09.12.2015

Flash-Update auf Version 20

Mir fehlen langsam die Worte, wie die Versionsnummern inflationär in Höhen klettern. Google hat es mit Chrome vorgemacht, aus irgendwelchen Gründen macht es Mozilla mit Firefox und Thunderbird nach, und jetzt beschleunigt Adobe die Nummerierung des Flashplayers genauso.

Und weil mir die neuen Worte fehlen, nehme ich immer den alten Blogartikel, nur die Versionsnummern und die Links ändern sich ;)

Einen Hinweis muss ich aber nun doch noch einbauen: ab Ende Januar 2016 wird es keine freien Downloads der Installationsdateien mehr geben. Genaue Modalitäten sind noch nicht bekannt, Adobe hat nur bekannt gegeben, dass die Downloadlinks über die "distribution3.html"-Seite nicht mehr zur Verfügung stehen werden und man eine Adobe-ID und eine Business-Lizenz benötige.

Grade erst Version 16 (siehe meinen älteren Blogartikel von November 2015) und 17 (hier) und 18 (hier im Blog) und 19 (hier im Blog), jetzt schon 20 (mittlerweile zählt wohl auch ein Major release nicht mehr zu den besonders erwähnenswerten Ereignissen bei Adobe?). Wer sich selbst auf dem Laufenden halten will, kann das Blog des Security-Teams bei Adobe lesen oder als RSS abonnieren.

Wie üblich in ihrem freundlichen Service-Blog die passende Automation zum Herunterladen und Installieren. Falls ein Proxy verwendet wird, das "rem" bzw. "#" entfernen.

Das Tool wget wird bei Windows noch benötigt wie hier beschrieben. Bei Linux sollte es schon vorhanden sein, da es von vielen anderen Programmen intern verwendet wird.

Für Windows wie üblich beide Varianten, ActiveX und Netscape Plugin (Achtung übrigens, Firefox wird demnächst das NPAPI komplett abschaffen - mal sehen, was Adobe und Flash dann machen).
@echo off

rem set http_proxy=http://192.168.100.100:3128/
set VNP=
20.0.0.306
set VAX=20.0.0.306
set V=20
set H=fpdownload.macromedia.com
set P=/get/flashplayer/current/licensing/win
set AX=install_flash_player_%V%_active_x.exe
set NP=install_flash_player_%V%_plugin.exe

wget http://%H%%P%/%AX% -O flash-%VAX%_ax.exe
.\flash-%VAX%_ax -install
wget http://%H%%P%/%NP% -O flash-%VNP%_np.exe
.\flash-%VNP%_np -install

Für Linux 64 bit rpm (als root ausführen oder "sudo rpm" schreiben) gibt es nach wie vor "nur" Version 11, aber zur Abwechslung haben sich der Downloadlink und der Dateiname für .rpm geändert. Für .tar.gz-Format ist immer noch der erste Downloadlink gültig, deshalb belasse ich beide im Skript.
#!/bin/sh

# http_proxy=http://192.168.100.100:3128/

VL=11.2.202.569
H=fpdownload.macromedia.com

PL1=/get/flashplayer/current/licensing/linux
PL2=/get/flashplayer/pdc/${VL}


DL() { wget -N "$1/$2"; mv "$2" "$3"; }

echo Linux 64 bit rpm ...
DL http://${H}${PL2} \
   flash-plugin-${VL}-release.x86_64.rpm \
  
flash-${VL}.x86_64.rpm
rpm -F --force
flash-${VL}.x86_64.rpm

[Update 20151209: Bulletin von Adobe]
[Update 20151230: Bulletin von Adobe] 
[Update 20160210: Bulletin von Adobe]

02.12.2015

[de] Mort - Terry Pratchett - Theater in Friedberg

Es ist schon ein paar Tage her, aber ab und zu soll es doch mal vorkommen, dass ich an die frische Luft komme und nicht nur vor dem Computer hocke ;)

Aber es muss natürlich schon ein besonderer Anlass sein, wenn ich mich dem Risiko aussetze, vor die Tür zu gehen - und das war es tatsächlich!

In letzter Zeit kann ich ja kaum glauben, dass ich wirklich in einer so vorteilhaften Gegend von Deutschland wohne (mal abgesehen vom fehlenden Glasfaseranschluss, aber das ist ein ganz anderes Thema ...). Gleich zwei Theatergruppen sind in bequemer Reichweise, die Stücke von Sir Terry Pratchett spielen!

Da sind zum einen die Dramateure, die in und um Hanau spielen und mich seit mehreren Jahren einmal jährlich ganz wunderbar unterhalten, und seit diesem Jahr gibt es eine weitere Möglichkeit, und das sogar noch näher, nämlich in Friedberg. Hier ist es die Gruppe Heldentheater um Andreas Arnold, der auch mit anderen Projekten wie dem "Poetry Slam" unterwegs ist (am 12.12.15 übrigens in Wölfersheim zu Gast!).

Ich bin ja sehr leicht zu überraschen und zu begeistern, aber einen Artikel über ein Theaterstück von Sir Terry in der regionalen Wetterauer Zeitung war dann durchaus beides - überraschend und begeisternd! Im Handumdrehen hatte ich online eine Karte reserviert und konnte es dann kaum abwarten.

