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18.06.2018

Jährliches Theater mit den Dramateuren

Juhu, die Dramateure haben sich entschlossen, wieder ein Theaterstück von Sir Terry Pratchett aufzuführen!

Das diesjährige Stück war "Mummenschanz", im Original "Maskerade", und die Handlung orientiert sich vage am "Phantom der Oper", aber natürlich auf die ganz eigene und geniale Weise von Terry Pratchett.

Natürlich muss ein Pratchett-Fan dann mit einem passenden T-Shirt in's Theater gehen.

Die Aufführung fand wieder in Bischofsheim statt wie "Good Omens" letztes Jahr.

Dieses Jahr gab es sozusagen eine Fortsetzung von "Wyrd Sisters", das die Dramateure vor einigen Jahren aufgeführt haben - die Geschichte von "Mummenschanz" ("Maskerade" im Original) erzählt ein neues Kapitel im Leben der Hexen von Lancre, nachdem die dritte Hexe Magrat den König geheiratet und damit aus dem Hexenzirkel ausgeschieden ist. Esme Wetterwachs und Nanny Ogg suchen aus traditionellen Gründen wieder eine dritte Hexe, und ihre Wahl fällt auf Agnes Nitt. Die allerdings will lieber in Ankh-Morpork an der Oper singen.

Viel will ich über die Geschichte gar nicht erzählen - jeder Fan von STP wird die Scheibenwelt-Variante von "Phantom der Oper" sowieso kennen.

Die Schauspieler haben ihre Sache ausnahmslos sehr gut gemacht. Die beiden Hexen Esme und Nanny waren die Hauptpersonen und hatten eine unglaubliche Bühnenpräsenz. Agnes hat es ebenfalls geschafft, ihre Rolle so auszufüllen, wie ich sie mir beim Lesen des Buchs vorgestellt hatte. Die stimmlichen Künste wurden durch geschickt eingesetzte Tontechnik dem Buch entsprechend umgesetzt - das war sehr glaubwürdig und hat sich wunderbar in den Ablauf eingepasst.

Die Kostüme waren liebevoll gestaltet und haben viel zur Opern- und Bühnenatmosphäre beigetragen. Wie üblich auch in den vergangenen Jahren waren die Requisiten eher minimalistisch, aber perfekt passend zur Szene und Situation ausgewählt. Die Bühne hatte sogar zwei Ebenen, wobei der hintere Bühnenteil erhöht war und abwechselnd als Zimmer der Sängerinnen und als Loge des Phantoms diente. Auch der Raum vor der ersten Sitzreihe und hinter den Zuschauern wurde zur Tiefengestaltung mit einbezogen.

Schon die Fahrt von Lancre nach Ankh-Morpork in der Kutsche war ein Erlebnis für sich, bei dem sie den Sänger Heinrich Nacktschneck kennenlernen, der sich als ausländischer Künstler ohne Sprachkenntnisse ausgibt, damit er Erfolg hat. Er muss aber lernen, dass ihn jeder im Bemühen, ihn gemäß seiner (vermeintlichen) Kultur zu verwöhnen, im Gegenteil aber fast schon foltert, weil er nur Spezialitäten seiner Heimat serviert bekommt - wie Pasta - aber eben leider nichts Örtliches. Er liegt dann selbstverständlich Nanny Ogg zu Füßen, von der er schmackhafteren Reiseproviant bekommt.

Die Fußnoten, von denen Sir Terry genau wie Douglas Adams gern und reichlich Gebrauch macht, wurden wie bei den bisherigen Aufführungen realisiert, indem nach einem Signalton die Handlung "eingefroren" wurde und eine Sprecherin mit einem riesigen Fußnotenschild (*) eine Erklärung zu einem bestimmten Detail abgab.

Die Auszahlung der Tantiemen für Nannys Kochbuch wird schnell erledigt, als Esme dem Buchverleger recht deutlich macht, wie sehr sie es mißbilligt, dass Nanny über den Tisch gezogen wurde, was die Auflage und den Gewinn aus dem Buchverkauf angeht.

Im weiteren Ablauf wird dann klar, dass es zwei "Geister" in der Oper gibt, und am Schluss gibt es einen dramatischen Showdown zwischen dem Sheldon-ähnlichen leicht autistischen, kunstliebenden Geist und dem geldgierigen Regisseur, der den Mythos dazu mißbraucht, jeden zu beseitigen, der ihm auf die Schliche kommt.

Das Stück und die Realisierung haben mir ausnehmend gut gefallen und die Schauspieler haben alle ein großes Lob verdient.

Mein Fazit: Top Theater, jederzeit gerne wieder!


(Verwendung der Fotos mit freundlicher Genehmigung des Regisseurs Jonas Milke)

29.08.2016

Harry Potter and the cursed child - Buch zum Theaterstück


Nach längerer Zeit hab ich mal wieder ein neues Buch gelesen. Kein normales Buch, eher sowas wie eine Rückkehr zu den Reclam-Heftchen aus meiner Schulzeit. Allerdings deutlich teurer - Harry Potter ist die Lizenz zum Gelddrucken, und das wird ausgenutzt.

Die Harry-Potter-Maschinerie wurde kürzlich wieder angeworfen. Nach den eher unbekannt gebliebenen Büchern über Quidditch, Fabelwesen ("Fantastic Beasts") und die Bardensagen rollen nun ein neuer Film und ein - ja ehrlich! - ein Theaterstück an. Und damit es sich lohnt, gleich ein Stück, das auf zwei Teile, d.h. zwei Aufführungen angelegt ist. Derzeit wird es aber wohl in London an einem Stück aufgeführt.

Gleich vorweg: dies ist ein Buch, das schon mit "Rehearsal Edition" beworben wird, also eigentlich ein Buch für die Schauspieler des Stücks. Es enthält sehr viele Regieanweisungen und das Verhalten der Figuren wird nicht introspektiv beschrieben, sondern als sehr trockene Hinweise, wie es für den Zuschauer aussehen und wirken soll.

