ist.
- Das Handy mit dem USB-Kabel anschließen.
- Odin starten (ich verwende Odin 1.85).
Den Button "PDA" anklicken und die heruntergeladene Datei auswählen (Dateiname endet mit .tar oder .tar.md5).
Auf Start klicken und nix mehr anfassen, bis das Telefon erfolgreich neu gestartet wurde und in Odin in grün "PASS" angezeigt wird.
Jetzt die gewünschte CyanogenMod-Version herunterladen, die dazu passenden Google-Apps nicht vergessen (wichtig, genau die Google-Apps auswählen, die zur Android-Version passen!) und alles auf die interne SD-Karte überspielen.
Jetzt das Handy nochmals ausschalten und im Recovery-Modus starten.
Gleichzeitig Lautstärke-Hoch, Home und Einschaltknopf drücken.
- Wipe Data
- Wipe Cache
- Advanced -> Wipe Dalvik Cache
- Install ZIP from internal SD card
- CM-10.1-2013mmdd.zip auswählen
- Install ZIP from internal SD card
- gapps-2012mmdd.zip auswählen.
- Reboot now
- Starten
- Warten (wie üblich einige Zeit beim ersten Start)
- Freuen
[Update 20140815: Bilder plötzlich defekt]
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