Die Aufführung sollte im katholischen Gemeindehaus in Friedberg stattfinden, benannt nach Albert Stohr, einem ganz bemerkenswerten Mainzer Bischof während des 2. Weltkriegs und bis 1961 (unbedingt in Wikipedia nachlesen!).

Das aufgeführte Stück ist allen Pratchett-Fans bestens bekannt. Mort(imer) ist ein eher erfolgloser junger Mann, der schon mehrfach bei der jährlichen Gewerbeschau keine Lehrlingsstelle gefunden hat. Dieses Jahr wird alles anders: der TOD selbst, eine anthropomorphische Personifizierung, erwählt ihn als Lehrling, allerdings hat er ganz eigene Gründe dafür ...

Entgegen der landläufigen Vorstellung ist der TOD "nur" für die Überbringung der guten (oder schlechten) Nachricht zuständig und nicht für das eigentliche Sterben. Er begrüßt die Seelen im Jenseits und führt sie zu dem, was sie für sich selbst erwarten. Aber das muss ich ja keinem mehr erzählen ;)

Die Schauspieler des Heldentheaters haben ein wunderbares Stück abgeliefert, und sie haben das Buch sehr schön umgesetzt. Etwas gekürzt, ja, aber immer noch in sich geschlossen und verständlich. Mit einer kurzen Pause hat es etwas mehr als zwei Stunden gebraucht, bis Mort den Mord an der Prinzessin verhindert, an der Unsichtbaren Universität in Ankh-Morpork Rincewind und die anderen Zauberer den Ritus von Ashk'Ente durchführen und daraufhin der TOD mit einer Schürze von Hargas Rippchen auftaucht, der Zauberer Schneidgut zum "königlichen Wiedererkenner" ernannt und dann die Prinzessin zur Königin gekrönt werden konnte, der Anstifter zum Mord an ihrem Vater seine Strafe erhalten hatte, Mort mit dem TOD bis auf den Tod kämpft, der TOD seine Sanduhr umdreht und Mort seine Ysabell in die Arme schließen konnte.

Dazwischen hatten die Theaterhelden das übliche Problem von Pratchett-Büchern zu meistern: es wimmelt von Fußnoten mit Erklärungen, die zwar nicht notwendig zum Verständnis sind, aber einen beträchtlichen Teil des Spaßes ausmachen. Bei den Dramateuren gibt es dann ein Schild mit einem Fußnoten-Sternchen (*) und ein Sprecher erklärt etwas, und ganz ähnlich haben es die Theaterhelden auch gemacht: ein Sprecher taucht auf und danach geht es dann erst mit der Handlung weiter.

Im Gegensatz zu den Dramateuren spielen die Theaterhelden ihr Stück deutlich häufiger, es gibt also noch genug Chancen, sie sich anzusehen, und ich empfehle das ganz ausdrücklich. Es macht einen Riesenspaß, und die Zeit und das Geld für den Eintritt sind gut investiert. Termine kann man auf ihrer Webseite nachlesen.

Die Kostüme sind sehr schön gewählt: der König sieht sehr königlich aus, die Prinzessin hat den größten Kostümfundus, bis sie schlußendlich gekrönt wird, und alles andere ist ziemlich genauso, wie man sich Handwerker, Kneipenwirte, Töchter und TODe vorstellt ;)


Nach dem Schlussapplaus gab es noch einige Erklärungen des Regisseurs (der den Zauberer spielte), der u.a. wie oben erwähnt auf das Problem mit den Fußnoten einging und die Kürzungen gegenüber dem Buch etwas detaillierter erklärte, auf 11 Monate Probenzeit hinwies, und noch ein bißchen auf die unglaubliche Sprachgewalt von Sir Terry einging, dessen Wortwitz und Wortspiele kaum zu übersetzen sind. Er fragte, wer denn alle 41 Scheibenwelt-Bücher gelesen habe, und wenn ich mich nicht irre, war ich der einzige, der sich gemeldet hat ;)

Andreas Brandhorst, der langjährige deutsche Übersetzer, hat leider nur den klamaukartigen Teil ins Deutsche gebracht und den philosophisch-humanistischen Teil größtenteils geopfert. Seit ich Anfang der 90er "Pyramids" in einem Geschäft auf Malta kaufen konnte, lese ich deshalb die Bücher nur im englischen Original. Das ist am Anfang etwas holprig, aber wenn man nicht den Fehler macht, jedes einzelne unbekannte Worte nachzuschlagen, kommt man trotzdem ziemlich schnell in ein flüssiges, genussvolles Lesen.

Ein eher schlichtes Beispiel, das Arnold anführte, stammt aus dem gespielten Stück "Mort", als TOD sagt "es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur mich". Im Original spricht er "there's no justice, there's just me". Hier spielt Sir Terry mit der Doppelbedeutung von "just" - eben entweder "gerecht" oder "nur". Der Übersetzer muss sich für eins von beiden entscheiden, um nach Möglichkeit den Sinn zu transportieren, und dabei bleibt das andere auf der Strecke.