Die Geschichte ist schnell erzählt: der Anfang schließt unmittelbar an die Epilog-Szene aus Teil 7 an, als Harry seinen Sohn Albus Severus zum ersten Mal an Bahnsteig 9 3/4 verabschiedet.

Allerdings ist nichts seitdem Friede, Freude, Eierkuchen: Harry Potter bekommt sein Leben, seine Familie und seinen Beruf nicht wirklich in den Griff. Er ist Leiter der "magical law enforcement", also quasi Chef der Zaubererpolizei, seine Chefin ist Hermione als Ministerin für Magie, und er schiebt seit Monaten den notwendigen Papierkram im Büro vor sich her. Das bringt ihm einen Rüffel von Hermione ein, die ihn auffordert, den Gerüchten nachzugehen, ob die gesteigerten Aktivitäten von Trollen, Riesen etc. irgend etwas Schlimmes zu bedeuten hätten.

Ich nehme meine Beurteilung hier vorweg - wer das Buch mit allen Überraschungen selbst lesen will, kann dann beim Hinweis "[Achtung, Spoiler]" aufhören zu lesen.

Einerseits ist es schön, dass die Harry-Potter-Geschichte "offiziell" von der Autorin weiter erzählt wird - wenn auch quasi nicht selbst, sondern mit zwei Theaterautoren als Ghostwriter. Diese Bezeichnung hat hier im Zusammenhang eine kleine Ironie, fällt mir auf ;)

Die Geschichte greift wie so gern den Vater-Sohn-Konflikt auf und beleuchtet sowohl Draco mit Sohn als auch Harry mit Sohn. In den vergangenen Jahren hat sich Draco sehr verändert - das hat man auch in den letzten zwei Büchern schon gemerkt, und auch in den Filmen hat Draco das gut darstellen können. Er distanziert sich sehr deutlich von seinem Vater Lucius und trägt maßgeblich zur Rettung bei. Diesen Teil finde ich gut.

Andererseits wirkt es sehr gekünstelt, dass eine Zeitmaschine verwendet wird. Dadurch kann man natürlich alles, aber auch alles, rückgängig machen und an allen Schrauben drehen, um zuerst Spannung zu erzeugen und sie dann aufzulösen.

Vollkommen erwartet gibt es also eine Zukunft, in der Harry nicht gewonnen hat, in der Ron nicht Hermione, sondern Padma Patil geheiratet hat, in der Cedric nicht stirbt, sondern zum Death Eater wird und Neville tötet, so dass dieser Nagini nicht beseitigen kann. Wie schon einmal, wenn auch nur kurz, ist Dolores Umbridge Direktorin von Hogwarts, Snape ist Lehrer.

Schlussendlich ist "Cursed Child" aber den Weg aller Star Trek-Folgen gegangen: am Ende ist der Status Quo wieder hergestellt und die Geschichte verläuft so, wie die ersten sieben Bücher sie beschreiben.

Zeitreisen sind natürlich immer schwer zu erklären, aber die Stelle mit der Zerstörung des Prototypen fand ich unlogisch. Man kann nur fünf Minuten in der Vergangenheit bleiben, aber wenn er zerstört wird, ist man dort gefangen? Ich hätte angenommen, dass man sofort zurück in die Gegenwart befördert wird. Aber das gehört wohl zu den dramaturgischen Freiheiten ...

Im Grunde hat mir das Buch nicht gefallen. Nur ausgesprochene Harry-Potter-Fans werden es natürlich in ihrer Sammlung haben wollen (wie ich). Literarisch ist es nichts besonderes - man erkennt wenig von Rowlings schriftstellerischen Fähigkeiten. Die "richtigen" Bücher sind, insbesondere im Englischen, sehr schön zu lesen und sehr empfehlenswert. Dieses hier eher nicht. Es führt die Geschichte offiziell weiter, und ergänzt das Potter-Universum um ein paar kleine Details.

Der Vater-Sohn-Konflikt wird nicht besonders aufgearbeitet - das wäre wohl eher im aufgeführten Stück zu genießen, wenn die Schauspieler gut sind. Beim nächsten London-Besuch werde ich auf jeden Fall versuchen, eine Aufführung zu besuchen ;)

Früher oder später wird es sicherlich auch einen Film geben. Mal schauen (ja, das war auch wieder ein Wortspiel!).

Die Schlussszene an Cedrics Grab und die Annäherung zwischen Vater und Sohn war ganz ok, aber auch nichts Besonderes. Die Schlussszene am Ende von Terry Pratchetts "Night Watch", als zuerst Carcer und Vimes und danach Vetinari und Vimes diskutieren, ist ein ganz anderes Kaliber von Friedhofsgespräch ;)

[Achtung, Spoiler]

Im Umgang mit dem jüngsten Sohn Albus Severus ("Al") hat Harry große Schwierigkeiten. Al denkt, dass er ihm mit den Namen eine zu große Bürde mitgegeben hat und er deshalb in Hogwarts Schwierigkeiten bekommt. Der Hut sortiert ihn auch tatsächlich in das Haus Slytherin ein, im Gegensatz zu seinen Geschwistern James und Lily. Al bleibt ein Außenseiter und freundet sich nur mit Scorpius Malfoy an, Dracos Sohn. In ihrem dritten Jahr stirbt Dracos Frau Astoria. Scorpius leidet unter dem Gerücht, dass nicht Draco, sondern Voldemort sein Vater sei.
Harry kann zu Beginn des Buchs eine Zeitmaschine, einen Time Turner, erkämpfen, der offensichtlich neu konstruiert ist und nicht nur eine Stunde, sondern Jahre zurück in die Vergangenheit reisen kann. Der Prototyp kann den Reisenden aber nur für fünf Minuten in die Vergangenheit bringen.

