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25.11.2025

Lenovo M600 BIOS update without Windows (en)

Some time ago I picked up a mini-PC as a bargain for 25 €, which I use from time to time for experiments. The device has a Celeron N3010 at 1 GHz, so it’s at the lower limit for using a Linux desktop. Windows definitely isn’t fun on this little box.

But with 4 or 8 GB of RAM (in a SODIMM format like a laptop) and an SSD (unfortunately only SATA, no M.2) the little box is tolerable for a small home‐server for automation or as a Pi-Hole for global ad-blocking — after all it doesn’t always have to be a Raspberry Pi :-)

At some point I happened to notice that on the Lenovo website there is a BIOS update. My PC had version 50, and I could update to version 68A. As an old update-junkie I naturally have to actually do this :-)

Well, the update is offered as a Windows file, so I would need Windows on the PC. As alternatives there is an ISO file and a file that works under FreeDOS. Read that right: there are enthusiasts who maintain DOS, and FreeDOS is a free variant of MS-DOS, even with network support, and in the “full” variant there are also apps, including even GNU’s wget.

The ISO file can be written to a USB stick under Linux using the command dd. That option didn’t work for me; the USB stick refused to boot.

The other option then was to create a USB stick with FreeDOS. That too didn’t work at first, but for a different reason: I had first downloaded a trial image of FreeDOS that works with a boot diskette in a RAM‐disk and doesn’t let the USB stick be visible from within DOS. I had copied the Lenovo files onto the USB stick, but with that FreeDOS I could not access the USB stick. So another attempt …

The solution: Download the Install file for FreeDOS (full or lite version makes no difference), create a USB stick with it (again with dd), and then copy the files from Lenovo for the BIOS update onto the USB stick (of course adjust /dev/sdb as your device!).

unzip FD14-LiteUSB.zip dd if=FD14LITE.img of=/dev/sdb status=progress bs=4M mkdir -p /mnt/usb mount /dev/sdb1 /mnt/usb unzip m00jt68usa.zip -d /mnt/usb/m600

With this bootable USB stick you can then update the BIOS. Plug the USB stick into the PC and immediately after switching on, while “Lenovo” is displayed, press F12 so that the boot-device selection options appear. Lenovo recommends resetting all settings in the BIOS to “Default” before the update. Also you should check that “Legacy Boot” with the “CSM” is turned on, otherwise the USB stick will not be displayed in the boot menu.

After booting the PC looks like 40 years ago with a DOS prompt in text mode.

cd m600 autoexec.bat

24.11.2025

Lenovo M600 BIOS-Update ohne Windows

Vor einiger Zeit habe ich mir für 25 € einen Mini-PC als Schnäppchen zugelegt, mit dem ich ab und zu experimentiere. Das Gerät hat einen Celereon N3010 mit 1 GHz und ist damit an der unteren Grenze, um einen Linux-Desktop zu verwenden. Windows macht auf diesem Kistchen definitiv keinen Spaß. Aber mit 4 oder 8 GB RAM (mit einem RAM-Riegel im Format SODIMM wie Laptops) und einer SSD (leider nur SATA, kein M.2) ist das Kistchen erträglich für einen kleinen Heimserver für Automation oder als Pi-Hole für eine globale Werbeblockade - es muss ja nicht immer ein Raspi sein :-)

Irgendwann fiel mir zufällig auf, dass es auf der Lenovo-Website ein BIOS-Update gibt. Mein PC hatte die Version 50, und ich könnte auf Version 68A updaten. Als alter Update-Junkie muss ich das natürlich tatsächlich tun :-)

Tja, das Update wird als Windows-Datei angeboten, ich müsste also ein Windows auf dem PC haben. Als Alternativen gibt es eine ISO-Datei und eine Datei, die unter FreeDOS funktioniert. Richtig gelesen: es gibt Enthusiasten, die DOS pflegen, und FreeDOS ist eine freie Variante von MS-DOS, sogar mit Netzwerkunterstützung, und bei der "vollen" Variante gibt es auch Apps, darunter sogar das wget von GNU.

Die ISO-Datei kann man unter Linux mit dem Befehl dd auf einen USB-Stick schieben. Diese Option hat bei mir nicht funktioniert, der USB-Stick wollte nicht booten.

Die andere Option war dann, einen USB-Stick mit FreeDOS zu erstellen. Auch das hat zuerst nicht funktioniert, aber aus einem anderen Grund: ich hatte mir zuerst ein Probier-Image von FreeDOS heruntergeladen, das mit einer Bootdiskette in einer RAM-Disk arbeitet und den USB-Stick im laufenden DOS nicht sichtbar macht. Ich hatte die Lenovo-Dateien auf den USB-Stick kopiert, aber ich konnte mit diesem FreeDOS nicht auf den USB-Stick zugreifen. Also neuer Versuch ...

Die Lösung: die Installationsdatei für FreeDOS herunterladen (full oder lite macht keinen Unterschied), damit einen USB-Stick erzeugen (auch wieder mit dd) und dann die Dateien von Lenovo für das BIOS-Update auf den USB-Stick kopieren (/dev/sdb natürlich anpassen!).

unzip FD14-LiteUSB.zip dd if=FD14LITE.img of=/dev/sdb status=progress bs=4M mkdir -p /mnt/usb mount /dev/sdb1 /mnt/usb
unzip m00jt68usa.zip -d /mnt/usb/m600 

Mit diesem bootfähigen USB-Stick lässt sich dann das BIOS updaten. Den USB-Stick an den PC anschließen und sofort nach dem Einschalten, solange "Lenovo" angezeigt wird, die Taste F12 drücken, damit die Auswahl des Bootgeräts möglich ist. Lenovo empfiehlt, vor dem Update im BIOS alle Einstellungen auf "Default" zurückzusetzen. Außerdem sollte man kontrollieren, dass "Legacy Boot" mit dem "CSM" eingeschaltet ist, sonst wird der USB-Stick nicht im Bootmenü angezeigt. Nach dem Booten sieht der PC aus wie vor 40 Jahren mit einem DOS-Prompt im Textmodus.

cd m600 autoexec.bat

06.09.2023

LineageOS mal wieder - nach langer Zeit

Lange Zeit war es still um die Installation von Custom ROMs auf meinen Handys ... jetzt hatte ich mal wieder Lust und Gelegenheit und ein abgelegtes Handy, für das es ein offizielles LineageOS-ROM gibt.

Vor langer Zeit war Motorola mal im Besitz von Google, und aus dieser Zeit resultieren immer noch einige erfreuliche Leistungen und Features, die die Handys von Motorola auszeichnen. Zugegeben, die Update-Politik könnte besser sein. Ob das mit dem späteren Verkauf an Lenovo zusammenhängt und Lenovo dadurch sparen will, ist schwer zu sagen. Die Geräte bekommen derzeit im Schnitt nur alle zwei Monate ein Update und nicht jeden Monat pünktlich am 5. wie die Google-Pixel-Modelle. Mein letztes Update ist das vom Juli, und ich erwarte das September-Update so ungefähr zu meinem Geburtstag :-)

Trotzdem gefallen mir die Modelle von Motorola ziemlich gut - ich habe mich auf die Mittelklasse eingeschossen, die "G"-Modelle (ich liebäugele aber durchaus als nächstes mit einem Edge 30 Ultra ...). Derzeit verwende ich ein "G200 5G" (auch wenn es in Berstadt derzeit noch kein 5G gibt), das es bei Amazon als B-Ware-Schnäppchen gab. Das vorherige Modell war ein "G 5G plus" und hatte nur 4 GB RAM. Das machte sich bei der Benutzung deutlich bemerkbar. Beim Wechseln zwischen Apps hakte es deutlich, und die Speicherverwaltung hat sehr oft Apps komplett aus dem Speicher entfernt, so dass beim Wechseln ein Neustart der App nötig war. Die Kamera ist bei allen Modellen ziemlich gut, auf jeden Fall ausreichend für meine Schnappschüsse. Die Bedienung und die zusätzlichen Gesten, die die Motorola-Geräte anbieten, finde ich enorm praktisch, und das Android ist nahezu identisch zum Original von Google - es gibt keine aufgeblähten Aufsätze wie bei Samsung oder Xiaomi oder zwangsinstallierte Software von Facebook, LinkedIn o.ä., die man nicht entfernen kann, ohne das Gerät zu "rooten" und dadurch die Gewährleistung zu riskieren.

Für das G 5G plus ("nairo") ist a) der Update-Support abgelaufen und b) es gibt ein offizielles LineageOS-ROM für dieses Modell. Was also liegt näher, als es mal wieder zu wagen?

Im Nachhinein bin ich etwas verärgert, dass Motorola keine Updates mehr für dieses Modell liefert. Da ich selbst als Software-Entwickler mit ziemlich modernen Werkzeugen arbeite und insbesondere viel mit automatischer Erstellung und Prüfung von Softwarepaketen zu tun habe, verwundert mich die Entscheidung, keine Updates mehr zu liefern. Die meisten Updates für Android werden von Google zugeliefert und können nahezu vollautomatisch integriert werden. Danach ein Update-Paket zu erstellen und auszuliefern, ist dann nur noch eine Sache von wenigen Minuten. Seit Jahren geht durch die Presse, wie gefährlich Cyber-Angriffe sind, und dass Updates die wichtigste Gegenmaßnahme sind - und trotzdem beharren Hersteller auf absurd kurzen Zeiträumen für die Bereitstellung von aktuellen Updates gegen Sicherheitslücken.

Es gibt ein paar wenige Situationen, in denen es plausibel ist, dass keine Updates mehr geliefert werden. Ein solcher Fall ist, dass sich ein Hardwarehersteller aus dem Geschäft mit Chips für Smartphones vollständig aus dem Geschäft zurückzieht. So geschehen bei Texas Instruments, die den CPU-Chip für das Samsung Galaxy Nexus geliefert haben. Danach gab es keine Updates mehr für die integrierten Module wie Bluetooth, WLAN, Kamera etc., die alle als Binärpakete von TI zugeliefert wurden.