[en] Mort - Terry Pratchett - theatre play in Friedberg

It's been a while since I attended the play but finally I found some minutes of spare time to write about it.

In the last weeks I've come to think about my fortunate situation: there are not one, not three, but two theatre groups playing Sir Terry Pratchett's works in my immediate vicinity where I can attend their plays within 30 minutes of driving. Isn't this incredibly lucky? Some time ago I complained that there are lots of opportunities to watch a play in UK, Ireland, Fourecks and other foreign places, but not in Germany.

Number one: I love to visit the Dramateure in Hanau once a year who do a wonderful job of entertaining me and my hunger for STP's wit and humour.

Number two: new on stage (this is a pune, or play on words) are the actors from the Heldentheater with director Andreas Arnold (who also does projects like "Poetry Slam", e.g. on 12.12.15 in Wölfersheim!). They started playing STP only this year, but having experience with other authors and plays in the past (visit their website).

I am able to be surprised and excited quite easily, but getting to read an article about a forthcoming STP play in my local newspaper one morning was exceptionally surprising and exciting (given the fact that I tend to criticize that newspaper quite often and write readers' letters frequently). 5 minutes later I had my ticket - easily reserved and ordered online.

The play would take place in a catholic community hall in Friedberg/Hessen, named after Albert Stohr, a most remarkable bishop in Mainz during WWII and until his death 1961 (be sure to read about him in Wikipedia. Sadly the english text doesn't really honour his achievements and braveness against Nazis in Germany's darkest period).

Of course all of you Pratchett-Fans know the story of "Mort". Mort(imer) is quite some luckless young man seeking and not getting any apprenticeship during the yearly county fairs until DEATH comes along and employs him.

Against all usual assumptions DEATH does not kill the people whose lifetimer has expired but he only greets them to afterlife and introduces whatever they expect for themselves. But I don't need to tell you that ;)

The actors deliver a fine piece of artwork bringing the book to life. It is abridged but you hardly notice because it still contains all of the core elements. There was a short pause, and the whole play entertained me for a bit more than 2 hours. In this time Mort prevented murder to Princess Keli, the wizard Cutwell (with one "z") became appointed "royal recognizer", Rincewind and the other wizards from Unseen University in Ankh-Morpork performed the rite of Ashk'Ente to summon DEATH who appears with an apron from Harga's ribs, Keli was crowned, the instigator of the king's murderer received his punishment, Mort fought DEATH to the death, got awarded a flip of his lifetimer and finally could embrace Ysabell.

Inbetween the actors had to deal with the usual footnote problem: STP loves to sprinkle his books with lots of them, mostly for entertainment only, but sometimes required to fully comprehend that part of the book. The "Dramateure" bring the footnote asterisk to stage quite literally: they have a speaker with a huge footnote "*" sign, the play freezes and the footnote gets told. The "Heldentheater" do it quite similarly but without the footnote sign.

This Friedberg theatre group will go regional with their play and at least until June you will have ample opportunities to watch it. You won't regret it! Read their website for schedule and locations.

The costumes are quite nice: the king looks very royal, the princess has a lot of costumes for every situation, and all of the other actors, e.g. craftsmen, innkeepers, wizards, daughters, DEATHs, look exactly as you will expect them to look.


After all of the applause and kudos (and well-earned they were!) the director - who also happened to play the wizard Cutwell - came to front and had some final words about the play and the author. He explained the difficulties between book and stage, telling a story on the back of 41 DW books, studying the english theatre version, leaving out some things, adding things back, rehearsing for 11 months, and so on. He asked the audience if anyone had read all of the DW books, and if I was not mistaken I was the only one to show up ;(. Then he continued and gave some examples of what gets lost in translation, although the german translator really tries hard, but you simply can't get every nuance in translation.

One prominent example of sacrifice in translation is DEATHs famous "there's no justice, there's just me". Of course the pun is "just" which means both of "only" and "fair". There's only one possible grammatically correct translation to german which transports the meaning of "only" but then the "fair" meaning is lost forever and the pun has gone AWOL. This is the reason I read the originals since I bought the english version of "Pyramids" in a maltese book shop during a vacation back in the 90s.

30.11.2015

Galaxy S2 mit Cyanogenmod 12.1 installieren und Partitionen ändern

Heute war so ein Tag, an dem ich etwas in Schwitzen gekommen bin, weil ich etwas Neues ausprobieren wollte und mir nicht ganz sicher war, ob es funktionieren würde. Dummerweise wusste ich erst mittendrin während des Updates, dass ich etwas Gefährliches tun muss, damit das Update richtig funktioniert ...

Gute Nachricht vorneweg: alles hat gut funktioniert, ich konnte mir den Angstschweiß abwischen ;). Hier ist ein Beweisfoto:

Aber mal von vorn: da ich noch einige Galaxy S2 zum Testen und Ausprobieren daheim herumliegen habe, und auch noch genug Ersatzteile wie Mainboards und Kleinteile, wollte ich eins davon mit Android 5.1.1 installieren und das aktuellste Cyanogenmod 12.1 drauf werfen.