Albus und Scorpius stehlen den Time Turner aus Hermiones Büro und wollen damit Cedric Diggorys Tod ungeschehen machen, der am Ende des Triwizard-Wettbewerbs von Peter Pettigrew mit Voldemorts Zauberstab getötet wurde. Dabei richten sie großen Schaden an, reisen für eine Korrektur nochmals in die Vergangenheit und richten noch mehr Schaden an.

Harry hat in beiden Version der geänderten Vergangenheit den Kampf gegen Voldemort verloren und ist tot. Hermione und Ron sind noch auf der Flucht und opfern sich, um Al und Scorpius das Entkommen nach der Zeitkorrektur zu ermöglichen. Scorpius kehrt allein zurück, weil Al nie geboren wurde, und mit einem weiteren Time Turner aus dem Besitz von Lucius Malfoy, den Draco zu Harry mitbringt, können sie nach und nach die Zeitverwerfungen korrigieren.

Zum Ende taucht das tatsächliche Kind Voldemorts auf - eine Tochter namens Delphi von Beatrix Lestrange. Delphi wollte ebenfalls die Zeit verändern und ihren Vater am Mord an Harrys Eltern hindern, damit er nicht besiegt wird. Sie reist mit Al und Scorpius in die Zeit kurz vor dem Mord und zerstört dann den Time Turner. Al findet aber eine Möglichkeit, über die Kuscheldecke von Baby Harry eine Nachricht in die Zukunft zu senden, damit Harry weiß, wann Delphi zuschlagen will.

Draco gibt zu, dass Lucius einen weiteren Time Turner hat, der noch weiter entwickelt ist und mit dem man beliebig lang in der Vergangenheit bleiben kann, nicht nur fünf Minuten wie mit dem Prototyp, den Al und Scorpius verwendeten.

Sie reisen ebenfalls in diese Zeit. Mit Polyjuice gibt sich Harry als Voldemort aus und kann Delphi lang genug täuschen, damit sie kampfunfähig gemacht werden kann. Ihr steht ein Gefängnisaufenthalt in Azkaban bevor.

Ganz langsam scheint sich das Verhältnis von Harry und Al zu bessern. Genau wie Voldemorts Tochter wollten sie Liebe und Aufmerksamkeit von ihren Vätern haben. Die Werkzeuge dazu sind allerdings bei Zauberern etwas mächtiger und gefährlicher ...

17.05.2016

[en] Good Omens - Die Dramateure - Theatre play by Sir Terry Pratchett

[Article in German here]

Die Dramateure have done it again - performing a book by Sir Terry Pratchett on stage!

This year they didn't choose a book from the Discworld. This year the action takes place on Roundworld - that's how our world would be called on the Discworld.

There are even more distinctions: this book is co-written by Neil Gaiman who I don't appreciate that much when on his own (I've read "Underworld" and currently am stuck in the middle of "Anansi Boys") but the cooperation with STP bore something really good. The book in question is "Ein Gutes Omen" ("Good Omens") and it still is one of my favourites. I've read it 3 or 4 times and still like it very much. Others have a fond memory but on re-reading it the shine had worn off.

STP wrote quite a number of books which do not take place on Discworld, e.g. the "Bromeliad" trilogy, the "Johnny" trilogy, or books like "Dodger", "Nation", "Strata". With "Good Omens" there's still some notable cross-over from DW - it has a DEATH character with remarkable similarity and SPEECH. In this book his companion are the other apocalyptic horseman instead of the death of rats, but nonetheless there is some SIMILARITY ;-)

Like it was in the previous years, "Die Dramateure" intentionally have a very minimalistic stage scenario which can be moved around quickly. The scenery that really is there is used quite effectively to pull us into the story.

Let me jump to the conclusion right now: I liked the play very much and enjoyed myself as good as the previous years. I wasn't sure beforehand what to expect from a play with angels and demons and the 4 bikers of the apocalypse, a hospital, a quarry and a military base but they managed to transfer the plot and tempo to stage very well.


Of course you know the story: Armageddon is about to happen and the anti-christ shall grow up between men to get prepared for his role. Aziraphale and Crowley got used to the easy life on earth and each one tries on his own to put off the final battle or even to prevent it. The final battle happens but it's different from the one that the angels and demons were expecting. It takes place on a military base where a computer virus is planned to launch nuclear missiles for world war 3.

The play starts in paradise where Crawley tempts Eva and the humans are expelled. Then we have a huge time jump of about 6000 years and watch as the anti-christ is delivered (pun intended) to a hospital driven by satanic nuns, and the multiple exchanges of babies between mothers, followed by a small time jump of about 11 years, to watch a typical, carefree children's play scene in a quarry near Lower Tadfield in a long hot summer during school holidays. We encounter the witchfinder Army, consisting of two members, one of which was just recruited, the 4 apocalyptic horsemen, Agnes Nutter, who predicted everything, her grand-(etc.)-child Anathema Device, and the final scene is at the military base where world war 3 does not start.

I especially enjoyed the identical posing during the scenes where all parties are on their way to the military base. All of them use different vehicles, cars, bikes, and a scooter, and they all act identically, mimicking the posture of driver or co-driver. Hilarious! Of course there is no real vehicle involved anywhere but it looks sooo real!

The book tells a story with multiple human and super-human protagonists, where some of the humans are approximately 11 years old. If you've read the book you have certain imaginations and it's hard to watch the play where the children of 11 are played by young adults of more or less double that age. Astonishingly it works - if you can ignore the height they play their roles pretty well and some minutes into the play they are the pack called "Them" fighting against the "Johnsonites" (which are only mentioned but do not appear).