Aber zurück zum eigentlichen Thema :-)

Spoiler: alles lief wunderbar geschmeidig - einfach der Schritt-für-Schritt-Anleitung bei LineageOS folgen. Jetzt hat das G 5G plus ein neues Leben mit Android 13 und monatlichen Updates :-)

  1. Entwicklereinstellungen freischalten (7x auf "Build Datum" tippen)
  2. Bootloader in den Entwicklereinstellungen entsperren ("OEM unlock")
  3. USB-Debugmodus einschalten und "vertrauenswürdiges Gerät" bestätigen
  4. Gerät mit USB-C-Datenkabel an den PC anschließen (sowohl Linux als auch Windows auf dem PC sind möglich)
  5. Im Fastboot-Modus den Code mit dem Befehl "fastboot oem get_unlock_data" abfragen
  6. Den Code auf dieser Motorola-Webseite eingeben. Nicht die Weiterleitung nach Deutschland anklicken, sondern die US-Seite verwenden (man muss sich dazu mit einer Emailadresse als Benutzer registrieren oder das Login mit Google verwenden)
  7. Auf die Email von Motorola warten (10 min.)
  8. Im Fastboot-Modus das Handy mit dem Befehl "fastboot oem unlock <Code>" und dem Code aus der Email entsperren
  9. Immer noch im Fastboot-Modus das LineageOS-Recovery installieren
  10. Bootloader neu starten
  11. Kopierskript für die A/B-Partitionen mit "adb sideload" starten
  12. Recovery starten (Bedienung mit Touchscreen möglich, nicht nur mit den Tasten)
  13. Speicher formatieren
  14. LineageOS-ROM mit "adb sideload" installieren (die Datei mit "-nairo-signed.zip" am Ende)
  15. MindTheGApps mit "adb sideload" installieren (die OpenGApps werden nicht mehr gepflegt)
  16. Neu starten
  17. Handy einrichten wie üblich

24.09.2019

"Die Expertin" schreibt in der WZ über lästige Updates - Leserbrief

Die WZ hat am Samstag einen Stellenmarkt, und auf der Frontseite gibt es Glossen mit Tipps über alle möglichen Themen. Letzten Samstag erschien dort eine Glosse, in der ein Karriere-Coach sich darüber auslässt, wie lästig und unnötig Softwareupdates seien. Ich sah rot ...
[veröffentlicht am 24.09.19]

Leserbrief zur Glosse "Die Expertin"
In der Samstagsausgabe gibt es in der Rubrik "Stellenmarkt" eine Glosse mit dem Titel "Die Expertin".
Dort verfasste Tjalda Hessling am 07.09. einen Beitrag über lästige Updates auf ihrem Smartphone.
Der gesamte Inhalt dieses Beitrags zeigt nur eins: Frau Hessling mag eine Expertin auf vielen Gebieten sein, aber sie ist sicherlich nicht kompetent, über Sicherheit von Smartphones oder Computern zu schreiben.
Durch den ganzen Artikel zieht sich der Widerwillen gegen Updates, gepaart mit der schrägen Behauptung, dass bei Updates jedes Mal Geburtsdatum, Emailadresse oder andere persönliche Daten abgefragt werden. Das Gegenteil ist der Fall. Die Updates für das Betriebssystem kommen vom Hersteller des Smartphones, die Updates für Programme aus dem Appstore oder Playstore. Dort wird ganz sicher nicht (mehr) nach persönlichen Daten gefragt - die Nutzung geschieht mit dem angemeldeten Konto des Besitzers ohne weitere Nachfragen. Solche neugierigen Fragen könnten durchaus von einem Trojaner stammen, der durch ein nicht upgedatetes Handy ein bequemes Einfallstor ins Telefon gefunden hat.
Im Gegensatz zu Frau Hessling arbeite ich seit vielen Jahren in der Branche und bin überzeugt davon, dass regelmäßige Updates das wichtigste Bollwerk gegen Schadsoftware sind, und zwar noch weit vor der Nutzung eines Antivirusprogramms.
Die Nichtanwendung von Updates führt dazu, dass das Smartphone zur tickenden Zeitbombe wird, die mit zunehmendem Alter immer anfälliger gegen Viren und Trojaner sind.
Kürzlich tickerte eine Meldung durch die einschlägigen Nachrichtenportale, dass es Sicherheitslücken beim iPhone gibt, die beim schlichten Besuch einer Webseite das Gerät infizieren können.
Es ist wichtig, nicht nur beim Smartphone, sondern auch beim heimischen PC, dass die Programme und das Betriebssystem, sei es Windows, Linux, Android oder Apple iOS, immer so aktuell wie möglich gehalten werden. Es ist deswegen auch ratsam, beim Kauf eines Gerätes in die Entscheidung mit einzubeziehen, ob und wie oft Updates geliefert werden. Apple ist hier erfreulich zuverlässig, langfristig (3 bis 5 Jahre) Updates auch für ältere Geräte zu liefern. Bei Android sieht es leider schlimm aus: hier stechen nur wenige Hersteller positiv heraus, und auch das nur für ausgewählte Geräte. Leider kalkulieren die Handyhersteller gerade im preiswerten Segment ohne Updatekosten. Hier kauft man ein Gerät, das im Laufe seines Lebens nie wieder ein Update erhalten wird. Man sollte lieber ein klein wenig mehr Geld ausgeben für die Gewissheit, dass kein Bankingtrojaner heimlich Daten abgreift oder Überweisungen manipuliert. Halbwegs regelmäßig liefern nach eigenen Erfahrungen Google (für die hauseigenen Pixelmodelle), Samsung, Motorola und Nokia Updates aus. Fragen Sie vor dem Kauf eines bestimmten Modells!
Für Frau Hessling habe ich zum Schluss die Empfehlung, dass sie sich bei ihren Glossen auf die Themen beschränken sollte, für die sie tatsächlich kompetent ist. Mit solchen merkwürdigen Seitensprüngen gefährdet sie alle Smartphone-Besitzer, die ihre Ausführungen für bare Münze nehmen und nun auf Updates verzichten wollen.

30.08.2019

Motorola Moto X (2014) auf Android 9 updaten

Nach längerer Zeit wollte ich mal wieder ein älteres Smartphone, das bei mir noch im Regal lag, mit einem aktuellen Custom ROM versehen. Das Moto X in der 2. Generation ist für mich immer noch ein tolles Gerät - es hat 32 GB Speicher, einen guten Bildschirm mit AMOLED und HD-Auflösung (1920x1080) und ist selbst für heutige Verhältnisse sehr schnell und somit für alle Alltagszwecke gut nutzbar. Die Kamera schießt gute Fotos mit 13 MP. Es wird angetrieben von einem Snapdragon 801 mit 2.5 GHz, hat einen Adreno 330 Grafikchip, 2 GB Arbeitsspeicher, den aktuellen WLAN-Standard 11ac, sowie alle LTE-Bänder für Deutschland (800, 1800, 2600 MHz).

Leider ist die Organisation hinter LineageOS recht rabiat geworden, was den offiziellen Status für bestimmte Smartphones angeht. So ist z.B. mein nach wie vor geliebtes Samsung Galaxy Nexus schon mit Android 6 entfernt worden, und auch beim Moto X sieht es nicht besser aus. Sobald ein Fehler beim Erstellen des Pakets oder bei der Benutzung gemeldet wird und der "Maintainer", d.h. der offizielle Betreuer dieses Modells, den Fehler nicht innerhalb kürzester Zeit behebt, wird das Gerät aus der Liste der offiziellen Modelle entfernt.

So auch geschehen beim LG G4, bei dem die Verschlüsselung nicht (mehr) richtig funktioniert, weil LG ein notwendiges Firmwareupdate für dieses alte Modell nicht mehr liefern will oder kann. Selbst wenn man willens wäre, das Gerät ohne Verschlüsselung zu benutzen (z.B. zuhause als Media Player), gibt es keine Chance, hier ein offizielles signiertes LineageOS-Paket zu bekommen. Oder beim Nexus 5, bei dem es ein Problem mit Telefonieren über Bluetooth gibt, das die Maintainer nicht in den Griff bekommen.

In diesem Fall muss man leider auf "unofficial builds" ausweichen und hoffen, dass das Vertrauen in den Ersteller des Pakets nicht missbraucht wird, und man sich vielleicht einen Trojaner einfängt.

Nun denn, ich war mutig, und eine kurze schnelle Google-Suche brachte zutage, dass es wirklich für das Moto X (Codename "victara") ein inoffizielles Paket des aktuellen Android 9 "Pie" gibt.

Update: Lineage hat einen offiziellen Betreuer gefunden und die aktuelle Version 9 "Pie", also LineageOS 16.0, ist für das Moto X2 "victara" wieder von der Website der Organisation verfügbar. Das verbessert die Situation natürlich beträchtlich.

Das Custom Recovery "TWRP" wird für dieses Modell ebenfalls noch gepflegt, man kann also nach dem Entsperren über die Motorola-Website problemlos mit Fastboot ein Custom Recovery aufspielen und danach ein Custom ROM. Wenn man sich mit Google ins Bett legen will, kann man natürlich auch die Open GApps noch mit installieren (die 9.0 ARM 32 Bit Variante "stock" herunterladen). Für das Rooten des Geräts bietet sich mittlerweile "Magisk" an, das sich auch vor kritischen Apps wie Pokemon GO oder Banking-Apps verbergen kann.

Wenn man die GApps haben will, muss man sie direkt nach dem Flashen des Custom ROMs installieren, bevor man zum ersten Mal neu mit LineageOS bootet. Tut man das nicht, fehlen den Google Apps einige Berechtigungen, was man daran erkennt, dass die "Play Services" sich permanent beenden und nicht richtig funktionieren. Falls das passiert ist, muss man im Recovery mit "Wipe" alle Nutzerdaten löschen, ROM und GApps hintereinander in einem Rutsch flashen und das Telefon nochmals neu aufsetzen.

Bei den GApps gibt es verschieden große Varianten mit mehr oder weniger Inhalt. Das Minimalpaket ist "pico" und enthält nur den Zugang zum Playstore. Jede "größere" Variante enthält mehr und mehr Google Apps, auch solche, die man vielleicht nicht haben will oder gar nicht benötigt. Es ist trotzdem sinnvoller, eines der "großen" Pakete wie "stock" zu verwenden und mit einer Konfigurationsdatei die Apps zu entfernen, die man nicht haben will. Wenn man die Apps über den Playstore einzeln installiert, belasten sie den Benutzerteil des Speichers; wenn man sie mit dem GApps-Paket installiert, landen sie in der Systempartition und man hat mehr Speicherplatz für Bilder und Musik frei.