Also gesagt, getan: erst mal ein halbwegs aktuelles CM 12.1 für i9100 heruntergeladen und ein bißchen Informationen gesammelt, was noch zu tun ist. Dabei habe ich gelernt, dass es empfehlenswert ist, einen für Lollipop angepassten Kernel mitsamt aktuellem Recovery zu flashen. Bei Samsung wird das Custom Recovery zusammen mit einem Kernel geflasht, hier gibt es von verschiedenen XDA-Entwicklern fertige Pakete aus Linux-Kernel und Lollipop-geeignetem Recovery.

Wenn dieser Schritt getan ist (mit Odin als "PDA" flashen), kann man mit dem Samsung-üblichen Dreifingergriff das S2 in den Recoverymodus versetzen und die Zipdatei mit CM 12.1 installieren, und danach wie üblich ein Paket Google-Apps.

Hier hat sich viel für die Bequemlichkeit getan, seit ich das letzte Mal Google Apps herunterladen musste: es gibt ein cooles Projekt bei GitHub, das verschiedene Pakete anbietet, vom Minimalpaket mit gerade mal der Play Store-App ("pico"), über ein Mikro-Paket, das dann schon GMail, GKalender und einige Kleinigkeiten mehr enthält, bis hin zum "Super"-Paket, das wirklich alles enthält, was jemals bei Google aus dem Compiler geworfen wurde.

Das Flashen von CM 12.1 lief wie erwartet glatt, aber dann bekam ich einen kräftigen Schreck beim Flashen der Google-Apps: eine Fehlermeldung "#70" mit eher beunruhigenden Meldungen. Beim Nachschauen in der FAQ des OpenGApps-Projekts stellte ich dann fest, dass die Partition des Speichers im S2, das die System-Apps enthält, nur knapp 600 MB groß ist, und dies nicht ausreicht, um die Google Apps zu installieren. Bislang hat es immer funktioniert, aber Lollipop scheint etwas sehr stark gewachsen zu sein, und nun passten die Google Apps nicht mehr dazu. Das Booten lief trotz des Fehlers beim Flashen einwandfrei, es war also nichts lebenswichtiges zerstört oder unvollständig. Puh!


Mit ein wenig Forschen fand ich heraus, dass es leicht möglich ist, die Partitionsaufteilung des S2 zu verändern, damit die Systempartition mehr Speicherplatz erhält - natürlich zu Lasten des restlichen Telefonspeichers. Bei einem Bastelgerät mit 16 GB Ausstattung ist das natürlich kein allzu großes Problem, und selbst wenn man so ein Gerät dann als Alltagswerkzeug verwenden will, bleibt immer noch die Möglichkeit, eine 32 GB-Speicherkarte zusätzlich einzubauen.

Die Neupartitionierung kann man entweder manuell mit "adb shell" im Root-Modus durchführen und direkt am offenen Herzen des S2 mit dem "parted" Partitionseditor die Größen verändern, oder man verändert die Partitionen mit einem Hilfsprogramm wie Heimdall (für Linux und Windows) oder Odin (nur Windows), das eine Konfigurationsdatei mit der Endung ".pit" verwendet, um den Vorgang zu automatisieren.

Ich war wenig mutig und habe Odin verwendet, nachdem ich mir aus einer Auswahl von fertig vorbereiteten ".pit"-Dateien die ausgesucht habe mit 4 GB für system und den Rest für Daten.

Danach muss im Recoverymodus die Systempartition, die Datenpartition und die simulierte Speicherkarte (üblicherweise "sdcard0" genannt) neu mit einem Linux-Filesystem formatiert werden. Ich empfehle "ext4", das ist erprobt und zuverlässig. Dabei gehen natürlich alle Daten verloren! Es ist also schlau, ein Backup der vorhandenen Inhalte zu machen (Bilder in DCIM usw.). Die Zipdateien für CM 12.1 und die Google Apps sollte man auf eine SD-Karte packen und als externen Speicher ins Telefon stecken. Beim S2 geht das ja, im Gegensatz zu den sonst von mir bevorzugten Nexus-Geräten, die prinzipiell keinen SD-Steckplatz haben.

Genauer gesagt läuft es so ab: unter "advanced" kann man /system, /data, /cache, und /storage/sdcard0 formatieren und dann mounten.

Danach werden mit "install zip" die Zipdatei von CM 12.1 und die Zipdatei der Google Apps installiert und neu gebootet. Die Frage nach dem "fix root" sollte man mit "yes" beantworten, schließlich will man hinterher noch mit "TriangleAway" das lästige gelbe Dreieck beseitigen, mit dem Samsung anzeigt, dass man einen unsignierten Kernel geflasht hat ;). TriangleAway benötigt root-Zugriff. Den muss man im Entwicklermenü dann auch erst aktivieren, CM 12.1 hat den Rootzugriff prinzipiell abgeschaltet, und man muss als Entwickler dann z.B. "Nur Apps" einschalten - oder auch "Apps und ADB", wenn man als Entwickler mit den adb-Befehlen als root arbeiten können will.