All of the actors were very relaxed. I liked the postman very much who was a minor role performed by director Jonas Milke. His appearances are short but important nonetheless: he posts the weapons and tools to the apocalyptic horsemen.

Of course the play is abridged when compared to the book, but the spirit of the story is fully there: to stay true to one's self and do the right thing even if someone is demanding something else that you don't want to do.

I missed "Dog", Adam's hell hound, but only a bit. He was mentioned by the actors but never appeared. In earlier plays there really was a puppet for the animal role (e.g. Igor had a stitched-up dog "Thcrapth" in "Carpe Jugulum"). Since the dog doesn't have a major role in the book it's not a big loss.

There was another detail which had to be updated: the book talks about cassettes which automagically turn into "Best of Queen". In the play they changed that to CDs insteads of cassettes. I think this makes sense - lots of younger people wouldn't recognize an MC or know how to use it.

Here are some photos from the play:
(shot and published with permission by Jonas Milke)


The paradise, Crawley (later Crowley) tempts Eva. Aziraphale has to expel the humans but lends them his flaming sword because "it's so cold outside and she's expecting, you know".

Crowley receives the baby that's expected to start Armageddon. You really notice that he got used to life on earth and is annoyed that the other demons do not understand "thinking big" to make thousands swear when the mobile phone network fails or there's a traffic jam. Of course there's Queen background music when he arrives ;)


In the hospital driven by satanic nuns the baby should be exchanged to the american ambassadorial family to make sure the anti-christ grows in a family with influence and power. The nuns are quite dumb and exchange the baby multiple times. This results in the baby growing up in an extremely average english family.

Aziraphale and Crowley notice they both don' want Armageddon to come.
Crowley still plays Queen in his car ;-)

Adam Young and his pack, Brian, Pepper and Wensleydale, enjoy their school holidays and speculate in the wild about aliens, robots and tibetan monks who can travel everywhere on earth by subterranean tunnels to listen to every conversation everywhere.
Adam doesn't know right now that he's got the power to make his wishes come true.

Anathema Device tries to verify another one of Agnes Nutter's premonitions who predicted "carriages without horses" hundreds of years ago.










During the break robots and tibetan monks distributed warnings to end pollution.

This follows the Dramateure's tradition of giving a hand-out to their guests - in the past years these were issues of the "Ankh-Morpork Times", this year a flyer to be more careful to Mother Earth.




Witchfinder private Newt and professional ancestor Anathema read more predictions and notice that  Agnes even predicted sex between them - but only once because time runs out and they have to leave for the military base.

The 4 horsemen of the apocalypse (pollution, death, war and famine) and the self-nominated 5th (in the book another pack of 4) horseman for "non-alcoholic beer" are on their way to the same location. The 5th horseman receives a Darwin Award by dying in a very dumb way.

Crowley is heading there, too, in his Bentley.

... and Witch finder Seargant Shadwell with Madame Tracy on her scooter.

Anathema and Newt got the interpretation right on Agnes's predictions and head to the mililtary base, too.

As do Adam and the "Them" on their bikes. Adam has realized that he doesn't want to be a tool to mass destruction and genocide, especially not if his own little home town is affected by this, too.

Adam and the "Them" fight against the 4 horsemen with sword, scales and crown. Obviously you can't win against death, but that was to be expected. Death does not fight at all, he simply retreats.

Adam talks about destination and personal strife for luck.









 



Applause was again long and well-earned. Kudos from me too for this year's play.











I'm absolutely looking forward to the choice of STP's book for next year's stage appearance.

26.04.2016

[de] Good Omens - Die Dramateure - Theaterstück von Sir Terry Pratchett

[Article in English here]

Die Dramateure haben wieder zugeschlagen und ein Theaterstück nach einem Buch von Sir Terry Pratchett aufgeführt!

Dieses Jahr hat sich die Hanauer Theatergruppe kein Stück ausgesucht, das auf der Scheibenwelt spielt, sondern auf der "Rundwelt", wie unsere eigene Welt von den Bewohnern der Scheibenwelt genannt wird.

Es ist eine Kooperation mit einem anderen Autor, den ich nicht so sehr schätze, aber bei "Ein Gutes Omen" ("Good Omens") ist es ein wunderbares Buch (und Theaterstück) geworden. Ich habe auch einige der Bücher von Gaiman allein gelesen, aber er konnte mich nicht besonders fesseln (Underworld, Anansi Boys).

STP hat ja tatsächlich einige Bücher verfasst, die nicht auf der Scheibenwelt spielen, darunter die Trilogien über Johnny sowie über die Bromeliade, aber bei "Good Omens" gibt es noch eine winzige Anspielung, nämlich den TOD. Hier ist er Teil der "Vier Reiter der Apokalypse", aber die Ähnlichkeit ist nicht zu verleugnen, nicht zuletzt wegen seiner AUSSPRACHE in Versalien ;-)

Wie üblich, haben die Dramateure eine sehr minimalistische Bühnendekoration, die sich zum Kulissenwechsel schnell auf- und abbauen lässt. Nichtsdestotrotz schaffen es die Schauspieler, die vorhandenen Kulissen optimal zu verwenden und den Zuschauer mit ins Geschehen zu ziehen.

Gleich vorneweg: es hat mir sehr gut gefallen und die Theatergruppe hat es wunderbar geschafft, das Tempo des Buchs auf die Bühne zu bringen. Ich habe mich keinen Moment gelangweilt.

Die Geschichte dürfte bekannt sein: Armageddon zieht herauf, und der Sohn Satans, der Anti-Christ, soll unter den Menschen aufwachsen und dort auf seine Rolle vorbereitet werden, die Endzeit auszulösen. Erziraphael (im Original "Aziraphale") und Crowley haben sich mittlerweile aber an das menschliche Leben gewöhnt und versuchen jeder auf seine Weise, den finalen Kampf zwischen Gut und Böse noch weiter hinaus zu zögern oder sogar ganz zu verhindern. Die Entscheidung fällt letztlich in einer Militärbasis, von der aus mit einem Computervirus die Atomraketen gestartet werden sollen.