Bevor man das ROM überspielt, sollte man aber tunlichst noch das letzte offizielle Paket der Motorola-Android-Version herunterladen, das sogenannte "factory image". Das Moto X ist bei Marshmallow, Android 6.0, stehen geblieben, und es gibt einige Seiten, auf denen man das "RETDE"-Paket ("retail german") herunterladen kann. Mit diesem Paket kann man das Smartphone wieder in den Originalzustand versetzen, falls man es doch noch weggeben will und der Käufer kein Custom ROM haben will. Das Moto X (2014), das ich verwende, ist das Modell XT1092 und das letzte aktuelle Paket trägt die Nummer "XT1092_VICTARA_RETDE_6.0_MPES24.49-18-7".

Das erste Starten des Custom ROMs dauert recht lang, weil viele Grundeinstellungen eingerichtet werden müssen. Man sieht also die Bootanimation von LineageOS ca. 5 min. lang, bevor der Einrichtungsassistent loslegt - keine Panik!

Bei mir war der Einrichtungsassistent recht zickig und hat sehr lang gebraucht, um zu erkennen, dass derzeit keine offiziellen Updates vorhanden sind (wie auch). Ich musste das Telefon mehrfach neu starten und es immer wieder probieren. Vielleicht war aber auch nur zu der Zeit mein Internet zu wackelig.

Danach gab es eine unangenehme Überraschung, nämlich, dass die SIM-Karte nicht mehr erkannt wurde. In den Android-Einstellungen war bei den Telefondaten die "IMEI" als "unbekannt" deklariert, d.h. das Telefon wusste nicht, welche Seriennummer es dem Mobilbetreiber nennen müsste, und konnte deshalb auch die SIM-Karte gar nicht benutzen.

Dieses Problem lässt sich aber bei Motorola-Smartphones leicht lösen: man benötigt aus dem Factory-Paket die Dateien für "modem" und "fsg" und mit einigen weiteren Fastboot-Befehlen kann man die IMEI wiederherstellen.
fastboot flash modem NON-HLOS.bin
fastboot erase modemst1
fastboot erase modemst2
fastboot flash fsg fsg.mbn
Diese Befehle sollte man nach dem Überspielen von Custom ROM, GApps und ggfs. Magisk (zum Rooten) im Bootloader (also Fastbootmodus) durchführen, bevor man neu ins Android startet, d.hj. man sollte im TWRP-Recovery nicht "reboot system" auswählen, sondern zuerst ins Hauptmenü wechseln und von dort "Reboot Bootloader" auswählen. Dann kann der Einrichtungsassistent auch die SIM-Karte erkennen und ggfs. über Mobilfunk die Einrichtung beginnen. Alternativ kann man die Befehle jederzeit auch später nachholen, es kann nichts kaputt gehen.

05.12.2018

Flash-Update auf Version 32

Mir fehlen langsam die Worte, wie die Versionsnummern inflationär in Höhen klettern. Google hat es mit Chrome vorgemacht, aus irgendwelchen Gründen macht es Mozilla mit Firefox und Thunderbird nach, und jetzt beschleunigt Adobe die Nummerierung des Flashplayers genauso.

Und weil mir die neuen Worte fehlen, nehme ich immer den alten Blogartikel, nur die Versionsnummern und die Links ändern sich ;)

Einen Hinweis muss ich aber nun doch noch einbauen: ab Ende Januar 2016 gibt es keine freien Downloads der Installationsdateien mehr. Genaue Modalitäten sind noch nicht bekannt, Adobe hat nur bekannt gegeben, dass die Downloadlinks über die "distribution3.html"-Seite nicht mehr zur Verfügung stehen werden und man eine Adobe-ID und eine Business-Lizenz benötige.

Wir sind jetzt schon bei Flash-Version 32 (mittlerweile zählt wohl auch ein Major release nicht mehr zu den besonders erwähnenswerten Ereignissen bei Adobe?). Wer sich selbst auf dem Laufenden halten will, kann das Blog des Security-Teams bei Adobe lesen oder als RSS abonnieren.

Wie üblich in ihrem freundlichen Service-Blog die passende Automation zum Herunterladen und Installieren. Falls ein Proxy verwendet wird, das "rem" bzw. "#" entfernen und eigene Proxy-Adresse eintragen.

Chrome, Edge und Internet Explorer aktualisieren das Flashplugin automatisch.

Besonderer Leserservice (neu): Bitte prüfen Sie hier Ihre aktuelle Adobe Flash-Version. Wer mit NoScript oder ähnlichen Skriptblockern arbeitet, muss 4 bis 5 verschiedene Adobe-Domains genehmigen, dann auf das Puzzle-Symbol klicken und damit Flashinhalte erlauben.

Das Tool wget wird bei Windows noch benötigt wie hier beschrieben. Bei Linux sollte es schon vorhanden sein, da es von vielen anderen Programmen intern verwendet wird.

Für Windows wie üblich beide Varianten, ActiveX und Netscape Plugin (Achtung übrigens, Firefox wird demnächst das NPAPI komplett abschaffen - mal sehen, was Adobe und Flash dann machen).

Die Download-URL hat sich übrigens im Vergleich zu Version 23 leicht geändert, sowohl bei Windows als auch bei Linux.
@echo off
rem set https_proxy=http://192.168.100.100:3128/
set VNP=32.0.0.255
set VAX=
32.0.0.255
set V=32
set H=fpdownload.adobe.com
set P=/get/flashplayer/pdc
set AX=install_flash_player_ax.exe
set NP=install_flash_player.exe
wget https://%H%%P%/%VAX%/%AX% -O flash-%VAX%_ax.exe
.\flash-%VAX%_ax -install
wget https://%H%%P%/%VNP%/%NP% -O flash-%VNP%_np.exe
.\flash-%VNP%_np -install
Für Linux 64 bit rpm (als root ausführen oder "sudo rpm" schreiben) gibt es jetzt auch wieder offiziell dieselbe Version wie für Windows. Eine Zeitlang war Flash für Linux bei Version 11.2 "eingefroren", Adobe hat es sich nun anders überlegt und liefert wieder, obwohl die Zeichen generell auf Untergang stehen - in Google Chrome ist Flash gar nicht mehr enthalten, und die anderen Browser-Hersteller wechseln auf Multimedia in HTML5 statt Flash. Es gäbe auch die Version "PPAPI" zum Herunterladen, das ist die Pluginvariante "Pepper" für das Google-API, ich gebe hier "NPAPI" für das Firefox-API im Skript an.
#!/bin/sh

# https_proxy=http://192.168.100.100:3128/

VL=${1:-
32.0.0.255}
H=fpdownload.adobe.com
PL=/get/flashplayer/pdc/${VL}

DL() { wget -N "$1/$2" -O "$3"; }

echo Linux 64 bit rpm ...
DL https://${H}${PL} \
   flash-player-npapi-${VL}-release.x86_64.rpm \
   flash-${VL}.x86_64.rpm
rpm -F --force flash-${VL}.x86_64.rpm
Der Filename für die 32bit-Variante ist "flash-player-npapi-${VL}-release.i386.rpm".

[20181205: Security Bulletin von Adobe]
[20190108: Security Bulletin von Adobe]
[20190212: Security Bulletin von Adobe]
[20190514: Security-Bulletin von Adobe]
[20190612: Security-Bulletin von Adobe]
[20190910: Security-Bulletin von Adobe]

11.09.2018

Flash-Update auf Version 31

Mir fehlen langsam die Worte, wie die Versionsnummern inflationär in Höhen klettern. Google hat es mit Chrome vorgemacht, aus irgendwelchen Gründen macht es Mozilla mit Firefox und Thunderbird nach, und jetzt beschleunigt Adobe die Nummerierung des Flashplayers genauso.

Und weil mir die neuen Worte fehlen, nehme ich immer den alten Blogartikel, nur die Versionsnummern und die Links ändern sich ;)

Einen Hinweis muss ich aber nun doch noch einbauen: ab Ende Januar 2016 gibt es keine freien Downloads der Installationsdateien mehr. Genaue Modalitäten sind noch nicht bekannt, Adobe hat nur bekannt gegeben, dass die Downloadlinks über die "distribution3.html"-Seite nicht mehr zur Verfügung stehen werden und man eine Adobe-ID und eine Business-Lizenz benötige.

Wir sind jetzt schon bei Flash-Version 31 (mittlerweile zählt wohl auch ein Major release nicht mehr zu den besonders erwähnenswerten Ereignissen bei Adobe?). Wer sich selbst auf dem Laufenden halten will, kann das Blog des Security-Teams bei Adobe lesen oder als RSS abonnieren.

Wie üblich in ihrem freundlichen Service-Blog die passende Automation zum Herunterladen und Installieren. Falls ein Proxy verwendet wird, das "rem" bzw. "#" entfernen und eigene Proxy-Adresse eintragen.

Das Tool wget wird bei Windows noch benötigt wie hier beschrieben. Bei Linux sollte es schon vorhanden sein, da es von vielen anderen Programmen intern verwendet wird.

Für Windows wie üblich beide Varianten, ActiveX und Netscape Plugin (Achtung übrigens, Firefox wird demnächst das NPAPI komplett abschaffen - mal sehen, was Adobe und Flash dann machen).