Der erste Start des neuen Android-Systems dauert ziemlich lang, weil wie üblich die Java-Dateien in den APK kompiliert und gecache't werden müssen. Seit Lollipop verwendet Android ein neues Verfahren zum Kompilieren und Cache'n, nämlich "ART" und nicht mehr "Dalvik". Dies ist nicht nur aus Performancegründen, sondern auch dem Patentstreit mit Oracle geschuldet. Genauer gesagt ist ART seit Kitkat, also Android 4.4 enthalten, aber nicht als Standardverfahren eingerichtet, und Cyanogenmod hat ausdrücklich erklärt, dass ART auf CM 11 nicht verwendet werden soll. Diese Aussage ist korrekt, ich habe es ausprobiert und hatte permanenten Abstürze der Apps.

Nach dem ersten Start sollte man aus dem Play Store oder von der Speicherkarte TriangleAway installieren. Falls die App nicht aus dem Play Store geladen wird, muss man in den Einstellungen die "unbekannten Quellen" erlauben. TriangleAway lädt einen handgeschnitzten Kernel nach, der genau zum Handymodell passt, startet das Telefon neu, und dann kann man mit der Lautstärketaste "Hoch" den "Flashcounter" wieder auf 0 setzen, damit das lästige gelbe Dreieck nicht mehr auf dem Einschaltbildschirm angezeigt wird.

Da sich der Installationsvorgang bei CM gelegentlich mal ändert, sollte man unbedingt in den Einstellungen einrichten, dass beim Flashen einer neuen CM-Version auch das aktuelle Recovery mit installiert wird. Diese Einstellung findet sich bei den Entwickleroptionen, die man erst sichtbar machen muss. Dazu im Menü "Über das Telefon" siebenmal auf die Buildnummer tippen.

Puh, das war Stress! Wenn man am Partitionslayout herumfummelt, kann es unter Umständen auch böse enden, wenn man eine der Partitionen beschädigt, die das Telefon für die ersten Phasen des Bootvorgangs - vor dem Laden des Linux-Kernels - benötigt. Also auf keinen Fall an den Partitionen für "SBL", "Radio", "Factory" usw. herumfummeln.

[Update 20151204: Links zu Custom Kernels nachgetragen]

13.11.2015

"70% der Flüchtlinge sind junge Männer" - Leserbrief

Seit Wochen wird immer wieder die falsche Behauptung verbreitet, dass wir von jungen, gewaltbereiten Männern unter den Flüchtlingen geradezu unterwandert werden.

Diese unbewiesene Behauptung wird vom Bildblog eindrucksvoll widerlegt.

Ein Leserbriefschreiber setzt in der WZ noch einen drauf. Er rundet die 70% zu 80% auf und behauptet aus dem Handgelenk, dass 30% davon "Kampferfahrung" hätten.

Daraufhin habe ich die Zahlen aus dem Bildblog-Artikel mal nachgerechnet und einen Leserbrief als Antwort geschrieben.


Leserbrief zum Leserbrief von Hr. B. (WZ 11.11.15)

Hr. B. verwendet unreflektiert Statistiken, die seit Wochen im Internet, z.B. bei Facebook, verbreitet werden. Niemand aber macht sich die Mühe, diese Zahlen in Frage zu stellen. Eine Statistik darf man aber nur bewerten, wenn man versteht, wie sie zustande kommt!

Im Internet kursiert eine Zahl von angeblich mehr als "70" %, je nach Beitrag und Intention sind dies dann Flüchtlinge oder Asylbewerber.
Hr. Becker rundet großzügig auf und behauptet mal eben, dass "80" % davon junge Männer seien.

Genauso locker aus dem Handgelenk entfließen ihm, dass davon 30 % "Kampferfahrung" hätten.

Woher stammt diese Zahl? Was war die ursprüngliche Frage, die dann in dieser Zahl resultiert? Was genau bedeutet "Kampferfahrung"? Fragen über Fragen.
Ich war mal vor über 30 Jahren bei der Bundeswehr. Je nach Fragestellung müsste ich wohl auch mit "ja" antworten.

Die Realität folgt leider - oder zum Glück - nicht den Behauptungen aus dem Internet, diesem unerschöpflichen Quell von Wissen und Gerüchten.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) teilt derzeit diese realen Zahlen mit, wenn man sich die Mühe macht zu fragen:

Für die von Januar 2015 bis einschließlich September 2015 gestellten Asyl-Anträge (gesamt 303443):

Altersgruppemännlichweiblich %männlich
relativ
%männlich
insg.
bis unter 16 43.48236.743 5414
16 bis unter 18 9.7062.948 773
18 bis unter 25 56.53914.743 7919
25 bis unter 30 34.51711.685 7511
30 bis unter 35 23.0759.858 708
35 bis unter 40 15.2137.549 675
40 bis unter 45 10.0585.003 673
45 bis unter 50 6.2633.336 652
50 bis unter 55 3.5132.213 611
55 bis unter 60 1.8701.521 551
60 bis unter 65 965839 530
65 und älter 834967 460
unbekannt 21 670
Gesamt 206.03797.406 6868


Um auf die Aussage "fast 70 %" zu kommen, muss man den Prozentsatz pro Altersstufe einzeln betrachten, aber daraus darf man dann natürlich nicht die bösartige Schlussfolgerung ziehen, dass dies "70 % aller Flüchtlinge" seien.