Dabei verfolgen die Zuschauer die einzelnen Szenen, beginnend bei der Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies, über die "Lieferung" des höllischen Kindes an eine Klinik teufelsanbetender Nonnen und die mehrmalige Vertauschung des Babys, über die unbeschwerte Jugend Adams und seiner Clique im kleinen Örtchen Lower Tadfield, über den Ruf, der an die vier Reiter der Apokalypse ergeht, über die Hexensucher-"Armee", bestehend aus zwei Personen, und über die Begegnung mit Anathema Device, ihrer Urahnin Agnes Nutter, die alles vorhergesagt hat, bis hin zum finalen Zusammentreffen in einer Militärbasis und dem doch nicht stattfindenden letzten Weltkrieg.

Besonders gut hat mir die Szene gefallen, in der die verschiedenen Personen und Gruppen, die sich gebildet haben, um aus verschiedenen Richtungen zum endgültigen Zusammentreffen zu fahren, alle identisch auf der Bühne agieren: zum Bühnenbild gehört wie üblich, dass sehr vieles pantomimisch dargestellt wird, sei es Auto, Motorroller oder Fahrrad. Toll gespielt und arrangiert!

Das Buch handelt hauptsächlich von Kindern, die ungefähr in der 5. Klasse sind, also knapp 11 Jahre alt. Wenn man das Buch gelesen hat, ist es natürlich schwierig, die Bilder im Kopf in Einklang zu bringen mit einem Theaterstück, in dem die Kinder von jungen Erwachsenen gespielt werden, aber es klappt eigentlich ganz gut.

Die Schauspieler haben alle sehr entspannt gespielt. Der Postbote, der die Werkzeuge und Waffen der Vier Reiter ausliefert, wurde vom Regisseur Jonas Milke etwas überkandidelt gespielt, aber das war ein ganz netter Kontrapunkt.

Natürlich ist im Vergleich zum Buch eine ganze Menge gekürzt dargestellt, aber der Geist der Geschichte ist erhalten geblieben: das Wichtigste im Leben ist, sich selbst und seinen Überzeugungen treu zu bleiben und so zu handeln, auch wenn jemand oder die Umstände etwas anderes verlangen, was man nicht will.

Etwas vermisst habe ich den Höllenhund, der im Buch in einer Szene im Steinbruch "ausgeliefert" wird. Zunächst ist er ein riesiges, tödliches Monster, aber auf dem Weg zu seinem Herrn verwandelt er sich in einen kleinen, niedlichen Hund, so wie Adam ihn sich wünscht - rein zufällig spricht er nämlich gerade mit seinen Freunden darüber, wie sein eigener Hund aussehen müsste. In früheren Theaterstücken haben die Dramateure Tiere mitspielen lassen, die als Puppe von einem eigenen Schauspieler sozusagen "animiert" wurden (z.B. der Hund "Fetzen", von einem Igor zusammengestückelt). In diesem Stück wurde "Hund" nur erwähnt, aber da er keine Schlüsselrolle in der Handlung trug, war das zu verschmerzen.

Minimal aktualisiert wurde ein kleines Detail - im Buch, das 1990 erschien, verwandeln sich automatisch alle Kassetten, die in Autos aufbewahrt werden, in "Best of Queen"-Alben. Im Jahr 2016 gibt es Menschen, die Kassetten nicht mal mehr kennen, und auch CD-Spieler verschwinden langsam aus Autos und Stereoanlagen. Aber Crowley ist ja nostalgisch und spielt noch CDs im Auto - mit Queen-Musik drauf natürlich.

Hier nun einige Bilder aus den Schlüsselszenen:
(Bilder mit freundlicher Genehmigung der Dramateure und ihres Regisseurs Jonas Milke)

Die Vertreibung aus dem Paradies, ausgelöst von Crowley als Schlange, um Eva den Apfel unterzujubeln.
Erziraphael gibt den Vertriebenen sein Flammenschwert mit, weil es draußen doch so kalt ist.
Crowley übernimmt das Baby, das Armageddon auslösen soll. Man merkt ihm an, dass er die Erde eigentlich ganz nett findet und sich von den anderen Dämonen entfremdet hat.
Während der Anfahrt hört man, dass sich seine CDs im Auto in "Best of Queen" verwandelt haben, wie das immer so ist.
Im Krankenhaus soll das Baby der amerikanischen Botschafterfamilie ausgetauscht werden, damit der Höllensohn in einer Familie mit Macht und Einfluss aufwächst. Leider sind die Nonnen extrem dämlich und durch mehrfache Vertauschungen landet das Kind unabsichtlich in einer englischen Durchschnittsfamilie und wächst höchst durchschnittlich auf.
Erziraphael und Crowly stellen fest, dass sie beide keine Lust auf Armageddon haben.
Crowley hört immer noch Queen im Auto ;-)
Adam Young und seine Clique, Brian, Pepper und Wensleydale, genießen die Schulferien und fabulieren munter drauflos über Aliens, Roboter und tibetanische Mönche, die mittels Tunneln unter der Erdoberfläche an alle Plätze der Welt reisen können, um dort zu lauschen.
Noch ist Adam nicht klar, dass er die Macht hat, seine Fantasie Wirklichkeit werden zu lassen.
Anathema Device versucht, eine weitere der Voraussagen ihrer Ahnin Agnes Nutter zu überprüfen, die in sehr blumiger Sprache vor Hunderten von Jahren schon "Wagen ohne Pferde" hat sehen kommen.








In der Pause waren Roboter und tibetanische Mönche unterwegs und haben Warnungen an die Bewohner des Planeten ausgehändigt, die Umweltverschmutzung zu beenden.