Die Download-URL hat sich übrigens im Vergleich zu Version 23 leicht geändert, sowohl bei Windows als auch bei Linux.
@echo off
rem set https_proxy=http://192.168.100.100:3128/
set VNP=31.0.0.153
set VAX=31.0.0.153

set V=31
set H=fpdownload.adobe.com
set P=/get/flashplayer/pdc
set AX=install_flash_player_ax.exe
set NP=install_flash_player.exe
wget https://%H%%P%/%VAX%/%AX% -O flash-%VAX%_ax.exe
.\flash-%VAX%_ax -install
wget https://%H%%P%/%VNP%/%NP% -O flash-%VNP%_np.exe
.\flash-%VNP%_np -install
Für Linux 64 bit rpm (als root ausführen oder "sudo rpm" schreiben) gibt es jetzt auch wieder offiziell dieselbe Version wie für Windows. Eine Zeitlang war Flash für Linux bei Version 11.2 "eingefroren", Adobe hat es sich nun anders überlegt und liefert wieder, obwohl die Zeichen generell auf Untergang stehen - in Google Chrome ist Flash gar nicht mehr enthalten, und die anderen Browser-Hersteller wechseln auf Multimedia in HTML5 statt Flash. Es gäbe auch die Version "PPAPI" zum Herunterladen, das ist die Pluginvariante "Pepper" für das Google-API, ich gebe hier "NPAPI" für das Firefox-API im Skript an.
#!/bin/sh

# https_proxy=http://192.168.100.100:3128/

VL=${1:-
31.0.0.153}
H=fpdownload.adobe.com
PL=/get/flashplayer/pdc/${VL}

DL() { wget -N "$1/$2" -O "$3"; }

echo Linux 64 bit rpm ...
DL https://${H}${PL} \
   flash-player-npapi-${VL}-release.x86_64.rpm \
   flash-${VL}.x86_64.rpm
rpm -F --force flash-${VL}.x86_64.rpm
Der Filename für die 32bit-Variante ist "flash-player-npapi-${VL}-release.i386.rpm".

[20180911: Security Bulletin von Adobe]
[20181114: Security Bulletin von Adobe]
[20181120: Security Bulletin von Adobe]

11.07.2018

Flash-Update auf Version 30

Mir fehlen langsam die Worte, wie die Versionsnummern inflationär in Höhen klettern. Google hat es mit Chrome vorgemacht, aus irgendwelchen Gründen macht es Mozilla mit Firefox und Thunderbird nach, und jetzt beschleunigt Adobe die Nummerierung des Flashplayers genauso.

Und weil mir die neuen Worte fehlen, nehme ich immer den alten Blogartikel, nur die Versionsnummern und die Links ändern sich ;)

Einen Hinweis muss ich aber nun doch noch einbauen: ab Ende Januar 2016 gibt es keine freien Downloads der Installationsdateien mehr. Genaue Modalitäten sind noch nicht bekannt, Adobe hat nur bekannt gegeben, dass die Downloadlinks über die "distribution3.html"-Seite nicht mehr zur Verfügung stehen werden und man eine Adobe-ID und eine Business-Lizenz benötige.

Wir sind jetzt schon bei Flash-Version 30 (mittlerweile zählt wohl auch ein Major release nicht mehr zu den besonders erwähnenswerten Ereignissen bei Adobe?). Wer sich selbst auf dem Laufenden halten will, kann das Blog des Security-Teams bei Adobe lesen oder als RSS abonnieren.

Wie üblich in ihrem freundlichen Service-Blog die passende Automation zum Herunterladen und Installieren. Falls ein Proxy verwendet wird, das "rem" bzw. "#" entfernen und eigene Proxy-Adresse eintragen.

Das Tool wget wird bei Windows noch benötigt wie hier beschrieben. Bei Linux sollte es schon vorhanden sein, da es von vielen anderen Programmen intern verwendet wird.

Für Windows wie üblich beide Varianten, ActiveX und Netscape Plugin (Achtung übrigens, Firefox wird demnächst das NPAPI komplett abschaffen - mal sehen, was Adobe und Flash dann machen).

Die Download-URL hat sich übrigens im Vergleich zu Version 23 leicht geändert, sowohl bei Windows als auch bei Linux.
@echo off
rem set https_proxy=http://192.168.100.100:3128/
set VNP=30.0.0.154
set VAX=30.0.0.154
set V=30
set H=fpdownload.adobe.com
set P=/get/flashplayer/pdc
set AX=install_flash_player_ax.exe
set NP=install_flash_player.exe
wget https://%H%%P%/%VAX%/%AX% -O flash-%VAX%_ax.exe
.\flash-%VAX%_ax -install
wget https://%H%%P%/%VNP%/%NP% -O flash-%VNP%_np.exe
.\flash-%VNP%_np -install
Für Linux 64 bit rpm (als root ausführen oder "sudo rpm" schreiben) gibt es jetzt auch wieder offiziell dieselbe Version wie für Windows. Eine Zeitlang war Flash für Linux bei Version 11.2 "eingefroren", Adobe hat es sich nun anders überlegt und liefert wieder, obwohl die Zeichen generell auf Untergang stehen - in Google Chrome ist Flash gar nicht mehr enthalten, und die anderen Browser-Hersteller wechseln auf Multimedia in HTML5 statt Flash. Es gäbe auch die Version "PPAPI" zum Herunterladen, das ist die Pluginvariante "Pepper" für das Google-API, ich gebe hier "NPAPI" für das Firefox-API im Skript an.
#!/bin/sh

# https_proxy=http://192.168.100.100:3128/

VL=${1:-30
.0.0.154}
H=fpdownload.adobe.com
PL=/get/flashplayer/pdc/${VL}

DL() { wget -N "$1/$2" -O "$3"; }

echo Linux 64 bit rpm ...
DL https://${H}${PL} \
   flash-player-npapi-${VL}-release.x86_64.rpm \
   flash-${VL}.x86_64.rpm
rpm -F --force flash-${VL}.x86_64.rpm
Der Filename für die 32bit-Variante ist "flash-player-npapi-${VL}-release.i386.rpm".

[20180607: Security Bulletin von Adobe]
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23.05.2018

Update von LineageOS 14.1 auf 15.1

Wie kürzlich versprochen wollte ich auch noch darüber berichten, ob das zerstörungsfreie Update von LineageOS 14.1 auf 15.1 funktioniert. Meine erste Probeinstallation von 15.1 auf dem Nexus 6 mit der Spiderman-App war eine komplette Neuinstallation, verbunden mit Löschen des Geräts. Mein eigenes Handy (seit April ein Moto Z von 2016) wollte ich aber ungern löschen und komplett neu einrichten. Es ist sehr lästig, in jeder App dann wieder die Anmeldung durchzuführen, den Google-Authenticator für die Zweifaktor-Authentisierung für alle Konten neu einzurichten usw. Wäre also schön, wenn das Update einfach so funktioniert ;-)

Spoiler: es funktioniert.

Es gibt einen wichtigen Punkt zu beachten, den ich letztes Jahr noch nicht kannte, als ich eine Zeitlang nach dem Niedergang von Cyanogen Inc. auf dem damaligen Nexus 5 statt CM für einige Monate das "nackte" Android aus dem AOSP-Projekt verwendete.

Damals hatte ich nach jedem Flashen eines Updates das Problem, dass die Google-Apps nicht mehr richtig funktionierten und z.B. dauernd die "Play Services" beendet werden, und auch einige andere Dinge merkwürdige Fehlermeldungen zeigten. Ich bin dann jedesmal wieder den steinigen Weg gegangen und habe komplett neu beispielt, also "wipe data" und Flashen von Android und Google-Apps.

Der simple Trick ist, dass man nach dem Flashen des Android-Pakets auch sofort die Google-Apps flashen muss. Beim Neustart des Geräts mit einer neuen Androidversion werden den Google-Apps spezielle Systemberechtigungen erteilt. Allerdings nur beim allerersten Neustart nach dem Flashen, danach nicht mehr. Wenn man also ein neues Android alleine flasht und bootet, hat man sich gerade die Google-Apps zerschossen. Diesen Trick hat mir ein freundlicher Kommentator bei XDA verraten.

Dieses Problem tritt bei "kleinen Updates" nicht auf, die man innerhalb von LineageOS mit dem eingebauten Updater durchführt, das war letztes Jahr mit dem AOSP-Android anders. Mit LineageOS kann man unbesorgt updaten. Es ist aber ratsam, in den Einstellungen des Updaters alte Updates automatisch löschen zu lassen, sonst ist irgendwann die Systempartition voll.

Wenn man das berücksichtigt, ist der Übergang von Nougat auf Oreo süß und schmerzfrei. Was man bei einem älteren Gerät allerdings nicht bekommt, ist das Update der Androidsoftware im Hintergrund bei laufendem Betrieb - "Project Treble" bekommt man nur mit Neugeräten, die vom Hersteller mit Oreo ausgeliefert werden und die Partitionierung des Speichers schon vorsieht, dass man zwei Betriebssystempartitionen hat - eine zum Booten und die zweite zum Umschalten nach einem Update.

Was mich im Licht der aktuellen Debatte um Sicherheitslücken in Prozessorhardware etwas beunruhigt: die Kernelversion ist hier bei 3.18, kompiliert wird mit einem gcc 4.9, der die derzeit notwendigen Workarounds für Spectre und Meltdown sicherlich nicht enthält. Die Baureihe 4.9 hat das letzte Update im August 2016 bekommen. Diese Sicherheitslücken sind zwar Presseberichten zufolge nur kritisch für Serverbetreiber, die keine Kontrolle über die virtuellen Maschinen von Kunden haben (z.B. ein Cloudbetreiber wie Amazon oder IBM), aber der Angriffsvektor ist bei einem Smartphone mit strikter Trennung der Apps durch Unix-Rechte natürlich genauso gegeben: eine App, die eine solche Lücke ausnutzen kann, ist in der Lage, "fremden" Speicher zu belauschen, der einer anderen App gehört, und dort könnte ein Private Key oder ein Zugangspasswort zum electronic banking zu stehlen sein.

Alt: Nougat 7.1.2, April 2018   Neu: Oreo 8.1, Mai 2018



14.03.2018

Flash-Update auf Version 29

Mir fehlen langsam die Worte, wie die Versionsnummern inflationär in Höhen klettern. Google hat es mit Chrome vorgemacht, aus irgendwelchen Gründen macht es Mozilla mit Firefox und Thunderbird nach, und jetzt beschleunigt Adobe die Nummerierung des Flashplayers genauso.