Falls man "junge Männer" zwischen 18 und 35 Jahre zählt, sind es also nicht 70 %, sondern ca. 40 %, bezogen auf alle Flüchtlinge (eben 303443).

Selbst wenn man "junge Männer" von 16 bis 40 Jahre addiert, kommt man nur auf 46 %.

Es stimmt, dass überwiegend männliche Flüchtlinge in Deutschland Asyl suchen (rund 70 %).

Doch fast die Hälfte davon ist entweder minderjährig oder älter als 35.
Den Hetzern kommt dabei zugute, dass durch die Betonung des (falsch berechneten) "junge Männer"-Anteils ein anderer Ausschnitt der (tatsächlichen) Migrationswirklichkeit verzerrt wird: der Anteil der Kinder.

Der - sonst eher auf Esoterik spezialisierte - "Kopp-Verlag" behauptet: "70 % der Flüchtlinge sind junge, alleinstehende Männer - es gibt kaum Kinder."

Die Rechnung scheint nicht schwer: Wenn schon 70 % der Flüchtlinge junge Männer sind, kommen noch alte Männer dazu, dann junge Frauen, alte Frauen - da muss die Zahl der Kinder ja gering sein.
In Wahrheit aber ist fast jeder dritte Flüchtling minderjährig, jeder vierte ist jünger als 16.

Allein in diesem Jahr haben laut BAMF bis Ende September fast 7.500 unbegleitete und 85.000 begleitete Minderjährige Asylanträge gestellt.

Die Statistiken für 2014 sehen übrigens ähnlich aus: Anteil der jungen Männer: 37 %. Anteil der Kinder unter 16: 28 %.

(Quelle der Zahlen: BAMF und bildblog.de/73416).

30.09.2015

Netzneutralität und die autonomen Autos - Leserbrief

Letzte Woche gab es eine Glosse, dass autonome Autos und Telemedizin ja schwer im Kommen sind, aber dass man dafür mehr Internetausbau und/oder weniger Netzneutralität brauche, damit die Autos auch immer brav fahren können.
Daraus hab ich einen Leserbrief für die Netzneutralität gemacht.
Leserbrief zum Internetausbau wegen autonomer Autos (Glosse 17.09.15)

Die Glosse vom 17.09. behauptet, dass der Internetausbau mächtig vorangetrieben werden muss, weil ja die autonomen Autos immer eine Internetverbindung benötigen.
Diese Argumentationskette verwenden die üblichen Lobbyisten gern, die in Europa die Netzneutralität kippen wollen.

Zur Erinnerung: Netzneutralität bedeutet, dass ein Internet-Anbieter alle Datenpakete von allen "Lieferanten" gleich behandeln muss, d.h. keine Bevorzugung und keine künstliche Benachteiligung anwenden darf.
Die amerikanische Regulierungsbehörde FCC hat dies vor Kurzem gegen starken Lobby-Widerstand tatsächlich durchgesetzt.

In Deutschland und Europa argumentiert die Lobby etwa so: ohne Bevorzugung wären angeblich keine autonomen Autos und keine Telemedizin möglich.
Dies soll mithilfe von "Qualitätsstufen" festgelegt werden, die unterschiedlich schnell und unterschiedlich teuer sind.

Aber natürlich geht es nur um Geld. Die Internet-Anbieter wollen nochmals kassieren.
Sie stellen nämlich fest, dass man durch gesetzlich erlaubte "Erpressung" mehr Geld verdienen kann.

Ein Beispiel: Google mit Sitz in USA zahlt an den Betreiber Orange in Frankreich "Gebühren", damit youtube-Datenverkehr nicht verlangsamt wird. Möglich wird dies, weil Orange einer der größten Internetbetreiber in Afrika ist und Google sich dort stark engagieren will. Deshalb gibt man dem Druck nach und zahlt an jemanden, mit dem man eigentlich keinen Vertrag hat.

Und warum genau ist das schlecht? Google ist doch sooo böse, sollen die doch zahlen!
Ganz einfach: große Firmen können es sich vielleicht noch leisten, in mehreren Ländern Schutzgeld dafür zu zahlen, dass der Datenverkehr nicht gebremst wird.
Kleine Firmen nicht. Tatsächlich werden also die "Großen" noch größer gemacht, und der Rest wird kleingehalten.

Politiker faseln gern von "Überholspuren" im Internet. Aber ohne Netzneutralität passiert genau das Gegenteil: es gibt keinen Turbo für wichtige Daten, sondern alles andere muss warten.
Es wäre also keine Verbesserung, sondern im Durchschnitt eine Verschlechterung für alle. Eine echte Überholspur würde konsequenten Ausbau erfordern.

Übertragen auf die echte Welt würde das so aussehen: Autos von deutschen Herstellern dürfen in Deutschland 120 km/h fahren, Autos von Peugeot nur 80 km/h. Wenn ein Peugeot-Fahrer aber im Autoradio FFH hört, darf er 100 km/h fahren, weil FFH häufig freundlich über die CDU berichtet. Und weil die NSA pikante Einzelheiten über Merkel weiß, dürfen Autos von Ford ohne Tempolimit fahren (den letzten Teil habe ich erfunden). Und zur Durchsetzung werden alle überwacht.