Dieses Schmankerl steht in der Tradition der bisherigen Aufführen, den Besuchern etwas mitzugeben - bislang waren es Ausgaben der "Ankh-Morpork Times", hier nun eine Botschaft der Aliens, mit der Erde sorgsamer umzugehen.




Hexensucher-Gefreiter Newt und Ahnin-von-Beruf Anathema lesen weitere Voraussagen und stellen fest, dass Agnes sogar den Sex zwischen ihnen vorhergesagt hat - aber nur einmal, weil die Zeit knapp wird und sie aufbrechen müssen zur Militärbasis von Tadfield.

Auch die Vier Reiter der Apokalypse (Umweltverschmutzung, Tod, Krieg und Hunger) und der selbsternannte fünfte (im Buch vier weitere) Reiter für "alkoholfreies Bier" sind auf dem Weg zu ihrer Bestimmung. Der fünfte Reiter bekommt den Darwin-Award, als er bei einem dummen Unfall stirbt.

Crowley ist ebenfalls unterwegs in seinem Bentley.

Und der Hexensucher-Feldwebel Shadwell hinter seiner Vermieterin Madame Tracy auf ihrem Motorroller.

Anathema und Newt haben die Voraussagen von Agnes korrekt interpretiert und fahren zur Mililtärbasis von Tadfield.

Adam und seine Clique fahren auf ihren Fahrrädern ebenfalls dorthin. Adam ist klargeworden, dass er nicht zum Werkzeug seiner Bestimmung werden will, wenn dabei seine eigene, kleine, heile Welt zerstört wird. Tadfield soll so bleiben, wie es ist.

Adam und seine Freunde kämpfen gegen die echten Vier Reiter und gewinnen gegen Schwert, Waage und Krone. Gegen den Tod kann man nicht gewinnen, aber das ist normal.

Adam hält eine sehr bewegende Schlussrede über Bestimmung und Glück.









 

Der Schlussapplaus war lang und verdient. Respekt für die diesjährige Aufführung!











Ich freue mich auf nächstes Jahr und bin gespannt, welches Buch von STP für 2017 ausgewählt wird.

02.12.2015

[de] Mort - Terry Pratchett - Theater in Friedberg

Es ist schon ein paar Tage her, aber ab und zu soll es doch mal vorkommen, dass ich an die frische Luft komme und nicht nur vor dem Computer hocke ;)

Aber es muss natürlich schon ein besonderer Anlass sein, wenn ich mich dem Risiko aussetze, vor die Tür zu gehen - und das war es tatsächlich!

In letzter Zeit kann ich ja kaum glauben, dass ich wirklich in einer so vorteilhaften Gegend von Deutschland wohne (mal abgesehen vom fehlenden Glasfaseranschluss, aber das ist ein ganz anderes Thema ...). Gleich zwei Theatergruppen sind in bequemer Reichweise, die Stücke von Sir Terry Pratchett spielen!

Da sind zum einen die Dramateure, die in und um Hanau spielen und mich seit mehreren Jahren einmal jährlich ganz wunderbar unterhalten, und seit diesem Jahr gibt es eine weitere Möglichkeit, und das sogar noch näher, nämlich in Friedberg. Hier ist es die Gruppe Heldentheater um Andreas Arnold, der auch mit anderen Projekten wie dem "Poetry Slam" unterwegs ist (am 12.12.15 übrigens in Wölfersheim zu Gast!).

Ich bin ja sehr leicht zu überraschen und zu begeistern, aber einen Artikel über ein Theaterstück von Sir Terry in der regionalen Wetterauer Zeitung war dann durchaus beides - überraschend und begeisternd! Im Handumdrehen hatte ich online eine Karte reserviert und konnte es dann kaum abwarten.

Die Aufführung sollte im katholischen Gemeindehaus in Friedberg stattfinden, benannt nach Albert Stohr, einem ganz bemerkenswerten Mainzer Bischof während des 2. Weltkriegs und bis 1961 (unbedingt in Wikipedia nachlesen!).

Das aufgeführte Stück ist allen Pratchett-Fans bestens bekannt. Mort(imer) ist ein eher erfolgloser junger Mann, der schon mehrfach bei der jährlichen Gewerbeschau keine Lehrlingsstelle gefunden hat. Dieses Jahr wird alles anders: der TOD selbst, eine anthropomorphische Personifizierung, erwählt ihn als Lehrling, allerdings hat er ganz eigene Gründe dafür ...

Entgegen der landläufigen Vorstellung ist der TOD "nur" für die Überbringung der guten (oder schlechten) Nachricht zuständig und nicht für das eigentliche Sterben. Er begrüßt die Seelen im Jenseits und führt sie zu dem, was sie für sich selbst erwarten. Aber das muss ich ja keinem mehr erzählen ;)

Die Schauspieler des Heldentheaters haben ein wunderbares Stück abgeliefert, und sie haben das Buch sehr schön umgesetzt. Etwas gekürzt, ja, aber immer noch in sich geschlossen und verständlich. Mit einer kurzen Pause hat es etwas mehr als zwei Stunden gebraucht, bis Mort den Mord an der Prinzessin verhindert, an der Unsichtbaren Universität in Ankh-Morpork Rincewind und die anderen Zauberer den Ritus von Ashk'Ente durchführen und daraufhin der TOD mit einer Schürze von Hargas Rippchen auftaucht, der Zauberer Schneidgut zum "königlichen Wiedererkenner" ernannt und dann die Prinzessin zur Königin gekrönt werden konnte, der Anstifter zum Mord an ihrem Vater seine Strafe erhalten hatte, Mort mit dem TOD bis auf den Tod kämpft, der TOD seine Sanduhr umdreht und Mort seine Ysabell in die Arme schließen konnte.