Und weil mir die neuen Worte fehlen, nehme ich immer den alten Blogartikel, nur die Versionsnummern und die Links ändern sich ;)

Einen Hinweis muss ich aber nun doch noch einbauen: ab Ende Januar 2016 gibt es keine freien Downloads der Installationsdateien mehr. Genaue Modalitäten sind noch nicht bekannt, Adobe hat nur bekannt gegeben, dass die Downloadlinks über die "distribution3.html"-Seite nicht mehr zur Verfügung stehen werden und man eine Adobe-ID und eine Business-Lizenz benötige.

Wir sind jetzt schon bei Flash-Version 29 (mittlerweile zählt wohl auch ein Major release nicht mehr zu den besonders erwähnenswerten Ereignissen bei Adobe?). Wer sich selbst auf dem Laufenden halten will, kann das Blog des Security-Teams bei Adobe lesen oder als RSS abonnieren.

Wie üblich in ihrem freundlichen Service-Blog die passende Automation zum Herunterladen und Installieren. Falls ein Proxy verwendet wird, das "rem" bzw. "#" entfernen und eigene Proxy-Adresse eintragen.

Das Tool wget wird bei Windows noch benötigt wie hier beschrieben. Bei Linux sollte es schon vorhanden sein, da es von vielen anderen Programmen intern verwendet wird.

Für Windows wie üblich beide Varianten, ActiveX und Netscape Plugin (Achtung übrigens, Firefox wird demnächst das NPAPI komplett abschaffen - mal sehen, was Adobe und Flash dann machen).

Die Download-URL hat sich übrigens im Vergleich zu Version 23 leicht geändert, sowohl bei Windows als auch bei Linux.
@echo off
rem set https_proxy=http://192.168.100.100:3128/
set VNP=29.0.0.171
set VAX=29.0.0.171
set V=29
set H=fpdownload.adobe.com
set P=/get/flashplayer/pdc
set AX=install_flash_player_ax.exe
set NP=install_flash_player.exe
wget https://%H%%P%/%VAX%/%AX% -O flash-%VAX%_ax.exe
.\flash-%VAX%_ax -install
wget https://%H%%P%/%VNP%/%NP% -O flash-%VNP%_np.exe
.\flash-%VNP%_np -install
Für Linux 64 bit rpm (als root ausführen oder "sudo rpm" schreiben) gibt es jetzt auch wieder offiziell dieselbe Version wie für Windows. Eine Zeitlang war Flash für Linux bei Version 11.2 "eingefroren", Adobe hat es sich nun anders überlegt und liefert wieder, obwohl die Zeichen generell auf Untergang stehen - in Google Chrome ist Flash gar nicht mehr enthalten, und die anderen Browser-Hersteller wechseln auf Multimedia in HTML5 statt Flash. Es gäbe auch die Version "PPAPI" zum Herunterladen, das ist die Pluginvariante "Pepper" für das Google-API, ich gebe hier "NPAPI" für das Firefox-API im Skript an.
#!/bin/sh

# https_proxy=http://192.168.100.100:3128/

VL=${1:-
29.0.0.171}
H=fpdownload.adobe.com
PL=/get/flashplayer/pdc/${VL}

DL() { wget -N "$1/$2" -O "$3"; }

echo Linux 64 bit rpm ...
DL https://${H}${PL} \
   flash-player-npapi-${VL}-release.x86_64.rpm \
   flash-${VL}.x86_64.rpm
rpm -F --force flash-${VL}.x86_64.rpm
Der Filename für die 32bit-Variante ist "flash-player-npapi-${VL}-release.i386.rpm".

[20180314: Security Bulletin von Adobe]
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[20180509: Security Bulletin von Adobe]

13.12.2017

Flash-Update auf Version 28

Mir fehlen langsam die Worte, wie die Versionsnummern inflationär in Höhen klettern. Google hat es mit Chrome vorgemacht, aus irgendwelchen Gründen macht es Mozilla mit Firefox und Thunderbird nach, und jetzt beschleunigt Adobe die Nummerierung des Flashplayers genauso.

Und weil mir die neuen Worte fehlen, nehme ich immer den alten Blogartikel, nur die Versionsnummern und die Links ändern sich ;)

Einen Hinweis muss ich aber nun doch noch einbauen: ab Ende Januar 2016 gibt es keine freien Downloads der Installationsdateien mehr. Genaue Modalitäten sind noch nicht bekannt, Adobe hat nur bekannt gegeben, dass die Downloadlinks über die "distribution3.html"-Seite nicht mehr zur Verfügung stehen werden und man eine Adobe-ID und eine Business-Lizenz benötige.

Wir sind jetzt schon bei Flash-Version 28 (mittlerweile zählt wohl auch ein Major release nicht mehr zu den besonders erwähnenswerten Ereignissen bei Adobe?). Wer sich selbst auf dem Laufenden halten will, kann das Blog des Security-Teams bei Adobe lesen oder als RSS abonnieren.

Wie üblich in ihrem freundlichen Service-Blog die passende Automation zum Herunterladen und Installieren. Falls ein Proxy verwendet wird, das "rem" bzw. "#" entfernen und eigene Proxy-Adresse eintragen.

Das Tool wget wird bei Windows noch benötigt wie hier beschrieben. Bei Linux sollte es schon vorhanden sein, da es von vielen anderen Programmen intern verwendet wird.

Für Windows wie üblich beide Varianten, ActiveX und Netscape Plugin (Achtung übrigens, Firefox wird demnächst das NPAPI komplett abschaffen - mal sehen, was Adobe und Flash dann machen).

Die Download-URL hat sich übrigens im Vergleich zu Version 23 leicht geändert, sowohl bei Windows als auch bei Linux.
@echo off
rem set https_proxy=http://192.168.100.100:3128/
set VNP=28.0.0.161
set VAX=28.0.0.161
set V=28
set H=fpdownload.adobe.com
set P=/get/flashplayer/pdc
set AX=install_flash_player_ax.exe
set NP=install_flash_player.exe
wget https://%H%%P%/%VAX%/%AX% -O flash-%VAX%_ax.exe
.\flash-%VAX%_ax -install
wget https://%H%%P%/%VNP%/%NP% -O flash-%VNP%_np.exe
.\flash-%VNP%_np -install
Für Linux 64 bit rpm (als root ausführen oder "sudo rpm" schreiben) gibt es jetzt auch wieder offiziell dieselbe Version 25 wie für Windows. Eine Zeitlang war Flash für Linux bei Version 11.2 "eingefroren", Adobe hat es sich nun anders überlegt und liefert wieder, obwohl die Zeichen generell auf Untergang stehen - in Google Chrome ist Flash gar nicht mehr enthalten, und die anderen Browser-Hersteller wechseln auf Multimedia in HTML5 statt Flash. Es gäbe auch die Version "PPAPI" zum Herunterladen, das ist die Pluginvariante "Pepper" für das Google-API, ich gebe hier "NPAPI" für das Firefox-API im Skript an.
#!/bin/sh

# https_proxy=http://192.168.100.100:3128/

VL=${1:-
28.0.0.161}
H=fpdownload.adobe.com
PL=/get/flashplayer/pdc/${VL}

DL() { wget -N "$1/$2" -O "$3"; }

echo Linux 64 bit rpm ...
DL https://${H}${PL} \
   flash-player-npapi-${VL}-release.x86_64.rpm \
   flash-${VL}.x86_64.rpm
rpm -F --force flash-${VL}.x86_64.rpm
Der Filename für die 32bit-Variante ist "flash-player-npapi-${VL}-release.i386.rpm".

[20171213: Security Bulletin von Adobe]
[20180110: Security Bulletin von Adobe]

25.09.2017

LineageOS ist eine tolle Sache

Ich habe ja schon einige Beiträge dazu geschrieben, wie toll ich es finde, dass alte Smartphone-Modelle immer noch Software-Updates bekommen, wenn man vom Original-ROM des Herstellers auf ein sogenanntes "Custom ROM" wechselt.

Diese Beiträge (für Modelle von Samsung, Motorola, LG und Google) waren bislang eher technisch. Ich möchte aber auch gern mal eher prinzipiell über die Vorteile eines aktuellen Custom ROMs schreiben.

Ich gebe zu, dass ich eher ein paranoider Mensch bin, der die Nachrichtenmeldungen über Datenverluste, Trojanerangriffe, Virusausbreitung usw. beunruhigt zur Kenntnis nimmt. Deswegen bin ich auch immer sehr bemüht, meine Software aktuell zu halten und alle Updates einzuspielen. Mit aktueller Software kann man das Risiko, Opfer eines Angriffs zu werden, enorm verringern. Diese Tatsache kann man gar nicht oft genug aussprechen!

Das Besondere an diesen Custom ROMs ist: sie sind fast immer fast genauso aktuell wie Google die neuen Android-Versionen und die Sicherheitsupdates veröffentlicht. Nach einer neuen Android-Version dauert es vielleicht ein paar Wochen und auch nicht für alle Modelle gleichzeitig, aber mit ein bißchen Geduld hat man dann wieder das allerneueste Android auf seinem Smartphone. Die einzige derzeitige Ausnahme ist das Samsung Galaxy Nexus. Für dieses Modell gibt es nicht LineageOS 14.1 "Nougat" (Android 7), sondern "nur" 13.0 "Marshmallow" (Android 6). Aber selbst das ist bemerkenswert, wenn ich überlege, dass es von Google nur bis Jellybean (4.3) offiziell mit Software versorgt wurde. Man muss nicht immer das allerneueste Betriebssystem haben - aber die Sicherheitsupdates sind enorm wichtig, und die liefert LineageOS auch bei diesem Modell.

[20171023] Aktueller Nachtrag: LineageOS hat die Patches für KRACK am 16. Oktober integriert.

Die meisten Smartphones gehören mittlerweile ins Billig- und Discounter-Segment. Ich will damit nicht die Qualität des Geräts schlechtreden, aber der Hersteller spart dann bei der Softwarequalität und vor allem in der Pflege des Geräts nach dem Kauf. Bei einem Handy für 99€ kann man nach dem Kauf keinerlei Software-Updates mehr erwarten. Generell sollte man lieber etwas mehr investieren und darauf achten, dass der Hersteller die Dauer der Updates nach dem Kauf ausdrücklich erwähnt. Nokia ist hier mit den neueren Geräten (Nokia 3, 5, 6 und 8 mit Android) eine rühmliche Ausnahme, genau wie Google selbst mit den (früheren) Nexus- und jetzigen Pixel-Geräten. Hier weiß man, dass es Updates geben wird. Bei anderen Herstellern hängt der Preis unmittelbar mit der Updatelieferung zusammen: die Top-Geräte bekommen vermutlich noch das eine oder andere Update (z.B. Galaxy S7, S8), die billigeren oder älteren Geräte dann schon wieder nicht mehr.