Und vielleicht kommt es sogar so weit, dass man für jeden Dienst, den der Kunde nutzen möchte, ein separates "Abo" abschließt, also z.B. Extragebühren für Youtube, Netflix, Spotify an den Internetanbieter bezahlen muss (selbstredend zusätzlich zu den Abo-Kosten für den Dienst selbst). Wenn in Zukunft ein Unternehmen eine Idee wie youtube hätte, könnte es gleich wieder einpacken: die zahlreichen Zusatzgebühren überall würgen junge Unternehmen und Geschäftsideen ab.

Mein Fazit zu dieser Misere: es muss ausgebaut werden, und zwar vernünftig - flächendeckend mit Glasfaser, und nicht mit dem unsäglichen "Vectoring", mit dem das Kupferkabel immer noch ein bißchen länger am Leben erhalten wird und neue Monopole auf Anschlüsse und Endkunden entstehen. Die aktuelle Breitbandförderung des Bundes klingt zwar auf den ersten Blick toll, aber der vorgegebene Zeitplan führt dazu, dass voraussichtlich nur Vectoring ausgebaut wird, denn bis Sommer 2016 muss ein förderwürdiges Projekt abgeschlossen sein. Vectoring ist aber die schlechtestmögliche Antwort auf das Problem des Breitbandausbaus: es zementiert das Monopol des Kabelbesitzers (i.a. die Telekom) und drängt wegen der Kabelbündelung alle anderen Anbieter aus dem Konkurrenzkampf um die Kunden heraus, denn bei Vectoring benutzt die Telekom das Kabel exklusiv.

26.09.2015

Berichterstattung über Flüchtlinge in der WZ - Leserbrief

Die WZ berichtet im redaktionellen Teil eigentlich neutral über die verschiedenen Initiativen, um Flüchtlingen zu helfen und sie zu integrieren. Im Gegensatz dazu ergießt sich seit etwa Mitte August eine Flut von schlimmen Leserbriefen im Meinungstreff über den Leser. Um dem entgegen zu wirken, habe ich auch einen Leserbrief zum Thema "Flüchtlinge" geschrieben - ich bin familiär auch betroffen und deshalb zwangsläufig nicht neutral.
(veröffentlicht am 26.09.2015, Änderungen und Streichungen der WZ in blau bzw. durchgestrichen)

Leserbrief zu vielen anderen Leserbriefen in der WZ

In den letzten Wochen sind in der WZ erstaunlich viele Leserbriefe abgedruckt worden, die eine erschreckende Tendenz zeigen.
Die WZ berichtet im redaktionellen Teil, wie sensationell hilfsbereit und freundlich die Flüchtlinge aufgenommen werden, aber die Leserbriefe sprechen fast alle eine vollkommen andere Sprache.

Da wird der Sprachgebrauch direkt aus dem Parteiprogramm der braunen Partei genommen: die Flüchtlinge müssen "zurückgeführt" werden.
Am besten werden sie vorher noch an "modernen Waffen" ausgebildet, damit sie in der Heimat auch effizient "Islamisten erledigen" können.
Auch die Rückreise in eine "stabile Diktatur" wird als erstrebenswert bezeichnet. Schließlich ist eine "stabile Diktatur" ja viel besser als eine wacklige, oder?

Und früher war überhaupt alles viel besser: nach dem zweiten Weltkrieg, das waren ja "anständige" Flüchtlinge, besser noch "Vertriebene" mit demselben Glauben, die waren ja nicht wirklich Ausländer, sondern Deutsche aus den Ostgebieten.

Nebenbei: auch die unsägliche Erika Steinbach pflegt immer noch den Opferstatus als "Vertriebene". Dabei war ihr Vater ein Nazi-Soldat, der zufällig 1941 nach Danzig versetzt wurde. Fr. Steinbach, geboren 1943, ist dann bereits 1945 zurück nach Schleswig-Holstein gekommen. Das hält sie aber nicht davon ab, energisch immer wieder Öl ins Feuer zu gießen und die Versöhnung mit den Nachbarn zu untergraben mit ihren kruden Thesen.

Und so war es wirklich: die Flüchtlinge wurden damals 1945 nicht mit offenen Armen willkommen geheißen, wie heute so schönfärberisch in einem Leserbrief behauptet wurde.
Die Flüchtlinge hatten nichts und wurden in Wöllstadt und sicherlich auch woanders als "Pollacken" u.ä.und anderes beschimpft, verprügelt und gemobbt.
Meine Oma war durch die Flucht so traumatisiert, dass sie nie wieder polnisch gesprochen hat, nicht einmal mit ihrem eigenen Bruder zu Besuch aus Polen.

Hört sich denn hier keiner mehr beim Reden und Denken zu? Das sind Menschen, die vor Krieg, Gewalt, Hunger flüchten und hier Schutz suchen.

Mein Lieblingsautor, Sir Terry Pratchett, hat in einem seiner sehr empfehlenswerten Bücher festgestellt: "Das Böse fängt an, wenn man Menschen wie Dinge behandelt".