Dazwischen hatten die Theaterhelden das übliche Problem von Pratchett-Büchern zu meistern: es wimmelt von Fußnoten mit Erklärungen, die zwar nicht notwendig zum Verständnis sind, aber einen beträchtlichen Teil des Spaßes ausmachen. Bei den Dramateuren gibt es dann ein Schild mit einem Fußnoten-Sternchen (*) und ein Sprecher erklärt etwas, und ganz ähnlich haben es die Theaterhelden auch gemacht: ein Sprecher taucht auf und danach geht es dann erst mit der Handlung weiter.

Im Gegensatz zu den Dramateuren spielen die Theaterhelden ihr Stück deutlich häufiger, es gibt also noch genug Chancen, sie sich anzusehen, und ich empfehle das ganz ausdrücklich. Es macht einen Riesenspaß, und die Zeit und das Geld für den Eintritt sind gut investiert. Termine kann man auf ihrer Webseite nachlesen.

Die Kostüme sind sehr schön gewählt: der König sieht sehr königlich aus, die Prinzessin hat den größten Kostümfundus, bis sie schlußendlich gekrönt wird, und alles andere ist ziemlich genauso, wie man sich Handwerker, Kneipenwirte, Töchter und TODe vorstellt ;)


Nach dem Schlussapplaus gab es noch einige Erklärungen des Regisseurs (der den Zauberer spielte), der u.a. wie oben erwähnt auf das Problem mit den Fußnoten einging und die Kürzungen gegenüber dem Buch etwas detaillierter erklärte, auf 11 Monate Probenzeit hinwies, und noch ein bißchen auf die unglaubliche Sprachgewalt von Sir Terry einging, dessen Wortwitz und Wortspiele kaum zu übersetzen sind. Er fragte, wer denn alle 41 Scheibenwelt-Bücher gelesen habe, und wenn ich mich nicht irre, war ich der einzige, der sich gemeldet hat ;)

Andreas Brandhorst, der langjährige deutsche Übersetzer, hat leider nur den klamaukartigen Teil ins Deutsche gebracht und den philosophisch-humanistischen Teil größtenteils geopfert. Seit ich Anfang der 90er "Pyramids" in einem Geschäft auf Malta kaufen konnte, lese ich deshalb die Bücher nur im englischen Original. Das ist am Anfang etwas holprig, aber wenn man nicht den Fehler macht, jedes einzelne unbekannte Worte nachzuschlagen, kommt man trotzdem ziemlich schnell in ein flüssiges, genussvolles Lesen.

Ein eher schlichtes Beispiel, das Arnold anführte, stammt aus dem gespielten Stück "Mort", als TOD sagt "es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur mich". Im Original spricht er "there's no justice, there's just me". Hier spielt Sir Terry mit der Doppelbedeutung von "just" - eben entweder "gerecht" oder "nur". Der Übersetzer muss sich für eins von beiden entscheiden, um nach Möglichkeit den Sinn zu transportieren, und dabei bleibt das andere auf der Strecke.

[en] Mort - Terry Pratchett - theatre play in Friedberg

It's been a while since I attended the play but finally I found some minutes of spare time to write about it.

In the last weeks I've come to think about my fortunate situation: there are not one, not three, but two theatre groups playing Sir Terry Pratchett's works in my immediate vicinity where I can attend their plays within 30 minutes of driving. Isn't this incredibly lucky? Some time ago I complained that there are lots of opportunities to watch a play in UK, Ireland, Fourecks and other foreign places, but not in Germany.

Number one: I love to visit the Dramateure in Hanau once a year who do a wonderful job of entertaining me and my hunger for STP's wit and humour.

Number two: new on stage (this is a pune, or play on words) are the actors from the Heldentheater with director Andreas Arnold (who also does projects like "Poetry Slam", e.g. on 12.12.15 in Wölfersheim!). They started playing STP only this year, but having experience with other authors and plays in the past (visit their website).

I am able to be surprised and excited quite easily, but getting to read an article about a forthcoming STP play in my local newspaper one morning was exceptionally surprising and exciting (given the fact that I tend to criticize that newspaper quite often and write readers' letters frequently). 5 minutes later I had my ticket - easily reserved and ordered online.

The play would take place in a catholic community hall in Friedberg/Hessen, named after Albert Stohr, a most remarkable bishop in Mainz during WWII and until his death 1961 (be sure to read about him in Wikipedia. Sadly the english text doesn't really honour his achievements and braveness against Nazis in Germany's darkest period).

Of course all of you Pratchett-Fans know the story of "Mort". Mort(imer) is quite some luckless young man seeking and not getting any apprenticeship during the yearly county fairs until DEATH comes along and employs him.

Against all usual assumptions DEATH does not kill the people whose lifetimer has expired but he only greets them to afterlife and introduces whatever they expect for themselves. But I don't need to tell you that ;)

The actors deliver a fine piece of artwork bringing the book to life. It is abridged but you hardly notice because it still contains all of the core elements. There was a short pause, and the whole play entertained me for a bit more than 2 hours. In this time Mort prevented murder to Princess Keli, the wizard Cutwell (with one "z") became appointed "royal recognizer", Rincewind and the other wizards from Unseen University in Ankh-Morpork performed the rite of Ashk'Ente to summon DEATH who appears with an apron from Harga's ribs, Keli was crowned, the instigator of the king's murderer received his punishment, Mort fought DEATH to the death, got awarded a flip of his lifetimer and finally could embrace Ysabell.

Inbetween the actors had to deal with the usual footnote problem: STP loves to sprinkle his books with lots of them, mostly for entertainment only, but sometimes required to fully comprehend that part of the book. The "Dramateure" bring the footnote asterisk to stage quite literally: they have a speaker with a huge footnote "*" sign, the play freezes and the footnote gets told. The "Heldentheater" do it quite similarly but without the footnote sign.