Eine weitere Möglichkeit, die nebenbei auch noch gut für die Umwelt ist, könnte sein, dass man auf ein Neugerät verzichtet und bei einem Händler ein gebrauchtes Gerät sucht, für das es ein Custom ROM gibt. So mache ich es seit langem: erst überlege ich, welche Eigenschaften mein zukünftiges Smartphone haben soll (Speicher, Displaygröße, Displayauflösung in Pixel, Kamera), und dann informiere ich mich bei download.lineageos.org, für welche Geräte es dort ein ROM gibt. Danach suche ich bei Händlern wie rebuy.de oder bei ebay.de ein solches gut erhaltenes Gerät.

Kauf bei einem (deutschen) Händler hat den Vorteil, dass man auf das gebrauchte Gerät immerhin noch 12 Monate Gewährleistung bekommt, die der Händler auch nicht wegdiskutieren kann. Auf diese Weise habe ich kürzlich ein Google Nexus 5 für mich und die Schwiegermutter gekauft, ein Nexus 6 für Kind 2, und ein LG G4 für die beste Ehefrau von allen. Ein gern verwendetes Argument gegen gebrauchte Handys kann ich empirisch von meinen eigenen gekauften Geräten nicht bestätigen: die Akkus sind alle akzeptabel gewesen. Für das G4 mit wechselbarem Akku habe ich einen Ersatzakku gekauft, aber mehr aus Bequemlichkeit.

Nur Kind 1 fällt vollkommen aus dem Rahmen: sie will Geräte von Apple. Technisch finde ich das ok, weil sowohl die Geräte konstruktiv gut sind, als auch Updates für lange Zeit gesichert sind. Auf dem Retina-MacBook läuft das aktuellste OS X, und das iPhone erhält immer noch die iOS-Updates. Über die Geschäftspolitik von Apple und die Steuervermeidungsstrategien kann ich nur den Kopf schütteln, aber technisch habe ich wenig auszusetzen. Die Reparaturmöglichkeiten bei Apple sind laut iFixit.com durchwachsen: manche Geräte lassen sich sehr gut reparieren, andere sind verklebt und gelötet, so dass Aufrüsten oder Instandsetzen nur schwer möglich sind.

Zurück zu Android: an diesem Punkt angelangt und ein Modell ausgesucht und gekauft. Nun hat man also ein Gerät, für das es ein Custom ROM gibt, und dann kann man loslegen, das Hersteller-ROM durch ein Custom ROM zu ersetzen. Darauf will ich jetzt an dieser Stelle nicht mehr eingehen, es gibt ein paar ältere Beiträge, in denen ich das Entsperren und Flashen eines Custom ROMs beschrieben habe (Samsung Galaxy S, Galaxy S+, Galaxy S2, Galaxy Nexus, LG G4). Ich finde es einfach großartig, dass es Software-Entwickler gibt, die in ihrer Freizeit die von Google freigegebene Android-Software auf andere Smartphone-Modelle anpassen und weiter pflegen.

Insbesondere bekommt man auf diese Weise die Android-Security-Updates, die Google seit den schwerwiegenden Fehlern in den Medienbibliotheken monatlich entwickelt und im "Android Open Source Project" (AOSP) veröffentlicht. Erwähnenswert ist auch noch, dass die reinen Android-Updates auch für alte Versionen bis zurück zu 4.4 dort abgelegt werden. Was leider nicht gemacht wird: Google erstellt selbst keine installierbaren Pakete mehr; deshalb gibt es für das Nexus 5 z.B. auch keinerlei Updates mehr (das sogenannte "end of life" bei Google-Geräten bedeutet, dass man zwei Jahre lang alle Updates bekommt, auch neue Androidversionen, und danach noch ein weiteres Jahr Security-Updates).

Und was auch nicht gemacht wird: für jedes Smartphone-Modell müsste man neben dem eigentlichen Android noch höchst spezifische Linux-Kernelupdates pflegen, und das macht Google leider nicht für alte Geräte. Außerdem kann es passieren, dass ein CPU-Hersteller den Support für einen CPU-Chip einstellt. Dann kann sich Google auf den Kopf stellen, aber es ist nicht mehr möglich, Updates für den Kernel zu erstellen.

So ist das leider beim Galaxy Nexus geschehen: es hat eine CPU von Texas Instruments (OMAP), und TI hat sich aus dem Geschäft mit Smartphone-CPUs komplett zurückgezogen. Dummerweise sind die Unterlagen nicht öffentlich, so dass auch niemand sonst die Arbeit übernehmen kann. Das ist schlecht, weil üblicherweise in diesen CPU-Chips auch WLAN, Bluetooth, LTE oder andere Funktionen integriert sind, die eigene Software enthalten, die sogenannte Firmware. Genau wie jede andere Software können auch hier Programmierfehler und Sicherheitslücken enthalten sein!

Um Mißverständnissen vorzubeugen: die öffentlichen Updates für den Linuxkernel kann man natürlich bekommen oder selbst einpflegen. Falls aber ein Fehler in der Firmware bekannt würde, könnte man den nicht beheben. Diese Firmware wird in Form von Binärpaketen beim Starten vom Kernel in den Spezialchip geladen (für WLAN, Bluetooth, LTE, Kamera, was auch immer), und neue Binärpakete gibt es vom Chiphersteller leider nicht. Nebenbei gibt es eine nicht ganz vollständige Liste als Überblick, welche Android-Version mit welcher Kernelversion ausgeliefert wird. Google macht hierzu seit einiger Zeit sogar bestimmte Vorgaben, welche Kernelversion es mindestens sein muss.

Wenn aus Gründen gar kein Software-Update (mehr) möglich ist, ist die letzte Konsequenz dann eben, dem Gerät den Internetzugang zu sperren. Letzteres passierte bei uns 2014, nachdem Microsoft die Updates für Windows XP einstellte - die PCs, auf denen eine spezielle Software für die Tierarztpraxis läuft, dürfen jetzt einfach nicht mehr ins Internet und damit gibt es auch keine Infektionsgefahr mehr. Die Software läuft gut, sie würde auf einem neueren Windows nicht mehr laufen, und die PCs wären auch nicht wirklich gut gerüstet für eine neuere Windowsversion - warum also sollte ich Windows updaten? Für den Internet-Zugang gibt es seitdem einen PC mit Linux, für den es - natürlich - Updates gibt.

Ältere Smartphones ohne Updatemöglichkeit kann man dann immer noch als lokale Medienspieler oder für andere Zwecke einsetzen oder selbst gebraucht verkaufen. Internetzugang für ein Smartphone sperren ist in meiner kleinen Welt ganz einfach: ich entferne die private WLAN-IP-Adresse des Geräts aus meinem Firewall, und wenn keine SIM-Karte drinsteckt, war's das mit dem Internetzugang. Bei weniger paranoiden Menschen müsste man umgekehrt die Nummer des Geräts aktiv in der Fritzbox (o.ä. Router ...) sperren. Vor der finalen Sperre sollte man natürlich alle Apps installieren, die man auf dem Gerät weiterverwenden will.

Ich habe eigentlich gar nicht die Befürchtung, dass ich persönlich von bösen Menschen von irgendwoher angegriffen werde - die Gefahr ist einfach, dass ein breit gestreuter Angriff mich auch erwischt. Die bösen Buben haben es darauf abgesehen, entweder Drohnen einzufangen, mit denen dann Denial-of-Service-Angriffe (Lahmlegen des angegriffenen Ziels) getätigt werden, oder die Opfer zu erpressen, indem ihr Gerät verschlüsselt wird und für die vermeintliche Entschlüsselung Geld verlangt wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass mich persönlich irgend jemand angreift, ist verschwindend gering - dazu bin ich nicht wichtig genug.

Angriffe geschehen häufig über Schwachstellen im Browser, durch die eine Schadsoftware "ausbrechen" und mit Hilfe einer weiteren Sicherheitslücke im Betriebssystem böse Dinge tun kann - entweder unmittelbar oder indem sie sich dauerhaft einnistet. Deshalb ist es besonders wichtig, das Betriebssystem, den Browser und eventuelle Hilfspakete im Browser ("Addons", "Extensions", "Plugins"), z.B. Flash, immer aktuell zu halten. Dazu sollte man das "automatische Update" einschalten, sofern vorhanden, oder zumindest regelmäßig nach Updates suchen. Dabei ist es wichtig, das Update nur direkt vom Hersteller herunterzuladen und nicht von irgendwelchen Downloadseiten. Dort kann man weder sicher sein, dass es wirklich die aktuellste Version ist, noch, dass nicht jemand das Update manipuliert hat und man sich gerade mit dem Update eine Schadsoftware einhandelt.

Solche Schadsoftware wird auch gern mal als Werbung im Browser-Fenster ausgespielt. Mittlerweile halte ich einen Adblocker (Werbeblocker) im Browser für unverzichtbar (ich verwende "uBlock origin"). Die Website-Betreiber haben die Kontrolle über die ausgespielte Werbung vollkommen abgegeben - es gibt Dienstleister, die dann wiederum an Subunternehmer Aufträge vergeben oder die Werbefläche sogar in automatisierten Auktionen "live" versteigern.

Noch relativ selten nehmen auch die Angriffe über Office-Dokumente wieder zu. Das war vor 10-15 Jahren ein großes Problem, weil in den üblichen Office-Programmen auch eine Programmiersprache enthalten ist, die nicht nur Dokumente automatisieren kann, sondern auch das Betriebssystem ansprechen kann (Visual Basic und Office-Makros mit Autostart-Funktion). Mittlerweile muss man diese Makros ausdrücklich einschalten, wenn man sie benötigt. Manche Angriffe bitten den Anwender deshalb genau darum - "Bitte erlauben Sie Makros, damit ich als Virus meine Arbeit erledigen kann. Vielen Dank!".