Und genau das passiert seit lLangem tagtäglich: es wird nur noch geschachert, welches Land wie viele Flüchtlinge aufnimmt, und dabei wird das Elend dieser Menschen wahlweise ignoriert oder als Druckmittel verwendet.

Auch die Zahlen, die genannt werden, um angebliche "Überforderung" zu belegen, sind so lächerlich, dass man sich fragen muss: warum?

Im Vergleich zu 250 Milliarden Euro für die Banken - für ein bißchen Papier und ein paar Zahlen in Computern - mutet es beinahe traurig an, wenn über einen ähnlichen Zeitraum 5 Milliarden Euro für Flüchtlinge kalkuliert werden und Menschen dagegen auf die Straße gehen.

Weltweit sind nach Schätzungen 60 Millionen Menschen auf der Flucht. In einem anderen Leserbrief wird vermutet, ob Deutschland die knappe Hälfte davon (25 Mio.) verkraften könne. Wie kommt jemand auf die Idee zu so einer perfiden Rechnung?

Auf die Bevölkerungsgröße umgerechnet, nimmt sogar die Schweiz mehr Flüchtlinge auf als wir. Die wirklichen Zahlen sind nur Tausendstel von der demagogischen Zahl im Leserbrief von Hr. H.

Ein paar weitere Zahlen (Quelle: UNHCR, Anzahl syrische Flüchtlinge)
Syrien Inland7.600.000
Türkei1.550.000
Libanon1.140.000
Jordanien623.000
Europa insgesamt150.000
Deutschland41.000
Schweden34.000

Nochmal: für die Bankenrettung sind in den letzten Jahren fast 250 Milliarden Euro verpufft.
Ist das nicht absurd, wenn man darüber nachdenkt?

Es geht um Menschen!
[Update 20151202: Eigennamen abgekürzt]

21.09.2015

Flash-Update auf Version 19

Mir fehlen langsam die Worte, wie die Versionsnummern inflationär in Höhen klettern. Google hat es mit Chrome vorgemacht, aus irgendwelchen Gründen macht es Mozilla mit Firefox und Thunderbird nach, und jetzt beschleunigt Adobe die Nummerierung des Flashplayers genauso.

Und weil mir die neuen Worte fehlen, nehme ich immer den alten Blogartikel, nur die Versionsnummern und die Links ändern sich ;)

Grade erst Version 16 (siehe meinen älteren Blogartikel von November) und 17 (hier) und 18 (hier im Blog), jetzt schon 19 (mittlerweile zählt wohl auch ein Major release nicht mehr zu den besonders erwähnenswerten Ereignissen bei Adobe?). Wer sich selbst auf dem Laufenden halten will, kann das Blog des Security-Teams bei Adobe lesen oder als RSS abonnieren.

Wie üblich in ihrem freundlichen Service-Blog die passende Automation zum Herunterladen und Installieren. Falls ein Proxy verwendet wird, das "rem" bzw. "#" entfernen.

Das Tool wget wird bei Windows noch benötigt wie hier beschrieben. Bei Linux sollte es schon vorhanden sein, da es von vielen anderen Programmen intern verwendet wird.

Für Windows wie üblich beide Varianten, ActiveX und Netscape Plugin (Achtung übrigens, Firefox wird demnächst das NPAPI komplett abschaffen - mal sehen, was Adobe und Flash dann machen).
@echo off

rem set http_proxy=http://192.168.100.100:3128/
set VNP=
19.0.0.245
set VAX=19.0.0.245
set V=19
set H=fpdownload.macromedia.com
set P=/get/flashplayer/current/licensing/win
set AX=install_flash_player_%V%_active_x.exe
set NP=install_flash_player_%V%_plugin.exe

wget http://%H%%P%/%AX% -O flash-%VAX%_ax.exe
.\flash-%VAX%_ax -install
wget http://%H%%P%/%NP% -O flash-%VNP%_np.exe
.\flash-%VNP%_np -install

Für Linux 64 bit rpm (als root ausführen oder "sudo rpm" schreiben) gibt es nach wie vor "nur" Version 11, aber zur Abwechslung haben sich der Downloadlink und der Dateiname für .rpm geändert. Für .tar.gz-Format ist immer noch der erste Downloadlink gültig, deshalb belasse ich beide im Skript.
#!/bin/sh

# http_proxy=http://192.168.100.100:3128/

VL=11.2.202.548
H=fpdownload.macromedia.com

PL1=/get/flashplayer/current/licensing/linux
PL2=/get/flashplayer/pdc/${VL}


DL() { wget -N "$1/$2"; mv "$2" "$3"; }

echo Linux 64 bit rpm ...
DL http://${H}${PL2} \
   flash-plugin-${VL}-release.x86_64.rpm \
  
flash-${VL}.x86_64.rpm
rpm -F --force
flash-${VL}.x86_64.rpm

[Update 20150921: Security-Hinweis von Adobe]
[Update 20151013: Security-Hinweis von Adobe]
[Update 20151020: Security-Hinweis von Adobe]
[Update 20151111: Security-Hinweis von Adobe]
[Hier ist noch der Verweis auf die Anleitung für Version 18, 17, 16, 15, 14 und 13]