This Friedberg theatre group will go regional with their play and at least until June you will have ample opportunities to watch it. You won't regret it! Read their website for schedule and locations.

The costumes are quite nice: the king looks very royal, the princess has a lot of costumes for every situation, and all of the other actors, e.g. craftsmen, innkeepers, wizards, daughters, DEATHs, look exactly as you will expect them to look.


After all of the applause and kudos (and well-earned they were!) the director - who also happened to play the wizard Cutwell - came to front and had some final words about the play and the author. He explained the difficulties between book and stage, telling a story on the back of 41 DW books, studying the english theatre version, leaving out some things, adding things back, rehearsing for 11 months, and so on. He asked the audience if anyone had read all of the DW books, and if I was not mistaken I was the only one to show up ;(. Then he continued and gave some examples of what gets lost in translation, although the german translator really tries hard, but you simply can't get every nuance in translation.

One prominent example of sacrifice in translation is DEATHs famous "there's no justice, there's just me". Of course the pun is "just" which means both of "only" and "fair". There's only one possible grammatically correct translation to german which transports the meaning of "only" but then the "fair" meaning is lost forever and the pun has gone AWOL. This is the reason I read the originals since I bought the english version of "Pyramids" in a maltese book shop during a vacation back in the 90s.

28.05.2015

[en] Wyrd sisters - theatre play in Hanau

It's been a while already since I enjoyed this play, because there was a lot of everything else, both private and professional, but I finally wanted to report about another wonderful piece of drama in Hanau, Germany (some kilometres from Frankfurt), before I forget too much of it.

Once a year we can expect a new play from the young Dramateure ensemble. Well, obviously it won't be "new" anymore since the regrettable passing of Sir Terry Pratchett earlier this march, but "new" as in "it's new in our repertoire".

Just as a sidenote the last piece of work by STP will be published late this autumn and it will be the long-expected 5th part of the Tiffany Aching series called "The shepherd's crown".
The Dramateure ensemble

"Wyrd Sisters" resp. "MacBest", as it is titled in german translation, is one of the early works by STP in which he used up dramas and fairy tales from our roundworld. The german title reveals a lot more about the main topic than the english one: obviously it deals with "MacBeth" by Shakespeare, the instigated king's murder, bad conscious afterwards, narrowly rescued king's son and of course the three witches who want to meet again ("next tuesday would be fine" ...). Nevertheless STP adds his very own special flavour to this mixture of threads.

Magrat Garlick, youngest witch
At least equal in quality to their previous plays the actors together with director Jonas Milke do a wonderful performance. In fact I dare say they continually improve, while keeping the same scarce scenery as in previous years. I absolutely love it each time. Since I like footnotes very much after I started playing "Hitchhiker's Guide to the Galaxy" around 1985 on my Apple ][ I especially enjoyed them in the play. Footnotes are characteristic for nearly all of Pratchett's books and they add a very particular piece of fun and pun (sorry, "pune" it is in the books - a play on words). Approaching certain keywords in the play the whole acting froze, one of them picked up a big * sign and a speaker appeared, explaining - quite hilariously - some detail that had just been mentioned but required a little bit more of a definition or sidenote. After the speaker disappearing the frozen time thawed and acting continued ;)

v.r.t.l.: Magrat, Esme, Nanny
As already mentioned the scenery was mostly rather scarce apart from some notable exceptions (see later), but this was not the least negative, it perfectly matched - the actors were always so present as to create the exact impression of the scenery the audience should have. One example for this acting presence was the "play in the play" when the witches and some peasants were watching a play on stage but Esme Weatherwax does not or does not want to recognize that it's only a play. Whenever there's a twist she jumps up and shouts it out to the actors on stage. The other viewers start to think that the witches (easily recognized as such) are part of the play being placed inbetween the audience by intent. Grand!

Timeshift
In comparison to that the scenery becomes overwhelmingly copious when the witches move Lancre into the future by 20 years. They are so impatient that the king's son stands in as a heir and fights the murderers that they employ magic and travel the whole kingdom with their magic brooms to accomplish this time travel, and they have to do this in just one night.
Witches at work


The director did not of course hire a company like ILM or Pixar to make the brooms fly but instead settled on a wallet-friendly implementation by moving the scenery around and the witches' actors only move in slow-motion through the countryside.

Encarcerated





Same is true for the incarceration: a huge steel grid door cannot keep the witches.

DEATH and late king
At the beginning and of course near end of the play we meet DEATH which is a recurring and probably one of the most popular characters on the discworld. He explains facts about his passing to the quite surprised king Verence I. The late king is dressed and rouged completely in white (I admit the verb "rouged" sounds like a pun in itself for this role). The king is playing superbly and during the "showdown" theatre play in the castle even takes control of the living actor's king's role to confront the acting king being a murderer. Both actors - live and late king - speak in unison and this is so great and so creepy!
Evil queen

The queen, being the real evil person in this play, and having instigated the murder in the first place, flees into the forest and makes some unpleasant encounters there which did not like trees being cut ...

Murderous King

The acting king removes himself from life - he thinks that he's dead already and tries to fly from the castle's tower. Reminds me of a funny poem by 50's writer and actor Heinz Erhard, "Ritter Fips und sein anderes Ende" ... (I cannot translate this, sorry!)



Tomjohn
Tomjohn, the real son of the late king Verence I., wants to stay with the actors troupe, and the jester, hinted to maybe be an illegitimate son of the late king, is crowned as Verence II., and we already know from succeeding books as well as from one of the previous plays that he will marry Magrat.
Jester and king


My final conclusion: I enjoyed the play very much as did my daughter, and I can't wait for next year's plans.




Ensemble at encore
There was no particular actor who excelled - they all acted equally fine and performed together perfectly as a team - I loved all of them. I could not name a single favourite when asked. Kudos to all of them!