Eine weitere Angriffsmöglichkeit sind echt aussehende gefälschte Emails, in denen man auf einen Link klicken soll. Gern genommen werden hier Emails mit einem Drohpotenzial, z.B. indem mit der Sperrung des Bankkontos oder Nutzerkontos gedroht wird und Zeitdruck erzeugt wird. Entweder wird dann die Eingabe von persönlichen Daten auf einer Webseite verlangt, oder allein durch das Anklicken des Links in der Email hat man sich schon infiziert. In diesen Mails wird häufig behauptet, dass man nur sehr wenig Zeit habe zu reagieren, bevor das Konto ganz gesperrt wird, oder ähnlich vermeintlich empfindliche Konsequenzen. Damit soll verhindert werden, dass man sich die Mail genauer anschaut oder recherchiert, z.B. dort anruft und direkt nachfragt.

Gefälschte Emails stammen dann angeblich vom Emailprovider wie GMX, 1&1, web.de, oder von einem Internetversandhändler, z.B. Amazon, oder von einer Bank, in letzter Zeit hatte ich z.B. häufig solche "Phishing"-Mails von der Deutschen Bank, aber auch von diversen Sparkassen und Volksbanken. Diese Mails sind natürlich durchschaubar, wenn man dort gar nicht Kunde ist. "Phishing" ist übrigens ein englisches Kunstwort, das aus den Worten "Password" und "fishing" zusammengesetzt ist, d.h. jemand versucht dort mit Tricks, ein Passwort zu ergaunern.

Man kann solche Mails i.a. erkennen, indem man mit dem Mauszeiger über den Link fährt (aber natürlich nicht anklickt!) und üblicherweise erscheint dann in der Fußzeile des Emailprogramms der volle Name des Links, zu dem man gehen soll. Wenn dort nicht der richtige Name der Firma erscheint, sondern irgend etwas ähnliches (manchmal auch nicht mal das) oder ein Abkürzungsdienst wie bit.ly, goo.gl etc., dann ist es zu 120% eine Phishing-Mail, auf die man nicht reagieren sollte.

Manche Firmen haben mittlerweile eine eigene Schädlingsbekämpfungsabteilung eingerichtet, an die man solche Mails weiterleiten kann. Wenn gefälschte Emails angeblich von amazon kommen, kann man diese Email an spoof@amazon.com weiterleiten. Andere Firmen haben eine Emailadresse der Form abuse@firma.com ("abuse" = "Mißbrauch") eingerichtet. Leider ist das nicht einheitlich, und es funktioniert auch nicht bei allen Firmen. Aber es kann einen Versuch wert sein, hier aktiv zu werden und wenigstens im Kleinen etwas zu unternehmen.

Mittlerweile schlagen auch Spam- und Phishing-Nachrichten in Messenger-Apps auf dem Smartphone auf. WhatsApp ist mittlerweile sehr beliebt bei bösen Buben. WhatsApp weist zwar darauf hin, dass der Absender nicht im Adressbuch ist, aber der Link in der Nachricht ist trotzdem anwählbar, wenn man die Nachricht anschaut. Leider gibt es Schadsoftware, die extrem ausgefeilt ist und sich dann dauerhaft im Smartphone einnistet. Dabei werden dieselben Tricks verwendet, die man auch zum "Rooten" oder "Jailbreak" des Handys verwendet - die Schadsoftware hat dann volle Administratorrechte, was manchmal mehr ist als der Besitzer selbst ...

Nach diesem etwas ausführlicheren Exkurs in die Welt der Schädlinge nochmals mein Fazit: auch mit einem Smartphone-Modell vom Vorjahr kann man gut leben. Die Geräte sind mittlerweile genau wie PCs so leistungsfähig, dass man nicht mehr das Topmodell haben muss, um vernünftig damit zu arbeiten. Software-Updates sind enorm wichtig, gerade weil diese Sorte Geräte dafür konzipiert sind, immer online und aktiv zu sein. Mit UMTS oder LTE sind sie recht breitbandig angebunden, d.h. ihr Internetzugang ist ziemlich schnell, und das alles in Summe ist ein sehr attraktives Ziel für Bösewichte, aus diesem "Internet in der Hosentasche" eine ferngesteuerte Drohne mit schädlicher Nutzlast zu machen. Ein Custom-ROM wie LineageOS kann hier Wunder wirken und das Gerät noch über Jahre hinweg aktuell halten.

13.09.2017

Flash-Update auf Version 27

Mir fehlen langsam die Worte, wie die Versionsnummern inflationär in Höhen klettern. Google hat es mit Chrome vorgemacht, aus irgendwelchen Gründen macht es Mozilla mit Firefox und Thunderbird nach, und jetzt beschleunigt Adobe die Nummerierung des Flashplayers genauso.

Und weil mir die neuen Worte fehlen, nehme ich immer den alten Blogartikel, nur die Versionsnummern und die Links ändern sich ;)

Einen Hinweis muss ich aber nun doch noch einbauen: ab Ende Januar 2016 gibt  es keine freien Downloads der Installationsdateien mehr. Genaue Modalitäten sind noch nicht bekannt, Adobe hat nur bekannt gegeben, dass die Downloadlinks über die "distribution3.html"-Seite nicht mehr zur Verfügung stehen werden und man eine Adobe-ID und eine Business-Lizenz benötige.

Wir sind jetzt schon bei Flash-Version 27 (mittlerweile zählt wohl auch ein Major release nicht mehr zu den besonders erwähnenswerten Ereignissen bei Adobe?). Wer sich selbst auf dem Laufenden halten will, kann das Blog des Security-Teams bei Adobe lesen oder als RSS abonnieren.

Wie üblich in ihrem freundlichen Service-Blog die passende Automation zum Herunterladen und Installieren. Falls ein Proxy verwendet wird, das "rem" bzw. "#" entfernen und eigene Proxy-Adresse eintragen.

Das Tool wget wird bei Windows noch benötigt wie hier beschrieben. Bei Linux sollte es schon vorhanden sein, da es von vielen anderen Programmen intern verwendet wird.

Für Windows wie üblich beide Varianten, ActiveX und Netscape Plugin (Achtung übrigens, Firefox wird demnächst das NPAPI komplett abschaffen - mal sehen, was Adobe und Flash dann machen).

Die Download-URL hat sich übrigens im Vergleich zu Version 23 leicht geändert, sowohl bei Windows als auch bei Linux.
@echo off
rem set https_proxy=http://192.168.100.100:3128/
set VNP=27.0.0.187
set VAX=27.0.0.187
set V=27
set H=fpdownload.adobe.com
set P=/get/flashplayer/pdc
set AX=install_flash_player_ax.exe
set NP=install_flash_player.exe
wget https://%H%%P%/%VAX%/%AX% -O flash-%VAX%_ax.exe
.\flash-%VAX%_ax -install
wget https://%H%%P%/%VNP%/%NP% -O flash-%VNP%_np.exe
.\flash-%VNP%_np -install
Für Linux 64 bit rpm (als root ausführen oder "sudo rpm" schreiben) gibt es jetzt auch wieder offiziell dieselbe Version 25 wie für Windows. Eine Zeitlang war Flash für Linux bei Version 11.2 "eingefroren", Adobe hat es sich nun anders überlegt und liefert wieder, obwohl die Zeichen generell auf Untergang stehen - in Google Chrome ist Flash gar nicht mehr enthalten, und die anderen Browser-Hersteller wechseln auf Multimedia in HTML5 statt Flash. Es gäbe auch die Version "PPAPI" zum Herunterladen, das ist die Pluginvariante "Pepper" für das Google-API, ich gebe hier "NPAPI" für das Firefox-API im Skript an.
#!/bin/sh

# https_proxy=http://192.168.100.100:3128/

VL=${1:-
27.0.0.187}
H=fpdownload.adobe.com
PL=/get/flashplayer/pdc/${VL}

DL() { wget -N "$1/$2" -O "$3"; }

echo Linux 64 bit rpm ...
DL https://${H}${PL} \
   flash-player-npapi-${VL}-release.x86_64.rpm \
   flash-${VL}.x86_64.rpm
rpm -F --force flash-${VL}.x86_64.rpm
Der Filename für die 32bit-Variante ist "flash-player-npapi-${VL}-release.i386.rpm".

[20170913: Security Bulletin von Adobe]
[20171023: Security Bulletin von Adobe]
[20171115: Security Bulletin von Adobe]

13.06.2017

Flash-Update auf Version 26

Mir fehlen langsam die Worte, wie die Versionsnummern inflationär in Höhen klettern. Google hat es mit Chrome vorgemacht, aus irgendwelchen Gründen macht es Mozilla mit Firefox und Thunderbird nach, und jetzt beschleunigt Adobe die Nummerierung des Flashplayers genauso.

Und weil mir die neuen Worte fehlen, nehme ich immer den alten Blogartikel, nur die Versionsnummern und die Links ändern sich ;)

Einen Hinweis muss ich aber nun doch noch einbauen: ab Ende Januar 2016 gibt  es keine freien Downloads der Installationsdateien mehr. Genaue Modalitäten sind noch nicht bekannt, Adobe hat nur bekannt gegeben, dass die Downloadlinks über die "distribution3.html"-Seite nicht mehr zur Verfügung stehen werden und man eine Adobe-ID und eine Business-Lizenz benötige.

Wir sind jetzt schon bei Flash-Version 26 (mittlerweile zählt wohl auch ein Major release nicht mehr zu den besonders erwähnenswerten Ereignissen bei Adobe?). Wer sich selbst auf dem Laufenden halten will, kann das Blog des Security-Teams bei Adobe lesen oder als RSS abonnieren.

Wie üblich in ihrem freundlichen Service-Blog die passende Automation zum Herunterladen und Installieren. Falls ein Proxy verwendet wird, das "rem" bzw. "#" entfernen und eigene Proxy-Adresse eintragen.

Das Tool wget wird bei Windows noch benötigt wie hier beschrieben. Bei Linux sollte es schon vorhanden sein, da es von vielen anderen Programmen intern verwendet wird.

Für Windows wie üblich beide Varianten, ActiveX und Netscape Plugin (Achtung übrigens, Firefox wird demnächst das NPAPI komplett abschaffen - mal sehen, was Adobe und Flash dann machen).

Die Download-URL hat sich übrigens im Vergleich zu Version 23 leicht geändert, sowohl bei Windows als auch bei Linux.
@echo off
rem set https_proxy=http://192.168.100.100:3128/
set VNP=26.0.0.151
set VAX=26.0.0.151
set V=26
set H=fpdownload.adobe.com
set P=/get/flashplayer/pdc
set AX=install_flash_player_ax.exe
set NP=install_flash_player.exe
wget https://%H%%P%/%VAX%/%AX% -O flash-%VAX%_ax.exe
.\flash-%VAX%_ax -install
wget https://%H%%P%/%VNP%/%NP% -O flash-%VNP%_np.exe
.\flash-%VNP%_np -install
Für Linux 64 bit rpm (als root ausführen oder "sudo rpm" schreiben) gibt es jetzt auch wieder offiziell dieselbe Version 25 wie für Windows. Eine Zeitlang war Flash für Linux bei Version 11.2 "eingefroren", Adobe hat es sich nun anders überlegt und liefert wieder, obwohl die Zeichen generell auf Untergang stehen - in Google Chrome ist Flash gar nicht mehr enthalten, und die anderen Browser-Hersteller wechseln auf Multimedia in HTML5 statt Flash. Es gäbe auch die Version "PPAPI" zum Herunterladen, das ist die Pluginvariante "Pepper" für das Google-API, ich gebe hier "NPAPI" für das Firefox-API im Skript an.
#!/bin/sh

# https_proxy=http://192.168.100.100:3128/

VL=
26.0.0.151
H=fpdownload.adobe.com
PL=/get/flashplayer/pdc/${VL}

DL() { wget -N "$1/$2" -O "$3"; }

echo Linux 64 bit rpm ...
DL https://${H}${PL} \
   flash-player-npapi-${VL}-release.x86_64.rpm \
   flash-${VL}.x86_64.rpm
rpm -F --force flash-${VL}.x86_64.rpm
Der Filename für die 32bit-Variante ist "flash-player-npapi-${VL}-release.i386.rpm".

[20170613: Security Bulletin von Adobe]
[20170711: Security Bulletin von Adobe]
[20170814: Security Bulletin von Adobe]

14.03.2017

Flash-Update auf Version 25

Mir fehlen langsam die Worte, wie die Versionsnummern inflationär in Höhen klettern. Google hat es mit Chrome vorgemacht, aus irgendwelchen Gründen macht es Mozilla mit Firefox und Thunderbird nach, und jetzt beschleunigt Adobe die Nummerierung des Flashplayers genauso.

Und weil mir die neuen Worte fehlen, nehme ich immer den alten Blogartikel, nur die Versionsnummern und die Links ändern sich ;)

Einen Hinweis muss ich aber nun doch noch einbauen: ab Ende Januar 2016 gibt  es keine freien Downloads der Installationsdateien mehr. Genaue Modalitäten sind noch nicht bekannt, Adobe hat nur bekannt gegeben, dass die Downloadlinks über die "distribution3.html"-Seite nicht mehr zur Verfügung stehen werden und man eine Adobe-ID und eine Business-Lizenz benötige.

Wir sind jetzt schon bei Flash-Version 25 (mittlerweile zählt wohl auch ein Major release nicht mehr zu den besonders erwähnenswerten Ereignissen bei Adobe?). Wer sich selbst auf dem Laufenden halten will, kann das Blog des Security-Teams bei Adobe lesen oder als RSS abonnieren.

Wie üblich in ihrem freundlichen Service-Blog die passende Automation zum Herunterladen und Installieren. Falls ein Proxy verwendet wird, das "rem" bzw. "#" entfernen und eigene Proxy-Adresse eintragen.

Das Tool wget wird bei Windows noch benötigt wie hier beschrieben. Bei Linux sollte es schon vorhanden sein, da es von vielen anderen Programmen intern verwendet wird.

Für Windows wie üblich beide Varianten, ActiveX und Netscape Plugin (Achtung übrigens, Firefox wird demnächst das NPAPI komplett abschaffen - mal sehen, was Adobe und Flash dann machen).

Die Download-URL hat sich übrigens im Vergleich zu Version 23 leicht geändert, sowohl bei Windows als auch bei Linux.

    @echo off

    rem set http_proxy=http://192.168.100.100:3128/
    set VNP=25.0.0.171    set VAX=25.0.0.171    set V=25
    set H=fpdownload.adobe.com
    set P=/get/flashplayer/pdc
    set AX=install_flash_player_ax.exe
    set NP=install_flash_player.exe

    wget https://%H%%P%/%VAX%/%AX% -O flash-%VAX%_ax.exe
    .\flash-%VAX%_ax -install
    wget https://%H%%P%/%VNP%/%NP% -O flash-%VNP%_np.exe
    .\flash-%VNP%_np -install


Für Linux 64 bit rpm (als root ausführen oder "sudo rpm" schreiben) gibt es jetzt auch wieder offiziell dieselbe Version 25 wie für Windows. Eine Zeitlang war Flash für Linux bei Version 11.2 "eingefroren", Adobe hat es sich nun anders überlegt und liefert wieder, obwohl die Zeichen generell auf Untergang stehen - in Google Chrome ist Flash gar nicht mehr enthalten, und die anderen Browser-Hersteller wechseln auf Multimedia in HTML5 statt Flash. Es gäbe auch die Version "PPAPI" zum Herunterladen, das ist die Pluginvariante "Pepper" für das Google-API, ich gebe hier "NPAPI" für das Firefox-API im Skript an.
#!/bin/sh

# http_proxy=http://192.168.100.100:3128/

VL=
25.0.0.171
H=fpdownload.adobe.com

PL=/get/flashplayer/pdc/${VL}

DL() { wget -N "$1/$2" -O "$3"; }

echo Linux 64 bit rpm ...
DL https://${H}${PL} \
   flash-player-npapi-${VL}-release.x86_64.rpm \
   flash-${VL}.x86_64.rpm
rpm -F --force flash-${VL}.x86_64.rpm
Der Filename für die 32bit-Variante ist "flash-player-npapi-${VL}-release.i386.rpm".

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14.12.2016

Flash-Update auf Version 24

Mir fehlen langsam die Worte, wie die Versionsnummern inflationär in Höhen klettern. Google hat es mit Chrome vorgemacht, aus irgendwelchen Gründen macht es Mozilla mit Firefox und Thunderbird nach, und jetzt beschleunigt Adobe die Nummerierung des Flashplayers genauso.

Und weil mir die neuen Worte fehlen, nehme ich immer den alten Blogartikel, nur die Versionsnummern und die Links ändern sich ;)

Einen Hinweis muss ich aber nun doch noch einbauen: ab Ende Januar 2016 gibt  es keine freien Downloads der Installationsdateien mehr. Genaue Modalitäten sind noch nicht bekannt, Adobe hat nur bekannt gegeben, dass die Downloadlinks über die "distribution3.html"-Seite nicht mehr zur Verfügung stehen werden und man eine Adobe-ID und eine Business-Lizenz benötige.

Wir sind jetzt schon bei Flash-Version 24 (mittlerweile zählt wohl auch ein Major release nicht mehr zu den besonders erwähnenswerten Ereignissen bei Adobe?). Wer sich selbst auf dem Laufenden halten will, kann das Blog des Security-Teams bei Adobe lesen oder als RSS abonnieren.

Wie üblich in ihrem freundlichen Service-Blog die passende Automation zum Herunterladen und Installieren. Falls ein Proxy verwendet wird, das "rem" bzw. "#" entfernen und eigene Proxy-Adresse eintragen.

Das Tool wget wird bei Windows noch benötigt wie hier beschrieben. Bei Linux sollte es schon vorhanden sein, da es von vielen anderen Programmen intern verwendet wird.

Für Windows wie üblich beide Varianten, ActiveX und Netscape Plugin (Achtung übrigens, Firefox wird demnächst das NPAPI komplett abschaffen - mal sehen, was Adobe und Flash dann machen).

Die Download-URL hat sich übrigens im Vergleich zu Version 23 leicht geändert, sowohl bei Windows als auch bei Linux.

    @echo off

    rem set http_proxy=http://192.168.100.100:3128/
    set VNP=24.0.0.221

    set VAX=24.0.0.221

    set V=24
    set H=fpdownload.adobe.com
    set P=/get/flashplayer/pdc
    set AX=install_flash_player_ax.exe
    set NP=install_flash_player.exe

    wget https://%H%%P%/%VAX%/%AX% -O flash-%VAX%_ax.exe
    .\flash-%VAX%_ax -install
    wget https://%H%%P%/%VNP%/%NP% -O flash-%VNP%_np.exe
    .\flash-%VNP%_np -install


Für Linux 64 bit rpm (als root ausführen oder "sudo rpm" schreiben) gibt es jetzt auch wieder offiziell dieselbe Version 24 wie für Windows. Eine Zeitlang war Flash für Linux bei Version 11.2 "eingefroren", Adobe hat es sich nun anders überlegt und liefert wieder, obwohl die Zeichen generell auf Untergang stehen - in Google Chrome ist Flash gar nicht mehr enthalten, und die anderen Browser-Hersteller wechseln auf Multimedia in HTML5 statt Flash. Es gäbe auch die Version "PPAPI" zum Herunterladen, das ist die Pluginvariante "Pepper" für das Google-API, ich gebe hier "NPAPI" für das Firefox-API im Skript an.
#!/bin/sh

# http_proxy=http://192.168.100.100:3128/

VL=24.0.0.221
H=fpdownload.adobe.com

PL=/get/flashplayer/pdc/${VL}

DL() { wget -N "$1/$2" -O "$3"; }

echo Linux 64 bit rpm ...
DL https://${H}${PL} \
   flash-player-npapi-${VL}-release.x86_64.rpm \
   flash-${VL}.x86_64.rpm
rpm -F --force flash-${VL}.x86_64.rpm
Der Filename für die 32bit-Variante ist "flash-player-npapi-${VL}-release.i386.rpm".

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